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Trotz Schmuddelwetter: 143 Starter beim Hanseschaulauf

Wismar Trotz Schmuddelwetter: 143 Starter beim Hanseschaulauf

Das Wetter verhieß gestern nichts Gutes. Die Organisatoren des 13. Hanseschaulaufes in Wismar befürchteten schon einen drastischen Rückgang der Teilnehmerzahl.

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Der Startschuss für die Läufer über 9,16 Kilometer ist gefallen. 63 Frauen und Männer gingen am Sonntag auf die Hauptstrecke des 13. Hanseschaulaufes durch den Wismarer Bürgerpark.

Quelle: Fotos: Frank Peter Reichelt

Wismar. Das Wetter verhieß gestern nichts Gutes. Die Organisatoren des 13. Hanseschaulaufes in Wismar befürchteten schon einen drastischen Rückgang der Teilnehmerzahl.

OZ-Bild

Das Wetter verhieß gestern nichts Gutes. Die Organisatoren des 13. Hanseschaulaufes in Wismar befürchteten schon einen drastischen Rückgang der Teilnehmerzahl.

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Doch nachdem sich alle Läufer und Walker im Haus des Gastes am Bürgerpark bei Susanne Schmidt und ihrem Team von der AG Stadtlauf aus Grevesmühlen angemeldet hatten, atmeten die Veranstalter auf.

Trotz leichten Regens waren 143 Kinder, Jugendliche und Erwachsene dabei.

Moderator Uwe Thom suchte in der Menge nach den 9,6-Kilometer-Vorjahressiegern Olga Mundt und Florian Kühn, dann war er erleichtert: „Die Pokale sind schon da, das ist wichtig.“

Sandra Rieck vom Verein „Das Boot“ aus Wismar war von mehreren dunkelhäutigen Männern umringt. „Wir sind über 20 Männer und Frauen hier. Wir haben die Laufgruppe ,Spero‘ (lateinisch: Ich hoffe) gegründet, damit die Flüchtlinge auch durch den Sport besser Deutsch lernen und sich dadurch besser integrieren können. Einige trainieren selbstständig und haben schon an mehreren Wettkämpfen teilgenommen. Beim Spendenlauf in Rostock sind wir durch Eis und Schnee gelaufen.“ Sie stellte Johannes Amine aus Eritrea vor, der ein talentierter Läufer sei. Und tatsächlich, am Ende sollte Johannes einen großartigen dritten Platz in der Gesamtwertung der Männer erzielen. Sandra Rieck selbst war auch etwas aufgeregt, denn sie ging erstmals mit an den Start und absolvierte die Walkingstrecke über 4,64 Kilometer.

Ulrich Hammerich war neben der AOK Nordost und dem Kreisjugendring Veranstalter des Laufevents. „Ich bin vor einigen Monaten ja auch zum Laufen gekommen. Eigentlich dachte ich, laufen geht gar nicht und begann mit dem Walken. Aber jetzt laufe ich eine halbe Stunde durch. Im nächsten Jahr gehe ich mit an den Start“, versicherte der Inhaber von Hammerich Orthopädie Wismar.

Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) musste zugeben, dass sie nicht um den Sieg mitlaufen könne. „Ich bin nach meiner Verletzung erst viermal privat gelaufen. Aber über fünf Kilometer gilt der olympische Gedanke und ich will die Aktion vom ,Boot‘ unterstützen. Ich finde das toll, dass so viele Mitglieder der ,Spero‘-Laufgruppe heute dabei sind.“ Neben Birgit Hesse begrüßten Uwe Thom, Wismars AOK-Niederlassungsleiterin Ute von Tilinsky, Sandra Rieck und der Präsident der Bürgerschaft, Tilo Gundlack (SPD) alle Läufer. Gundlack spannte einen Regenschirm auf und meinte: „Heute bin ich ja ein richtiger Schirmherr. Schön, dass trotz des regnerischen Wetters so viele Läufer aus der Region gekommen sind. Viel Erfolg!“ Und auch Michael Fesseha sprach einige Worte, allerdings auf Tigrinya. Das verstanden zwar nur einige Starter, aber für die freundliche Geste erhielt der Läufer Applaus.

Ergebnisse

2,25 km-Lauf: männlich: 1. Chris Thomassek (Neuburg) 11:19 min, 2. Oliver Siedenschnur (Wismar) 12:21, 3. Titus Mack (Wismar) 12:32; weiblich: 1. Clara Tonecker (Beckerwitz) 11:30, 2. Carolin Forssman (Rohlstorf) 12:27, 3. Klara Stapusch (Babst) 13:47

4,64 km-Lauf: männl.: 1. Emanuel Kokob (Wismar) 19:30 min, 2. Matthias Kühn (Wismar) 19:38, 3. Luis Dannewitz (Wismar) 20:03; weibl.: 1. Lara Hardt (Wismar) 22:22, 2. Julia Gantz (Wismar) 24:21, 3. Vroni Gerlach (Gagzow) 24:56

4,64 km Walking: männl.: 1. Okbayes Weldegebrial 35:11 min, 2. Thomas Metzner (Wismar) 35:12, 3. Ahmad Alobed (Wismar) 36:18; weibl.: 1. Christine Küper-Sprick (Wismar) 35:19, 2. Jana Sprockhoff (Wismar) 36:08, 3. Julia Kulzer (Groß Krankow) 36:52

9,16 km-Lauf: männl.: 1. Florian Kühn (Wismar) 35:21 min, 2. Marco Wien (Grevesmühlen) 35:48, 3. Johannes Amine (Eritrea) 35:51; weibl.: 1. Ariane Stapusch (Babst) 43:05, 2. Steffi Köpcke (Bad Kleinen) 51:04, 3. Kathrin Hoffmann (Wismar) 51:55

Von Frank Peter Reichelt

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Knapp 1500 Kinder haben sich im letzten Jahr an den Kreisjugendsportspielen beteiligt, und auch zur 4. Auflage soll in Hallen, auf den Sportplätzen oder im Schwimmbecken ordentlich Stimmung sein.

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