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Wismar Urlauber finden toten Schweinswal
Mecklenburg Wismar Urlauber finden toten Schweinswal
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00:00 25.08.2016
Das männliche Tier ist wohl schon einige Tage tot. Quelle: Wolfgang Bauer

An der Steilküste zwischen Steinbeck und Elmenhorst ist vorgestern ein toter Schweinswal entdeckt worden. Das Tier lag verendet auf Höhe einer Abbruchstelle am Strandufer. Es ist vermutlich schon einige Tage tot.

Das Tier wurde an der Steilküste zwischen Steinbeck und Elmenhorst entdeckt

Die Urlauber Wolfgang und Rosemarie Bauer hatten den Meeressäuger bei einer Wanderung in Richtung Travemünde gesichtet. „Gegen 11 Uhr haben wir etwas Ungewöhnliches entdeckt“, schildert das Ehepaar.

Zunächst hätten sie gar nicht erkannt, was sie dort aufgefunden hatten. „Es war nicht zuzuordnen. Wir haben uns im ersten Moment schon ein wenig erschrocken“, gibt Rosemarie Bauer zu. Doch beim Nähern wurde ihnen klar: Hier liegt ein toter Wal. „Es hat ziemlich stark gerochen und die Möwen hatten sich dran zu schaffen gemacht“, berichtet Wolfgang Bauer. Die Urlauber aus dem Sauerland meldeten den Fund beim Vermieter ihrer Ferienwohnung in Redewisch. Er wiederum gab dem Deutschen Meeresmuseum in Stralsund Bescheid, das sich um das angespülte Tier kümmert.

„Es handelt sich hier um einen männlichen Schweinswal, der vermutlich schon länger als eine Woche tot ist“, erklärt Michael Dähne, Kurator für Meeressäugetiere am Deutschen Meeresmuseum, beim Blick auf das Foto. Über eine Todesursache könne der Experte anhand des Bildes aber keine Angaben machen. „Dieses Exemplar ist schon sehr stark verwest“, sagt Dähne. Die Wale würden nach dem Tod zunächst zum Meeresboden sinken und später durch entstehende Gase auftreiben. Eventuell lag der Wal auch nicht erst seit vorgestern am Strand, wurde an dem eher ruhigen Küstenabschnitt aber nicht eher entdeckt.

Laut Dähne werden jährlich 30 bis 50 tote Schweinswale an den Küsten Mecklenburg-Vorpommerns gemeldet. Sie sind gefährdet durch ungewollten Beifang in der Fischerei, Unterwasserlärm, Umweltschadstoffe und wahrscheinlich Plastik im Meer. „Die Population im dänischen Gewässer, zu dem dieses Tier vermutlich zählt, wird auf 12000 bis 40000 geschätzt“, berichtet Dähne. Die Population der inneren Ostsee sei dagegen vom Aussterben bedroht. Nicht mal mehr 500 Exemplare vermuten die Forscher hier.

Sichtungen melden!

Das Deutsche Meeresmuseum sammelt zufällige Sichtungen von Meeressäugetieren der Ostsee sowie Totfunde an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Hinweise werden unter der Telefonnummer 03831 /2650 3333 entgegengenommen. Bei Totfunden wird damit auch sichergestellt, dass das Tier so schnell wie möglich abgeholt werden kann. Bei Lebendstrandungen melden Sie sich bitte außerdem unter 0173 /9688267 bei Michael Dähne, dem Kurator für Meeressäugetiere.

Daniel Heidmann

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