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Wismar Spielen und mehr im Alten Hafen
Mecklenburg Wismar Spielen und mehr im Alten Hafen
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10:56 26.09.2018
So soll die Freizeitfläche zwischen den Speichern im Alten Hafen aussehen. Quelle: Stadt
Wismar

 Lange wurde debattiert und gestritten, wie die Freifläche zwischen den Speichern im Alten Hafen aussehen soll. Jetzt hat das Vorhaben eine große Hürde genommen. Der Unesco-Sachverständigenbeirat, der die Stadt in wichtigen Gestaltungsfragen berät, hat grünes Licht gegeben.

Das Modell zeigt die geplante Freizeitfläche zwischen den Speichern im Alten Hafen. Quelle: Heiko Hoffmann

Bäume, Sträucher, Spielplatz, Sitzgelegenheiten, Flächen für Veranstaltungen, Boule und Kubb (Wikingerschach), Lampen, Fahrradständer und Hinweisstelen – für all das soll auf der etwa 70 mal 35 Meter großen Freizeitfläche zwischen Ohlerich-, Kruse- und Thormannspeicher Platz sein.

Fertigstellung 2020

Nach Angaben der Stadtverwaltung geht es jetzt an die Ausführungsplanung. Die Arbeiten sollen 2019 beginnen, die Fertigstellung ist 2020 vorgesehen. Bei den Kosten ist von mindestens 500000 Euro auszugehen. Fördermittel sollen einfließen.

Frank Pieter Hesse, Unesco-Sachverständigenbeirat Wismar Quelle: Hoffmann Heiko

„Alles in allem haben wir die Planung sehr positiv beurteilt“, so Beiratssprecher Frank-Pieter Hesse. Noch im Januar hatte der Beirat das Projekt kritisiert. Von zu viel Grün war unter anderem die Rede. Am Montag sagte Hesse, dass es sich gelohnt habe, die Planung fortzusetzen und einen Workshop mit breiter Beteiligung durchzuführen, „um ein Ergebnis zu haben, was auch in der Bevölkerung Zustimmung findet“.

Bei dem Workshop im Juni konnten die Teilnehmer ihre Wünsche einbringen. Es gab drei Arbeitsgruppen, Punkte wurden verteilt. Wünsche mit den meisten Punkten sind in die Planung eingeflossen.

Der Grundriss der Platzgestaltung basiert auf zwei Schuppen, die dort einmal gestanden haben. Auf der linken Seite in Richtung Ohlerichspeicher dominieren Grünes – insgesamt wird es 13 Bäume geben – und Spielangebote. Die rechte Fläche wird freigelassen für Kubb und Boule und um dort Events veranstalten zu können.

Eine Umzäunung ist nicht vorgesehen. Aus Sicht des Beirates würde das den Zugang zur Fläche und die Nutzung einschränken. Ein Wismarer hatte bei der Präsentation am Montag einen Zaun mit dem Hinweis auf ein mögliches Hundeklo vorgeschlagen. Auch der Bauausschuss hatte in der Vergangenheit einen Zaun diskutiert.

Aus Knast wird Hostel

Aus dem ehemaligen Gefängnis und der früheren Jugendarrestanstalt in der Kellerstraße 1 wird ein Hostel. Quelle: Hoffmann Heiko

Dass aus der früheren Jugendarrestanstalt zwischen Fürstenhof und Marienkirchturm ein Hostel werden soll, stieß beim Unesco-Beirat auf Zustimmung. Frank-Pieter Hesse: „Der Vorschlag ist ausgezeichnet.“ Beim Tag des offenen Denkmals im September hatten Hunderte Besucher das denkmalgeschützte Gebäude mit den 16 Einzelzellen in der Kellerstraße besichtigt.

Investor Marco Krentz will bis Jahresende den Bauantrag stellen und Mitte 2019 mit den Arbeiten loslegen. Die Fertigstellung ist für Anfang bis Mitte 2020 vorgesehen. Geplant seien 30 Zimmer mit 60 Betten. Zum Fürstenhof wird es einen Durchgang geben. Ein eingeschossiger Anbau auf der Hofseite ist für Frühstück, Café und kleinere Veranstaltungen.

Marco Krentz: „Für uns sind die Gespräche mit dem Beirat sehr gut gelaufen. Es gibt noch ein paar Stellschrauben, aber wir sind insgesamt mit dem Vorhaben schon recht weit.“ Bebaut werden soll auch die Lücke neben der ehemaligen Jugendarrestanstalt. Noch offen ist, ob die Nutzung zum Hostel gehören wird oder reines Wohnen beinhaltet.

Seehafen plant Verwaltungsneubau

An der Ecke Kopenhagener/Stockholmer Straße (jetzt Parkplatz) plant der Seehafen ein neues Verwaltungsgebäude. Quelle: Heiko Hoffmann

Vorgestellt wurde dem Sachverständigenbeirat auch ein Projekt für ein neues Verwaltungsgebäude des Seehafens. Vorgesehen ist dies an der Ecke Kopenhagener/Stockholmer Straße (jetzt kleinerer Parkplatz).

Das Vorhaben sei noch komplett in der Prüfphase, Ende November soll es Klarheit geben, so Seehafen-Geschäftsführer Michael Kremp. Weitere Angaben wollte er nicht machen. Das Verwaltungsgebäude des Seehafens befindet sich jetzt hinter der Schranke auf dem Unternehmensgelände. Während der Beiratssitzung am Montag hieß es, dass es Überlegungen gibt, das Gebäude abzureißen und die Fläche für den Umschlag zu nutzen.

Die vorgestellten Ideen für den Neubau stießen auf wenig Gegenliebe. Es wirke wie ein Fremdkörper. Angeraten wurde eine Fassade in Ziegelbauweise und ein Wettbewerb mit fünf Architekturbüros. Die Ergebnisse würden dann erneut im Beirat besprochen werden.

Geschäftshaus für 60 Mitarbeiter

Vorgestellt wurde dem Expertengremium auch eine unstrittige Lückenbebauung mit einem Wohnhaus in der Frischen Grube 29 sowie ein neues Büro- und Geschäftshaus an der Ecke Schiffbauerdamm/Lagerstraße. Die Firmen Lachs von Achtern (Agentur für Design, Werbung, Marketing) und Click Solutions (Internetlösungen, IT-Beratung) planen einen Neubau für 60 Mitarbeiter. Hier werden noch einige Punkte diskutiert.

Heiko Hoffmann

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