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Viel Geld für Kurt-Bürger-Stadion

Wismar Viel Geld für Kurt-Bürger-Stadion

Spielfeld, Lauf- bahn, Leicht- athletikanlagen, Drainage und Ein- gang zum Stadion: 1,8 Millionen Euro werden verbaut. Gestern gab es Geld, im Mai beginnen die Arbeiten.

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Das Kurt-Bürger-Stadion soll aufgewertet werden. Geld fließt zum Beispiel in die Laufbahn. Die ist nicht nur im Winter in einem desolaten Zustand. Auch die Entwässerung und die Rasenfläche sollen erneuert werden. FOTOS (4): HEIKO HOFFMANN

Wismar. Lange Zeit wurden die Zustände im Kurt-Bürger-Stadion kritisiert. Jetzt wird viel Geld in die Hand genommen. Gestern übergab Bauminister Christian Pegel an Bürgermeister Thomas Beyer (beide SPD) einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro. Die Stadt gibt weitere 600000 Euro.

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Spielfeld, Lauf- bahn, Leicht- athletikanlagen, Drainage und Ein- gang zum Stadion: 1,8 Millionen Euro werden verbaut. Gestern gab es Geld, im Mai beginnen die Arbeiten.

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Aus der meist durchnässten und unebenen Aschenbahn wird eine Stadionrunde mit Kunststoffbelag. Die Leichtathleten können sich über weitere Verbesserungen freuen. Hinter den beiden Fußballtoren werden die Anlagen für Hoch- und Weitsprung sowie für Kugelstoßen erneuert. Selbst Speerwerfen und Diskus sollen wieder möglich sein.

Erneuert wird auch die Spielfläche im Stadion. Einen Schwerpunkt der Arbeiten bildet die neue Drainage. Damit soll endlich das Problem mit dem Wasser im Stadion gelöst werden.

Bürgermeister Thomas Beyer ging gestern auf die lange und teils kontrovers geführte Diskussion um marode Sportstätten in Wismar ein. „Jetzt kommen wir einen großen Schritt voran“, so Beyer. Die Arbeiten werden wahrscheinlich im Mai beginnen und voraussichtlich im August beendet sein. Für mögliche Einschränkungen bat Minister Pegel schon um Nachsicht. „Ich denke, die danach bessere Nutzung der Sportanlagen wird das aufwiegen.“

Ein zweiter Schwerpunkt wird der Eingangsbereich des Stadions an der Bürgermeister-Haupt-Straße sein. Hier entsteht eine neue Haupttreppenanlage – bestehend aus einer Stützwand und zwei Treppen.

Dieser Bereich ist seit Jahren gesperrt, Bauzäune riegeln den Zugang ab. Weil das Stadion unter Denkmalschutz steht, sind diese Arbeiten unerlässlich, auch wenn das investierte Geld dem Sport nicht direkt förderlich ist.

Der FC Anker als einer der Nutzer des Stadions wünscht sich eine Flutlichtanlage. Dazu sagte der Bürgermeister, dass die Verwaltung dem Verein den Vorschlag unterbreitet hat, Gelder beim Landessportbund zu beantragen. Alles sei für die Stadt nicht machbar.

Denn eine weitere große Investition ist bereits im Doppelhaushalt für 2018/19 eingeplant. Für über eine Million Euro entsteht ein neues Umkleide- und Sanitärgebäude zwischen Stadion und Kunstrasenplatz. Die Arbeiten werden voraussichtlich 2019 beginnen.

Die Sportanlage steht seit 2008 unter Denkmalschutz. „Das Kurt-Bürger-Stadion ist ein bedeutender Bau aus der Frühzeit der DDR, ein wichtiges Zeugnis der Wismarer Sportbewegung und der Architektur aus dieser Zeit“, so das Schweriner Bauministerium.

Zu den Hauptnutzern zählen der FC Anker, Wismarer Schulen, die dort ihren Unterricht und Sportfeste durchführen, sowie Kindertagesstätten für zum Beispiel die Bummiolympiaden.

Nach Angaben der Stadt wurden seit der Wende rund 990000 Euro in die Tribüne (Stützwand und Tribünendach) und das Marathontor gesteckt, weitere 280000 Euro im Jahr 2014 in die Stadionentwässerung.

Zu früheren Zeiten wurde im Stadion sogar Feldhandball gespielt und Leichtathleten, wie die spätere Olympiasiegerin und Ehrenbürgerin der Hansestadt, Marita Meier-Koch, drehten ihre Runden.

Unterdessen sorgt sich die CDU- Fraktion um die Nutzung des Stadions während der Sanierungsarbeiten. Auf der Sitzung der Bürgerschaft am kommenden Donnerstag möchte sie wissen, ob und wann es zu Einschränkungen kommt und ob Verbesserungen am Ausweichstandort „Jahnsportplatz“ vorgesehen sind, zum Beispiel bei Umkleide- und Sanitäreinrichtungen.

Fakt ist: Anker trägt die restlichen Heimspiele der Saison auf dem Jahnplatz aus (siehe Seite 17).

Denkmalschutz

Am 30. April 1950 wurde der erste Abschnitt des Stadions mit einem Fußballspiel zwischen der ZSG Anker Wismar und ETV Eimsbüttel (Hamburg) eingeweiht.

21. September 1952: 16000 Zuschauer verfolgen die Einweihung des Kurt-Bürger-Stadions, benannt nach dem verstorbenen Ministerpräsidenten von Mecklenburg Kurt Bürger (1894-1951).

Tausende Wismarer waren einem Aufruf gefolgt, das Stadion in Feierabendarbeit aufzubauen. 2,3 Millionen DDR-Mark hatte die Regierung für Material zur Verfügung gestellt.

Seit Dezember 2008 steht das Stadion mit fast allen Gebäuden unter Denkmalschutz.

Heiko Hoffmann

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