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Umweltpreis: Noch Kandidaten gesucht

Umweltpreis: Noch Kandidaten gesucht

Langsam wird die Zeit knapp: noch bis zum 30. Juni haben Einzelpersonen, Vereine, Verbände, Institutionen und Kommunen die Möglichkeit, Kandidaten vorzuschlagen. 2000 Euro Preisgeld lobt der Landkreis Nordwestmecklenburg alle zwei Jahre für besonderes Umweltengagement aus.

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Umweltpreisträger 2009: Torsten Richter präsentiert Netzstielige Hexenröhrlinge, gefunden im Heinrich Sternberg Park in Rehna.

Quelle: Fotos: Nicole Hollatz

Langenwerder/Metelsdorf. Langsam wird die Zeit knapp: noch bis zum 30. Juni haben Einzelpersonen, Vereine, Verbände, Institutionen und Kommunen die Möglichkeit, Kandidaten vorzuschlagen. 2000 Euro Preisgeld lobt der Landkreis Nordwestmecklenburg alle zwei Jahre für besonderes Umweltengagement aus.

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Langsam wird die Zeit knapp: noch bis zum 30. Juni haben Einzelpersonen, Vereine, Verbände, Institutionen und Kommunen die Möglichkeit, Kandidaten vorzuschlagen. 2000 Euro Preisgeld lobt der Landkreis Nordwestmecklenburg alle zwei Jahre für besonderes Umweltengagement aus.

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Erster Preisträger war Pilzverein Rehna

Erstmals wurde 2009 der Umweltpreis vergeben: an die Ehrenamtler vom Pilzverein „Heinrich Sternberg“ Rehna e.V.. „Wir haben das Geld gut investiert, beispielsweise in Technik für Makrofotografie", erzählt der Vereinsvorsitzende Torsten Richter und berichtet von der Vereinsarbeit zwischen Umweltbildung, Aufklärung und Forschung. „Wir sind der einzige Pilzverein im Land! In Kiel hat sich auch gerade einer gegründet, die haben uns in Rehna um Hilfe gefragt.“ Als Biologie-Lehrer arbeitet er gerne mit Jugendlichen und sensibilisiert sie für das Biotop und die Vielfalt. „Nachwuchssorgen haben wir als Verein nicht. Es geht nicht nur darum, die Art bestimmen zu können, den Pilz kannst du essen und den nicht. Wir wollen wissen, was bei uns an Pilzen wächst. Pilze sind wichtig im Naturkreislauf, ohne Pilze würde die Natur nicht funktionieren“, erzählt Richter begeistert.

1300 verschiedene Pilzarten haben die Mykologen allein im Waldgebiet von Boltenhagen nachgewiesen. Pilzsammler werden derzeit dank des feuchtwarmen Wetters schnell fündig: Torsten Richter hat gerade prächtige Röhrlinge im Rehnaer Heinrich Sternberg Park gefunden – zwei bis drei würden schon für eine Mahlzeit reichen. Anhand der Beschreibung des Fachmanns erkennt man den Pilz auch: „Der olivbraune Hut kann im Durchmesser bis zu 25 cm betragen. Der oft bauchig angeschwollene Stiel trägt ein grobes Netz. Die Porenschicht unter dem Hut ist schön orange bis rot und bläut auf Druck schnell. Auch das Fleisch verfärbt sich sekundenschnell blau. Der netzstielige Hexenröhrling ist essbar, sollte aber besser ohne Alkohol genossen werden.“

Preisgeld half bei Fachkolloquium

„Ohne das Preisgeld hätten wir so ein großes Fachkolloquium nicht machen können“, erzählt Bernd Heinze, Vorsitzender des Vereins „Langenwerder zum Schutz der Wat- und Wasservögel e.V.“. Der Verein wurde 2015 mit dem Umweltpreis ausgezeichnet. Die 2000 Euro Preisgeld halfen sehr. Zusammen mit weiteren finanziellen Mitteln auch von Sponsoren konnte der Verein in diesem März das Fachkolloquium mit rund 100 Teilnehmern, darunter Wissenschaftler aus Deutschland, Dänemark und Polen durchführen. „Das Preisgeld hat uns in die Lage versetzt, überhaupt über ein Kolloquium in dieser Größenordnung nachzudenken“, betont Bernd Heinze. Den Verein gibt es schon seit 20 Jahren. Der ursprüngliche Vereinsauftrag, der Schutz des Naturschutzgebietes Insel Langenwerder, wurde 2003 erweitert. Dem Verein mit aktuell 140 Mitgliedern wurde die Betreuung des Naturschutzgebietes Kieler Ort übertragen. 2007 kam noch das Naturschutzgebiet Insel Walfisch in der Wismarbucht dazu. „Wir betreuen die drei Schutzgebiete vor Ort. Auf allen drei Inseln gibt es Vogelwärter. Wir arbeiten gut mit den Behörden und Kommunen zusammen und sensibilisieren für das Thema Naturschutz", erklärt Bernd Heinze. Immer sonntags gibt es Langenwerder-Führungen: „Natürlich nicht auf der Insel, die Insel ist voller Gelege.“

Metelsdorfer Natur- und Geschichtswanderweg

2013 wurden Martin Bauer aus Grevesmühlen und Ulrich Gilde aus Klüssendorf, Gemeinde Metelsdorf, für ihr Umweltengagement geehrt. Bauer ist ehrenamtlicher Gebietsbetreuer für fünf Flora-Fauna-Habitat-Gebiete sowie für die darin befindlichen Naturschutzgebiete. Gilde, Bürgermeister von Metelsdorf, wurde unter anderem für seinen Einsatz für den Metelsdorfer Natur- und Geschichtswanderweg geehrt. „Ein 6,5 Kilometer langer Rundweg, der alle vier Dörfer miteinander verbindet“, sagt Ulrich Gilde und wirbt für einen Ausflug in die Natur, beispielsweise zu den Metelsdorfer Quellen, die mit ihrem Wasser jahrhundertelang Grundlage für das Wismarer Bier waren. Um auf all diese Schätze in Natur und Geschichte aufmerksam zu machen, wurden in den letzten zehn Jahren Rastplätze und Informationstafeln installiert. Am 23. Juni wurde der nächste Abschnitt der Öffentlichkeit übergeben. „Die Radwegelücke von Metelsdorf bis Bobitz wurde geschlossen. Bei den Bauarbeiten fand man zwei Siedlungsplätze. Mit anderen Ehrenamtlern haben wir einen Rastplatz eingerichtet und Informationstafeln erstellt“, erzählt Gilde. Sein Geheimtipp ist übrigens der Rastplatz auf der Anhöhe zwischen Nakensdorf und Klüssendorf. „Von dort aus hat man einen fantastischen Blick auf ganz Wismar.“

Noch Bewerbungen möglich

Zum fünften Mal vergibt der Landkreis Nordwestmecklenburg den Umweltpreis. Die Ehrung erfolgt immer im jährlichen Wechsel mit dem Kulturpreis.

Vorschläge können bis zum 30. Juni an den Kreis Nordwestmecklenburg, Büro der Landrätin, Postfach 1565, 23958 Wismar oder per E-Mail an landraetin@nordwestmecklenburg.de gesendet werden. Ausschreibung unter www.nordwestmecklenburg.de

Nicole Hollatz

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