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Unesco-Beirat gibt grünes Licht für Kabinen-Hotel der Werft

Wismar Unesco-Beirat gibt grünes Licht für Kabinen-Hotel der Werft

Auf der Freifläche am früheren Holzhafen entstehen mehrere Gebäude / Etwa 500 Kabinen werden verbaut / Geplant ist eine Parkpalette für die Beschäftigten

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Draufsicht: Zwischen Schiffbauerdamm und den Straßen Alter Holzhafen und Lagerstraße entstehen die sechs Häuser für die Unterkünfte von Mitarbeitern sowie die Parkpalette (in der Mitte).

Wismar. Auch das wird sich heute Malaysias Premierminister Najib Razak ansehen, wenn er Wismar besucht: Die Fläche, auf der der malaysische Genting-Konzern ein Kabinen-Hotel für MV Werften bauen will. Und wer weiß, vielleicht wird der Premierminister bei seinem nächsten Besuch dort nächtigen.

OZ-Bild

Auf der Freifläche am früheren Holzhafen entstehen mehrere Gebäude / Etwa 500 Kabinen werden verbaut / Geplant ist eine Parkpalette für die Beschäftigten

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Der Unesco-Welterbebeirat, der die Hansestadt bei Bauvorhaben maßgeblich berät, hat jedenfalls grünes Licht für das Projekt gegeben. Das Expertengremium hat am Montag in Wismar getagt. Die Werft um Geschäftsführer Jarmo Laakso hat das Projekt vorgestellt. „Ohne Vitalität kein Leben“, sprach Unesco-Beiratssprecher Prof. Volkwin Marg von einem „absoluten Highlight für Wismar“ angesichts der neuen Investitionen durch die Werft.

Insgesamt acht Gebäude sind vorgesehen. Im vorderen Bereich, an der Ecke Schiffbauerdamm/Alter Holzhafen, entsteht eine Art Kommandobrücke mit Lounge und Aufenthaltsbereich. Westlich entstehen drei Gebäude mit Staffelgeschoss (vorne drei, hinten vier Geschosse). Die oberen Geschosse sind für das Wohnen bestimmt, im Erdgeschoss ist die Rede von Folgeeinrichtungen wie zum Beispiel Läden oder Fitnesscenter. Auf der östlichen Seite entstehen zwei Dreigeschosser, in der Mitte zwei Zweigeschosser sowie eine Parkpalette für die Bewohner.

Die Höhen entsprechen dem Bebauungsplan. Der Beirat hat den Vorschlag unterbreitet, sämtliche Gebäude dreigeschossig zu errichten. Am Bauvolumen würde das nichts ändern. Aber es würde eine Änderung des B-Planes und ein längeres Planverfahren bedeuten. Die Werft wolle dies prüfen.

Optisch soll der Backstein dominieren. Dass Schiffskabinen verbaut werden, wird äußerlich unverkennbar sein, denn das ist der Clou am Kabinen-Hotel. Von 500 Einzelkabinen ist die Rede. „Es entsteht keine Jugendherberge, kein Hotel, kein Heim, sondern ein Ort, wo Mitarbeiter anständig und gut beherbergt werden“, beschreibt Prof. Volkwin Marg das Wohnprojekt. Offiziell wird der sperrige Begriff „Neubau Betrieb des Beherbergungsgewerbes für die Werft“ genutzt. Die Kabinen sind rund 20 Quadratmeter groß. Es werden Kabinen verbaut, die in Genting-Schiffen zum Einsatz kommen.

Die Unterkünfte sind für zum Teil hoch qualifiziertes Personal wie Ingenieure sowie für Kunden, eigene Mitarbeiter und Beschäftigte von Zulieferbetrieben und auch für Crews, die einige Monate, bevor das Schiff ablegt, eingearbeitet werden. Daher werde es Kabinen in unterschiedlicher Ausstattung geben.

Das Grundstück hatte die Werft bereits im Sommer von der Stadt erworben. Eine Pfahlgründung ist erforderlich. Der Beginn der Arbeiten hängt maßgeblich davon ab, ob die Werft am jetzigen B-Plan festhält oder Änderungen anstrebt.

2020 soll das erste Mega-Kreuzfahrtschiff die Werft verlassen. Es soll das größte in Deutschland gebaute Schiff sein. Es ist 340 Meter lang und 45 Meter breit.

Premierminister

Malaysias Premierminister Najib Razak und Mustapa Mohamed, Minister für Internationalen Handel und Industrie, besuchen heute Mecklenburg-Vorpommern. Nach einem Gespräch in der Staatskanzlei in Schwerin kommt die Delegation nach Wismar.

Bürgermeister Thomas Beyer begrüßt die Gäste um 12.30 Uhr. Im Rathaus trägt sich Razak ins Goldene Buch der Hansestadt ein. Danach besichtigt er die Werft, die jetzt zur malaysischen Genting-Gruppe gehört.

Die Marktumfahrt ist aufgrund des Besuchs von 7 bis 17 Uhr gesperrt.

Der Botschafter von Malaysia , Seine Exzellenz Dato‘ Zulkifli Adnan, hatte im August die MV Werften Wismar GmbH besucht. Sie gehört seit März zum malaysischen Genting-Konzern. Der Diplomat ließ sich die Investition, das Bauprogramm und die nächsten Schritte vorstellen und nahm das Dock in Augenschein.

Heiko Hoffmann

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