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Wismar Trauergäste spenden für soziale Arbeit
Mecklenburg Wismar Trauergäste spenden für soziale Arbeit
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00:05 11.11.2016
Anne-Katrin Lüders arbeitete in der Suchtberatung. Quelle: privat

Seifenblasen für die Mama – Frederik und Richard Lüders haben ihren Vater begleitet ins „Tu Hus“, ein Wohnheim für Suchtkranke. Vor vier Wochen hat die Familie Anne-Katrin Lüders nach schwerer Krankheit beerdigt. „Meine Frau wollte, dass die Leute spenden statt Blumen mitzubringen“, erzählt Markus Faber. Spenden für den Wismarer Posaunenchor und das „Tu Hus“.

Frederik (l.) und Richard Lüders haben gemeinsam mit ihrem Vater die Spenden ans „Tu Hus“ überbracht. In dem Wohnheim bereiten sich Suchtkranke auf ein Leben in den eigenen vier Wänden vor. Quelle: nb

Die Einrichtung gehört zum Diakoniewerk im nördlichen Mecklenburg. „Ich hätte lieber Anne gehabt“, sagt Leiterin Manuela Eggert und blickt auf den Umschlag mit 1100 Euro. Gegenüber ist die Suchtberatungsstelle. Fast 20 Jahre lang arbeitete Anne-Katrin Lüders dort mit den Klienten. Sie seien mehr als nur Kolleginnen gewesen, hätten so viel gelacht gemeinsam, sich ausgetauscht über Privates. „Von dem Geld werden wir uns etwas Besonderes einfallen lassen.“ Markus Faber nickt. „Wenn Menschen mit dem Geld geholfen wird, ist das mehr wert als jede Blume, die nach einem Tag auf dem Grab vertrocknet“, sagt Faber. „Genau mit dieser Einstellung hat meine Frau gelebt.“ Und er hofft, dass das ein Anstoß ist für die Menschen, nun da die Weihnachtszeit bevorsteht, ihre Spende einmal zu überdenken. „Es muss ja nicht immer der Sportverein sein – die sozialen Probleme werden immer größer, aber die Gesellschaft zieht sich immer weiter raus.“

Nicole Buchmann

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