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Wismar Trio Favo zaubert mit Stimme, Klarinette und Saxophon
Mecklenburg Wismar Trio Favo zaubert mit Stimme, Klarinette und Saxophon
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06:00 18.10.2017
Das Trio Favo, Sander de Winne, Falk Breitkreuz und Volker Schlott (v. l.), tritt am Freitag, 27. Oktober, in Wismar im Glasfoyer des Theaters auf. Quelle: David Beecroft
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Wismar

Die Musik von Favo ist weder Pop noch Folklore noch Jazz - und doch ist sie alles zugleich. Falk Breitkreuz legt mit seiner Bassklarinette einen dunklen Teppich aus, auf dem das Sopransaxophon von Volker Schlott und die Stimme von Sander de Winne ganz schlichte bis virtuose Muster zeichnen.

Von Bach bis Beatles

Das Trio, dessen Repertoire von Bach über Piazolla bis zu den Beatles reicht, verleibt sich jedes Stück ein und macht es zu seinem ganz eigenen. Das gilt auch für Volkslieder wie „Dat du min Leevsten büst“, das kurzerhand in einer englischen Version daherkommt, oder „Die Gedanken sind frei“, dem der Belgier Sander de Winne mit seinem leichten Akzent neuen Charme verleiht.

Zu Gast im Glasfoyer

Am Freitag, den 27. Oktober, ist das Trio aus Berlin live in Wismar zu erleben. Im Glasfoyer des Theaters präsentiert es seine neue CD „Favo3“. Erschienen ist sie bei nrw records. Das Kürzel erinnert zwar an Nordrhein-Westfalen, die CD ist dennoch ein Wismarer Produkt. „Das liegt daran, dass ich das Label gegründet habe, als ich noch in NRW gewohnt habe“, erklärt Jürgen Czisch. Seit 2004 ist jedoch Wismar die Heimat des Musikproduzenten. Und für die hat er hohe Ziele: Musik soll in der Hansestadt eine größere Rolle spielen, sich vor allem in ihrer ganzen Vielfältigkeit präsentieren. „Und da ist Favo eben ein ganz tolles Beispiel“, sagt Jürgen Czisch.

Es war einmal in Sibirien

Auf der Homepage der Gruppe steht, dass sie sich 2009 in Sibirien gegründet hat. Der Musikproduzent lacht. „Volker Schlott und Falk Breitkreuz waren für das Goethe-Institut als Mitglieder der ,Fun Horns', die auch schon in Wismar aufgetreten sind, auf Tour“, erzählt er. Schlott und Breitkreuz seien morgens immer die Ersten im Probenraum gewesen und hätten begonnen, gemeinsam zu musizieren. Auf der Homepage beschreibt Volker Schlott: „Ich habe selbst noch gar nicht analysiert, was da mathematisch abläuft – aber die Frequenzen von Bassklarinette und Sopransaxophon passen so gut zueinander, verschmelzen so optimal, wie ich es vorher noch nicht erlebt habe. Das ist einfach Musik.“

Stimmakrobat in fünf Sprachen

Seit 2013 macht der Belgier Sander de Winne das Duo zum Trio. Der Tenor singt nicht nur in fünf Sprachen, er ist ein zudem Stimmakrobat, der durchaus mit Bobby McFerrin verglichen werden kann.Als Veranstaltungsort hat Jürgen Czisch das Glasfoyer des Theaters gemietet. „Mit seiner modernen Architektur ist es ein spannender Konzertort, gerade für die besondere akustische Musik von Favo“, sagt er.

Ganz nah an den Künstlern

Es wird etwa 70 bis 100 Sitzplätze sowie Stehplätze an Stehtischen geben. „Mir ist auch wichtig, dass es zwischen Künstlern und Publikum so wenige Barrieren wie möglich gibt“, sagt Jürgen Czisch. Musiker und Zuschauer dürfen in der Pause und nach dem Konzert gern miteinander ins Gespräch kommen. Dann können die Musiker von ihren Erfahrungen im Ausland oder mit Künstlern wie Udo Lindenberg, Jocelyn B. Smith und Chaka Khan berichten. Oder sie erzählen von ihren Erwartungen, wenn sie im nächsten Jahr als Kulturbotschafter Deutschlands nach Zentralasien gehen.

Sylvia Kartheuser

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