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Wismar 13 Wohnhäuser sollen versteigert werden
Mecklenburg Wismar 13 Wohnhäuser sollen versteigert werden
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16:00 05.11.2018
Insgesamt sollen 13 Wohngebäude mit 63 Wohneinheiten in Bad Kleinen versteigert werden. Quelle: Auktionshaus Karhausen AG
Bad Kleinen

Diese Nachricht kommt für viele Bewohner von Mietshäusern in Bad Kleinen überraschend: Die Gebäude, in denen sie leben, sollen versteigert werden. Erfahren haben sie das allerdings nicht von ihrem Vermieter – einer Immobiliengesellschaft aus Hamburg – sondern über den Buschfunk. Insgesamt 13 Gebäude mit 63 Wohnungen sollen am 7. Dezember unter den Hammer kommen. Betroffen sind Wohnhäuser mit den Adressen Hauptstraße 49 bis 59, Mühlenstraße 1, 2 und 3, Schulstraße 1, Rosensteig 2 bis 7. Das Mindestgebot liegt bei 1,79 Millionen Euro.

Anwohner und Bürgermeister sind überrascht

„Offiziell informiert wurden wir als Mieter bislang nicht“, berichtet ein Anwohner, der schon lange in einem der Gebäude in der Mühlenstraße lebt. Es gibt bislang weder einen Aushang im Hausflur, noch kam Post. In den letzten Jahren hätte der Vermieter viermal gewechselt.

Auch Bad Kleinens Bürgermeister Joachim Wölm (die Linke) zeigt sich überrascht und hatte noch nichts von der geplanten Versteigerung gehört. „Wichtig ist eigentlich nur, dass die Menschen, die dort wohnen, auch zukünftig ordentlich dort leben können.“

Verkauf wegen „unternehmerischer Gründen“

Dass es sich beim derzeitigen Nocheigentümer um eine private Hamburger Immobiliengesellschaft handelt, die in ganz Deutschland und vor allem auch in Norddeutschland aktiv ist, bestätigt Mathias Knake. Er ist Vorstand des Auktionshauses Karhausen mit Sitz in Berlin. „Die Objekte in Bad Kleinen gehören seit drei Jahren zum Bestand der Immobiliengesellschaft“, sagt er. Nun hätte die sich aus „unternehmerischen Gründen“ für eine Versteigerung entschieden. 1,79 Millionen Euro will die Gesellschaft mindestens für die Objekte an der Nordspitze des Schweriner Sees haben. „Es handelt sich hierbei um eine gut laufende Anlage, die mit erheblichem Aufwand instand gesetzt wurde“, erklärt der Grundstücksauktionator gegenüber der OZ. Zudem bestehen die Wohngebäude aus ganz verschiedenen Bautypen. „Das bietet Investoren viele Chancen. Wir gehen davon aus, dass die Objekte attraktiv für mögliche Bieter sind und eine Nachfrage besteht“, betont Mathias Knake.

Schon 20 Interessenten für Auktion

Rund 20 konkrete Anfragen gebe es bereits für die Auktion am 7. Dezember in Berlin. Der Grundstücksauktionator gehe aber davon aus, dass es in den nächsten fünf Wochen noch mehr werden. Das Mindestgebot sei mit dem derzeitigen Eigentümer nach Besichtigungen und Prüfungen der Immobilien abgestimmt. „Klar ist natürlich: Wenn es nur ein Gebot gibt, geht die Wohnanlage für die 1,79 Millionen Euro an den ersten und einzigen Bieter. Das muss dem Verkäufer auch klar sein. Wenn sie für zwei Millionen weggeht, freut sich der Verkäufer natürlich mehr. Das sind die Chancen und Risiken bei einer Versteigerung“, sagt Knake vom Auktionshaus Karhausen, das seit 1991 Immobilien und Grundstücke versteigert.

In Mecklenburg-Vorpommern hat das Berliner Auktionshaus schon weitere Großobjekte versteigern können – unter anderem den Block 1 in Prora, ein ehemaliger Nazi-Komplex auf der Insel Rügen. Der kam 2012 für 2,75 Millionen Euro unter den Hammer.

Michaela Krohn

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