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Wismar Verwaltung stellt Entwurf für neue Grundschule vor
Mecklenburg Wismar Verwaltung stellt Entwurf für neue Grundschule vor
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13:36 12.03.2018
Ein offener Schulhof – durch das Gebäude vom Straßenverkehr geschützt. So sieht es der Entwurf der Architekten vor.
Wismar

Ein zweigeschossiger Winkelbau, zur Straße hin geschlossen mit einem offenen Schulhof zum Wohngebiet – so sieht der Entwurf für die neue Grundschule am Friedenshof aus. Die Verwaltung hat das Vorhaben den Mitgliedern des Bildungs- und Kulturausschusses vorgestellt: Rollstuhlgerecht, mit spezieller Schalldämmung für hörbehinderte Kinder und mit technischen Voraussetzungen für das Lernen mit sehbehinderten Kindern soll die neue Schule Inklusion ermöglichen. In einem extra großen Raum pro Klassenstufe passen Rollstühle auch zwischen den Bankreihen hindurch.

326

Kinder sollen in der neuen Grundschule am Friedenshof Platz finden, darunter auch Mädchen und Jungen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Der Baubeginn ist für den Sommer dieses Jahres geplant. Das Vorhaben kostet rund 7,1 Millionen Euro.

Zwölf Klassenräume, dazu Fachräume für Werken, Musik, Kunst und Sachunterricht, kleine Gruppenräume für geteiltes Lernen und vier Horträume stehen den Mädchen und Jungen in dem Gebäude zur Verfügung.

Lernen können dort bis zu 326 Schüler. „Vorgabe war eine funktionale und effektive Bauweise“, erläuterte Peter Fröhlich von der Wismarer Schulverwaltung. Wichtig sei deshalb auch gewesen, so etwas wie eine Aula zu schaffen. Der Eingangsbereich kann nun laut Entwurf samt der ins Obergeschoss führenden Treppe als Zuschauertribüne als Multifunktionsraum genutzt werden. Dort sollen die Grundschüler auch das Mittagessen einnehmen können. Angeliefert werde das über eine neue Straße, die von der Hans-Grundig-Straße zur Bürgermeister-Haupt-Straße führen soll, erklärte Fröhlich.

Die Anfahrt zur Schule für die Eltern erfolgt demnach von der Bürgermeister-Haupt-Straße. Der jetzige Parkplatz neben der ehemaligen Brecht-Turnhalle werde hergerichtet, um als Hol- und Bringparkplatz genutzt zu werden.

Ob die Grundschüler in der benachbarten Turnhalle auch Sportunterricht erhalten, sei hingegen noch nicht geklärt, teilte Amtsleiterin Edelgard Scheidt mit. Die Verhandlungen über eine Übernahme der Halle seitens der TSG seien noch nicht abgeschlossen.

Vorstellungen hingegen gibt es bereits für die Außenanlagen. Neben Fahrradständern und einem großen Spielfeld für Fußball etwa seien auch ein grünes Klassenzimmer und Spielgeräte geplant, sagte Fröhlich. Baubeginn für die neue Grundschule am Friedenshof soll im Sommer dieses Jahres sein. Das Vorhaben soll insgesamt 7,1 Millionen Euro kosten und wenn möglich auch mit Fördermitteln realisiert werden. Im Sommer vergangenen Jahres hatte die Bürgerschaft die entsprechenden Mittel in den Haushalt eingestellt.

Offen ist noch, wie die neue Grundschule heißen soll. Ende vergangenen Jahres hatte die CDU-Fraktion der Bürgerschaft den Vorschlag „Gottlob Frege“ gemacht. Der war jedoch abgelehnt und dahingehend geändert worden, dass mit einem öffentlichen Aufruf ein Name für die neue Schule gefunden werden soll.

Laut Pressesprecher Marco Trunk müssten zunächst die neue Schule genehmigt und ein Schulelternrat gebildet werden. „Wenn diese formalen Voraussetzungen geschaffen sind, kann sich die Schulkonferenz als zuständiges Gremium mit der Namensgebung befassen“, sagte Trunk. Dann werde es auch einen geeigneten Rahmen für die Öffentlichkeitsbeteiligung geben.

Eröffnet werden soll die neue Grundschule zum Schuljahr 2019/20.

Nicole Buchmann

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