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Trotz Trennung: Müllmenge nimmt zu

Wismar/Grevesmühlen Trotz Trennung: Müllmenge nimmt zu

127 Kilogramm Restmüll produziert jeder Nordwestmecklenburger pro Jahr

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Die Deponie Ihlenberg.

Wismar/Grevesmühlen. Gerade einmal 4000 Biotonnen gibt es in Nordwestmecklenburg. „6000 könnten wir erreichen, aber wir sind nunmal ein ländlich geprägter Landkreis, da haben viele ihren Komposthaufen“, sagt Norbert Frenz, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes des Landkreises. Und trotzdem landet jede Menge Biomüll im ganz normalen Hausmüll. „Etwa 40 Prozent sind es“, sagt Norbert Frenz. „Viel zu viel, aber leider nicht zu ändern.“

 

OZ-Bild

Norbert Frenz

Quelle:

Müllaufkommen in 2015

Restabfall: 14343 Tonnen (bei 113242 Einwohnern, ohne Stadt Wismar, 2008 waren es 14448 Tonnen)

Papier: 8763 Tonnen (8705)

Glas: 3047 Tonnen (3355)

Verpackungen: 5209 Tonnen (4270)

Biotonne: 1036 Tonnen (921)

Textilien: 164 Tonnen (59)

Gartenabfälle: 6360 Tonnen (4423)

Sperrmüll: 4367 Tonnen (3075)

Kühlgeräte: 117 Tonnen (170)

Denn trotz der vielen bunten Mülltonnen für die verschiedenen Reststoffe wie Papier, Verpackungen und Bioabfall hat sich die Menge an Restmüll nicht verringert. „Das bedeutet in der Summe, dass es mehr Müll gibt, das muss man so sagen“, erklärt der Experte des Abfallwirtschaftsbetriebes. Das Grundproblem sei die fehlende Bereitschaft, den Müll zu trennen. „Vor allem in den großen Wohneinheiten haben die Leute keinen direkten Bezug zu den Kosten, die der Müll verursacht. Die Abfälle werden in die Sammelbehälter gebracht und fertig. Wer seine eigene Mülltonnen vor der Tür hat, achtet schon mehr darauf“, so Frenz. Die Nordwestmecklenburger sind allerdings im Landesvergleich noch ziemlich sparsam, was das Müllaufkommen anbetrifft. Mit 127 Kilogramm pro Kopf und Jahr liegen sie 60 Kilogramm unter dem Landesdurchschnitt. Allerdings hat diese Statistik einen kleinen Haken. „Beim Land sind die Gewerbeabfälle mit eingerechnet, da wir im Landkreis nicht so viel Gewerbe haben, stimmt die Rechnung nicht ganz. In Wismar sieht es schon wieder ganz anders aus.“

Deutlich gestiegen ist in den vergangenen acht Jahren das Aufkommen an Sperrmüll sowie Verpackungen, bei den Gartenabfällen verzeichnet das Unternehmen ebenfalls einen Anstieg.

Die Abfalltonne für Restmüll ist übrigens Pflicht. Immer wieder klagen Leute gegen die Behörde, weil sie angeben, keinen Müll zu haben und die Gebühren nicht zahlen wollen. Frenz: „Es geht nicht, dass jemand keinen Müll hat.“

OZ

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