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Traumhaftes Ostseebad im Jahr 2020

Boltenhagen Traumhaftes Ostseebad im Jahr 2020

Jürgen Schossow wünscht sich mehr Fortschritt und Aufgeschlossenheit in Boltenhagen

Boltenhagen. Jürgen Schossow hat einen Traum. Er träumt vom Ostseebad Boltenhagen, wie es im Jahr 2020 sein könnte.

In seinem Traum kommt Jürgen Schossow nach einer Fahrt durch Wiesen und Rapsfelder in Boltenhagen an. „Ich erreiche den Kreisel am Ortseingang mit dem Hinweis rechts zum Großparkplatz mit Shuttleverkehr, mit der Sport- und Freizeitanlage, einem Willkommenscenter und Angeboten für ankommende Urlauber“, berichtet der Rentner aus seinem Traum. „Da gibt es die Möglichkeit mit Elektrosmarts oder Elektrofahrrädern in den Ort zu fahren. Auch das eigene Elektroauto kann ich dort während meines Aufenthalts aufladen.“ Schossow beschreibt in seinem Traum Dinge, die die Gemeinde seit Jahren plant. „Aber es geht nichts voran“, sagt der 66-Jährige, der 2015 nach zehnjähriger Abwesenheit wieder ins Ostseebad gezogen ist. „Da hab ich festgestellt, wie lahm hier alles ist“, sagt Schossow, der vor seinem Wegzug die Gaststätte „Reuterstube“ in Boltenhagen betrieb.

„Ich kann nicht verstehen, dass geplante Hotels einfach nicht gebaut werden und andere Projekte durch Diskussionen in die Länge gezogen werden. Das Strandhotel soll seit sieben Jahren gebaut werden und es ist schon wieder seit Monaten nichts passiert. Ich möchte was beschleunigen.“ In vielen Sitzungen von Ausschüssen und der Gemeindevertretung hat er seit seiner Rückkehr nach Boltenhagen die Politik der Kommune verfolgt. „Die müssen nicht immer alles so verbissen sehen“, ist sein Eindruck von den Gemeindevertretern und Ausschussmitgliedern. „Kühlungsborn und Graal-Müritz sind schon viel weiter als wir“, bemängelt Schossow, dass Boltenhagen den Anschluss verlieren könnte.

„Ich träume von einem Jugendhotel, so dass junge Leute nach Boltenhagen kommen“, sagt Schossow und warnt vor einer Überalterung. Aber ebenso wie er sich mehr Angebote für Jugendliche und Familien wünscht, hofft Schossow, dass bis 2020 ein neues Wohngebiet am westlichen Ortseingang entstanden ist. Mit der Nähe zu den Einkaufsmärkten, zum Festsaal, zu Kirche, Strand und Ortszentrum ist es in seiner Vorstellung dann auch der ideale Standort für Seniorenwohnungen und eine Pflegeeinrichtung. Ein Pflegeheim plant die Gemeinde allerdings an einer ganz anderen Stelle, auf dem ehemaligen Sportplatz und auch die Planungen für das Wohngebiet am westlichen Ortseingang haben sich seit den ersten Entwürfen deutlich verändert. „Es kann nicht sein, dass immer wieder Projekte gebremst werden, weil die Gemeinde mit einem Immobilienbesitzer nicht zurecht kommt. Da muss man sich zum Wohle aller einigen“, sagt Jürgen Schossow.

Seine Aufzeichnungen und Wünsche für Boltenhagen im Jahr 2020 hat er auch Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU) überreicht. Der freut sich, dass sich Einwohner Gedanken machen. Grundsätzlich habe Schossow die Punkte angesprochen, in denen die Gemeinde eine Entwicklung vorantreibt und man könne seine Thesen durchaus als Leitfaden sehen. Malte Behnk

OZ

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