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Unternehmen aus der Region stellen Schülern ihre Jobs vor

Neukloster Unternehmen aus der Region stellen Schülern ihre Jobs vor

Die Regionale Schule in Neukloster hat ein umfassendes Konzept zur Berufsorientierung ausgearbeitet

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Zwei Schüler bereiten im Fach „Produktives Lernen“ Powerpoint-Präsentationen vor.

Quelle: Fotos: Manuela Wilk

Neukloster. An einem Tag Kfz-Mechaniker, am nächsten Tag wieder Schüler – in der Regionalen Schule in Neukloster werden Berufserfahrungen und Unterrichtsstunden eng verknüpft. „Produktives Lernen“ nennt sich dieses Fach. „Wir wollen damit auch Schülern, die es nicht so leicht haben, die Berufsreife oder Mittlere Reife ermöglichen“, erklärt Schulleiter Roland Polzin. Zwei bis vier Jahre Zeit bekommen die Jugendlichen für ihren Abschluss. Das Besondere dabei – das Schuljahr teilt sich in Trimester. In jedem Abschnitt besuchen die Schüler einen anderen Betrieb und arbeiten drei Tage pro Woche. Knapp 20 Schüler nehmen das Angebot derzeit wahr.

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Die Regionale Schule in Neukloster hat ein umfassendes Konzept zur Berufsorientierung ausgearbeitet

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„Am Ende jedes Trimesters müssen sie einen Vortrag halten und von ihren Erfahrungen berichten“, erklärt Lehrerin Carola König. Die Leistung werde von den Lehrern und Mitschülern bewertet. „Die Schüler sollen sich ausprobieren und den richtigen Beruf finden“, sagt die Pädagogin. Ein Schüler habe mal bei einem Tischler gearbeitet und eine Fußbank gebaut. „Das war dann auch das Thema seiner Präsentation.“ Ein weiteres Ziel: Die späteren Lehrlinge sollen ihre Ausbildung nicht abbrechen.

Nicht nur im „Produktiven Lernen“ werden die Schüler aufs Berufsleben vorbereitet. „Wir haben ein ganzes Konzept dazu entwickelt“, sagt Schulleiter Polzin stolz. In der 5. Klasse beginnt die Berufsorientierung. „Da haben wir einige Eltern hier, die ihre Jobs vorstellen.“ In Klasse sechs gehe es ebenfalls darum, die Schüler auf das Thema Ausbildung und Beruf einzustimmen. Auch das Fach ,Soziales Lernen’ trage dazu bei. „Wir vermitteln den Schüler Team- und Konfliktfähigkeit und üben mit ihnen die richtige Kommunikation für den Berufsalltag“, sagt Lehrerin Astrid Kröppelien.

An der Regionalen Schule Neukloster werden mehr als 300 Schüler in 17 Klassen unterrichtet. 25 Lehrer gehören zum Kollegium und betreuen die Kinder und Jugendlichen. Zudem arbeitet die Schule eng mit Unternehmen aus der Region, der Agentur für Arbeit sowie mit dem Bützower Berufsbildungsverein zusammen. „Es gibt Berufswahltests und in der 7. Klasse eine Potenzialanalyse“, sagt Schulleiter Polzin.

„Das ist wirklich hilfreich. Und die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit können einem bei der Wahl des Berufs helfen“, sagt Steven Pietsch. Der 16-Jährige möchte gern in der Natur arbeiten. „Das habe ich auch bei den Praktika gemerkt“, erklärt der Schüler. Bis zur 10. Klasse stehen vier Wochen Praktikum und mehrere Orientierungstage auf dem Lehrplan. Bereits in der 9. Klasse gibt es ein Planspiel. Die Jugendlichen müssen einen Kostenplan aufstellen und erfahren, wie viel von einem typischen Lehrlingsgehalt übrig bleibt.

Die Regionale Schule gehört zu den offenen Ganztagsschulen im Landkreis. Von Dienstag bis Donnerstag können die Schüler der fünften bis neunten Klassen aus verschiedenen Aktivitäten wählen. „Ich bin beim Aquarium dabei, mache Textiles Gestalten, Musik und Tanz sowie die bilinguale Hausaufgabenstunde mit“, erzählt Florence Joy Riecks.

Schulgarten wird angelegt

In der 7. und 8. Klasse soll ein neues Projekt eingeführt werden. Die Schüler planen selbstständig einen Schulgarten. Sie entscheiden, welche Pflanzen sie haben wollen und welche Gerätschaften gebraucht werden. Auch die Kostenkalkulation übernehmen die Jugendlichen. Außerdem stehen die Saat, die Pflege und die Ernte auf dem Programm. Das Projekt wird als sogenanntes Wahl- Pflicht-Fach angeboten.

Verpflegung

Das Mittagessen wird in der Kantine neben dem Hauptgebäude zubereitet. Die Schüler essen auch dort. Der Speiseplan ist im Internet einsehbar und die Kinder können aus mehreren Gerichten wählen.

Daneben sorgt die Schülerfirma „Snackbar“ für die Verpflegung in den Pausen. Es gibt unter anderem Sandwiches, Bockwurst, Süßigkeiten und Getränke. Auch hier müssen die Jugendlichen selbstständig kalkulieren und arbeiten.

Freizeitangebote

Als offene Ganztagsschule bietet die Regionale Schule Neukloster mehrere Nachmittagskurse an. Von der Hausaufgabenstunde in deutscher oder englischer Sprache, über Fußball, Töpfern und Textiles Gestalten findet wohl jeder ein passendes Fach. Zudem gibt es Musik und Tanz, Reiten, das Aquarium und die Gruppe Kre-Aktiv. Die Kurse finden von Dienstag bis Donnerstag in der siebenten und achten Stunde statt.

Manuela Wilk

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