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Vater bedroht Richter und erhält Hausverbot

Schwerin/Wismar Vater bedroht Richter und erhält Hausverbot

Aufgeheizte Stimmung im Prozess um eine Messerattacke in Wismar wegen eines Facebook-Streits: Gestern erteilte der Vorsitzende Richter Otmar Fandel dem Vater des ...

Schwerin/Wismar. Aufgeheizte Stimmung im Prozess um eine Messerattacke in Wismar wegen eines Facebook-Streits: Gestern erteilte der Vorsitzende Richter Otmar Fandel dem Vater des Angeklagten Hausverbot im Landgericht Schwerin. Im Foyer soll der Mann Fandel aggressiv und lautstark bedroht haben. „Er hat Ausdrücke benutzt, die ich nicht wiedergeben möchte“, sagte der Richter. Angehörige des Angeklagten wirkten mitgenommen. Es flossen Tränen.

Zuvor hatte sich der 29-jährige Sohn detailliert zur Tat geäußert. Schon am ersten Prozesstag hatte er den versuchten Totschlag gestanden. Gestern sagte er: „Ich habe mich falsch verhalten. Heute bin ich schlauer.“

Im April habe er sich mit dem Opfer im Internet um ein Mathe-Rätsel gestritten. Es ging um die Aufgabe „Die Hälfte meiner Zahl ist die Hälfte von 400“. In einem Text soll das spätere Opfer ihn beleidigt haben. „Der Kommentar wurde gelöscht, bevor ich ihn lesen konnte“, erklärte der 29-Jährige. Ein Freund habe die Beleidigungen, die sich auch gegen die Mutter des Angeklagten richteten, gelesen und ihm davon erzählt. Der Wismarer soll danach das Opfer auf dessen Profil bedroht haben. Der Streit eskalierte einen Tag später. Der Angeklagte begegnete dem 19-jährigen Opfer zufällig. Er habe ihm mit einem Messer eine Lehre erteilen wollen. „Damit wollte ich seine Kleidung aufritzen.“ Beim Zusammenprall mit dem Opfer habe er nicht gemerkt, dass er zustach. Er habe den 19-Jährigen geschubst und angeschrien. Blut habe der Angeklagte weder am Opfer noch an der Waffe gesehen. Ein zweiter Stich sei ihm nicht bewusst, obwohl dieser den 19-Jährigen laut eines Gutachtens lebensbedrohlich verletzte. Das Messer und den Pullover habe er kurz darauf entsorgt.

Für den Richter ergaben sich noch Ungereimtheiten. Am 29. November sollen nochmals zwei Zeugen aussagen. Das Urteil soll voraussichtlich am 2. Dezember gesprochen werden.

acs

OZ

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