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Traumatherapie mit Tieren

Palingen Traumatherapie mit Tieren

Neues „Projekt Palingen“: Auf ehemaliger Bauernstelle soll Kindern und Jugendlichen geholfen werden.

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Ein historisches Foto zeigt den Hof Mette um 1940.

Quelle: privat

Palingen. Ein Ort zum Gesundwerden der Seele nach traumatischen Erlebnissen, vor allem für Kinder. Das soll ein früherer Bauernhof in Palingen (zwischen Lüdersdorf und Selmsdorf) werden. Auf die Idee sind Konstanze Guhr (68) und Christoph Gondesen (67) gekommen. Sie haben mit ihrer neu gegründeten „Projekt Palingen GbR“ den früheren Bauernhof Mette mit zweieinhalb Hektar Land, Haupthaus, Stall und Scheune gekauft. Einig sind sich die beiden Lübecker und ihre Ehepartner Herta Gondesen (65) und Christoph Guhr (73), dass das Gehöft in Zukunft sozialen Zielen dienen wird. Dabei arbeiten sie mit Fachleuten an Konzepten. „Wir machen es Schritt für Schritt“, erläutert Konstanze Guhr. Sie sagt: „Der Zugang zu traumatisierten Kindern und Jugendlichen ist mit Hilfe von Tieren oft einfacher.“

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Konstanze Guhr (68) erl�utert Karl J�ger (66) das Therapieprojekt mit Tieren auf einem Bauernhof in Palingen.

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Schritt eins ist ein Wohnprojekt: Sanierung und teilweiser Umbau des ehemaligen Stalls, um Räume für ein „familienanaloges Wohnen“ für Kinder und deren Betreuer zu schaffen. Das Dach über den beiden Wohnungen wird höher gesetzt, ein großer Wintergarten angebaut. Sonst soll die Außenansicht nach Auskunft von Konstanze Guhr weitgehend so bleiben wie sie ist. Mit dem vorgesehenen Träger des „familienanalogen Wohnens“ hat die „Projekt Palingen GbR“ bereits einen Vorvertrag gemacht. Es handelt sich um den Kinder- und Jugendhilfe-Verbund (KJHV), eine gemeinnützige GmbH mit Sitz in Lübeck.

Ihr erklärtes Ziel ist es, Kindern, Jugendlichen und Familien bei sozialen und emotionalen Schwierigkeiten zu helfen. Zu diesem Zweck unterhält der Kinder- und Jugendhilfe- Verbund unter anderem fünf „familienanaloge Wohngruppen“. Geplanter Eröffnungstermin in Palingen: 1. Januar 2014. Schritt zwei des Palinger Gesamtprojekts: Sanierung der 1857 gebauten Scheune. „Wir wollen sie retten“, sagt die Architektin Konstanze Guhr. Die Sympathie im Landkreis Nordwestmecklenburg mit diesem Vorhaben sei groß. Wenn Gelder aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (Eler) fließen, solle die denkmalgeschützte Scheune in diesem Jahr saniert werden. „Es wird ein landwirtschaftliches Gebäude mit vielen Nutzungen“, sagt Christoph Gondesen. Tiere sollten dort untergebracht werden. Eventuell werde auch eine Sattelkammer eingerichtet, erläutert der Landschaftsplaner. Er engagiert sich in Nordwestmecklenburg auch in der Kommission des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden/Unser Dorf hat Zukunft“.

Schritt drei des Projekts: Die Betreiber wollen das denkmalgeschützte Haupthaus in naher Zukunft vor allem für ein Therapieprojekt mit Tieren nutzen — mit Therapieraum und Wohnungen für therapeutische Aufenthalte. Die Diele soll „eine Gemeinschaftsfläche für das Projekt“ werden.

Der Zugang zu traumatisierten Kindern

und Jugendlichen ist mit Hilfe von Tieren oft einfacher.“Konstanze Guhr

Jürgen Lenz

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