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Wismar Vier Berufe in zwei Wochen
Mecklenburg Wismar Vier Berufe in zwei Wochen
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00:00 15.09.2016
Tim Meißner will nach dem Abitur irgendetwas mit Chemie machen. Beim Kombi-Praktikum sieht er sich nach der Apotheke in den kommenden Tagen aber auch andere Unternehmen an. Fotos (3): Nicole Buchmann

Friseur, Orthopädieschuster oder doch lieber Rechtsanwalt? Die Auswahl an Berufen ist riesig, Orientierung zu finden, fällt da nicht leicht. Lange schon setzen Schulen und Betriebe auf Praktika. In Wismar gehen 16 Unternehmen unter der Marke „Gute Adressen“ neue Wege. Schon zum zweiten Mal bieten sie Schülerinnen und Schülern des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums die Möglichkeit, die zweiwöchige Praktikumszeit auf vier Unternehmen aufzuteilen. In derselben Zeit mehr sehen, hören, kennenlernen. Eine Idee, die auch Tim Meißner gefällt.

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„Gute Adressen Wismar“ wollen Kombi-Praktikum für Schüler ausweiten

Gemeinschaft seit 2014

„Gute Adressen Wismar“ sind ein Zusammenschluss inhabergeführter Einzelhandelsgeschäfte in der Hansestadt.

Gegründet hat sich die Gemeinschaft im Sommer 2014 mit zunächst elf Unternehmern. Mittlerweile gehören 16 Inhaber dazu.

Ziel der Gemeinschaft ist es, die Kaufmannstradition zum Vorteil der Kunden wieder ins Gedächtnis zu rufen und Ideen für den Einzelhandel schnell umzusetzen.

Der 15-Jährige absolviert die ersten drei Tage seines Praktikums in der Apotheke von Tim Langenbuch. „Wenn ich mit dem Abi fertig bin, will ich etwas mit Chemie machen – die Arbeit in einer Apotheke hat damit zu tun“, sagt er. Eine Richtung zu finden, in die der Beruf gehen soll, sei so schwierig nicht. Am Ende aber einen Beruf auszuwählen, hingegen schon.

Nach der Apotheke geht Tim Meißner zu einem Optiker, in eine Buchhandlung und ein Elektronikfachgeschäft. „Das ist auf jeden Fall eine gute Sache“, sagt er über die Möglichkeit, in verschiedene Unternehmen und Berufe reinschnuppern zu können. „Wenn es keinen Spaß macht, muss man nicht zwei Wochen aushalten. Und außerdem bekommt man an den zwei, drei Tagen auch immer etwas zu tun.“ In der Apotheke gefällt es dem Schüler gut. Das Arbeitsklima sei entspannt, zuzusehen, wie Medikamente zusammengestellt werden im Labor, interessant. Apotheker Langenbuch war es auch, der mit der Idee auf das Gymnasium zuging. Ines Rittemann, die dort Berufs- und Studienorientierung unterrichtet, sofort begeistert.

„Viele Schüler haben in der neunten und zehnten Klasse noch keine Vorstellung davon, was sie später arbeiten wollen. Dabei liegen die entscheidenden Schuljahre da noch vor ihnen – die, in denen sie die entsprechenden Noten sammeln müssen, um nach der Schule eine große Auswahl an Berufsmöglichkeiten zu haben“, sagt Rittemann. Sich innerhalb von zwei Wochen in vier Unternehmen ausprobieren zu können, eigene Stärken und Schwächen zu entdecken, Erwartungen zu korrigieren oder bestätigt zu wissen, helfe dabei.

Das Kombi-Praktikum bieten die „Guten Adressen“ in Wismar bereits zum zweiten Mal an. Bislang nur in Kooperation mit dem Gerhart-Hauptmann-Gymnasium. Wenn im kommenden Jahr die nächste Praktikumsphase in den Schulen ansteht, will Langenbuch das Angebot für weitere Schulen öffnen. Aber auch Schüler selbst könnten sich direkt melden bei den „Guten Adressen“ und sich ihr zweiwöchiges Hineinschnuppern in Berufe bei den 16 Unternehmen selbst organisieren, sagt Langenbuch. Der Apotheker ist unter der Telefonnummer 03841/704770 zu erreichen.

Nicole Buchmann

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