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Vandalismus verursacht hohen Schaden an Kita in Bad Kleinen

Bad Kleinen Vandalismus verursacht hohen Schaden an Kita in Bad Kleinen

Aus mutwillig zerstörtem Rohr fließt Wasser. Eine Lösung für ein Ausweichquartier ist noch nicht gefunden.

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Wasserschaden in der Kita: Die Räume mit den Möbeln für die Kleinsten sind betroffen. Astrid Milke, stellvertretende Kita-Leiterin, ist verärgert.

Bad Kleinen. Ein Wasserschaden in der Kindertagesstätte in Bad Kleinen sorgt für erheblichen Unmut. Vor allem die Umstände rufen Entrüstung vor. Wie erst jetzt bekannt wurde, ereignet sich die Tat bereits am Dienstagabend.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei kletterten drei Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren über den Zaun der Kita „Uns Flinkfläuter“ in der Schulstraße. An der Rückseite des Gebäudes, genauer gesagt an dem im Jahr 2000 errichteten Anbau, entdeckten sie an der Außenwand einen Wasserhahn. Diesen bearbeitete ein 16-Jähriger so lange mit dem Fuß, bis er nur noch lose in der Wand hing.

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Wasserschaden in der Kita: Die Räume mit den Möbeln für die Kleinsten sind betroffen. Astrid Milke, stellvertretende Kita-Leiterin, ist verärgert.

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Dann nahm er den Wasserhahn und begann ihn zu drehen. Wegen dieser Gewalteinwirkung knickte das ins Innere des Gebäudes verlaufene Rohr an einer Eckverbindung ab — und das Wasser begann zu sprudeln.

Die Jugendlichen verließen den Ort, ohne sich weiter um den Schaden zu kümmern. Polizeihauptmeister Wolfgang Schiek: „Wir wissen den Hergang deshalb so genau, weil sich der Tatverdächtige einen Tag später seiner Mutter offenbart und auch der Bruder darüber im Jugendclub erzählt hat.“

Außerdem wurden die drei Jugendlichen von einem Nachbarn zur Tatzeit auf dem Kita-Gelände gesehen. Als am nächsten Morgen die Frühschicht um 5.30 Uhr die Tür öffnete, traute sie ihren Augen nicht:

Der Flur, zwei Räume, die Küche und der Sportraum standen mehrere Zentimeter unter Wasser. Insgesamt sind mehr als 290 Quadratmeter überflutet.

„Die Mitarbeiterinnen dachten erst, dass vielleicht ein Schlauch von der Spülmaschine geplatzt ist“, erinnert sich Astrid Milke, stellvertretende Leiterin der Kindertagesstätte. Aber die Ursache war schnell gefunden und bei der Polizei angezeigt.

Wie hoch der entstandene Schaden ist, steht noch nicht fest. Erst muss ein Gutachter der Versicherung tätig werden. Klar ist, dass wohl die Beläge, die Fliesen, das Laminat und Linoleum entfernt und der Boden darunter aufgebohrt werden müssen. Anschließend muss eine Trocknung erfolgen, da sich die Mauern wie ein Schwamm voll gesogen haben. Allerdings bleibt nicht viel Zeit, bevor das Ganze zu schimmeln beginnt.

Auch die Möbel, die Betten, die Schränke, Kommoden, Tische und Stühle sowie zahlreiches Spielzeug, das auf dem Boden gestanden hat, sind zum Großteil nicht mehr brauchbar und müssen ausgetauscht werden.

Ein großes Problem ist darüber hinaus die Unterbringung der Kinder. 24 Mädchen und Jungen im Alter von ein bis drei Jahren sind jetzt quasi obdachlos. Sie können während der Trockenlegung und anschließenden Renovierung nicht bleiben. Seitens der Gemeinde als Träger der Einrichtung wird überlegt, Wohncontainer aufzustellen. Für die benötigten zwei bis drei Monate würden vier Container laut Angebot einer Hamburger Firma die Gemeindekasse mit etwa 5000 Euro belasten. „Das Geld haben wir eigentlich überhaupt nicht. Es könnte eventuell nur von dem genommen werden, was eigentlich für Investitionen in der Kita geplant war“, schildert der Finanzausschussvorsitzende Bernd Heidrich (Die Linke) die prekäre Lage. Ob auch die Möglichkeit besteht, ältere Kinder der Einrichtung vorläufig im Jugendclub oder in den Horträumen der benachbarten Regionalschule unterzubringen, wird zurzeit noch geprüft.

 



Peter Täufel

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Wasserschaden in der Kita: Die Räume mit den Möbeln für die Kleinsten sind betroffen. Astrid Milke, stellvertretende Kita-Leiterin, ist verärgert. Foto: Peter Täufel

Jugendliche zerstören mutwillig ein Rohr und setzen das Gebäude in Bad Kleinen unter Wasser. Eine Lösung für ein Ausweichquartier ist noch nicht gefunden.

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