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Wismar Von der Raupe bis zum Schmetterling
Mecklenburg Wismar Von der Raupe bis zum Schmetterling
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00:00 22.03.2014
Aus der golden schimmernden Puppe, die Julian Stern hält, entwickelt sich im Klützer Schmetterlingspark die Weiße Baumnymphe. Quelle: Fotos: Malte Behnk

Wenn am nächsten Sonnabend, 29. März, im Schmetterlingspark in Klütz die Saison beginnt, können Besucher dort die gesamte Metamorphose der Insekten sehen und verstehen.

Hunderte Puppen der unterschiedlichen tropischen Schmetterlinge sind in den vergangenen Wochen in Klütz angeliefert worden und etliche Bananenfalter, Weiße Baumnymphen und Blaue Himmelsfalter fliegen schon durch die Halle mit dem tropischen Klima. Zwischen den großen grünen Pflanzen ist es etwa 28 Grad warm, bei einer Luftfeuchtigkeit von 85 Prozent. Einige von ihnen haben schon winzige Eier an die Blätter der Pflanzen gelegt. „Daraus schlüpfen demnächst die Raupen, die sich dann an dem Grün hier satt fressen und dann wieder zu Puppen werden, aus denen neue Schmetterlinge schlüpfen“, erklärt Julian Stern, der den Schmetterlingspark vor sechs Jahren eröffnet hat. „Aber die Pflanzen hier im Park reichen dazu nicht aus. Eine Raupe des Bananenfalters frisst etwa ein großes Bananenblatt, bis sie sich verpuppt. Da wäre unser Bananenbaum schnell kahl“, sagt Stern, der dementsprechend Grünfutter besorgen muss.

Aber: Er kann so die gesamte Verwandlung vom Ei, über Raupe und Puppe bis zum Schmetterling zeigen. „Das ist auch in der Grundschule Thema im Unterricht. Leider waren die Schulen aus der Umgebung nur einmal hier“, sagt Stern. Obwohl die Schüler wohl begeistert waren, hat sich so ein Ausflug bislang nicht wiederholt.

Aber ganze Busladungen reisen zum Schmetterlingspark. „Ich habe schon wieder etliche Anfragen von Busunternehmern“, sagt Julian Stern. Auch Gruppen, die Kindergeburtstag feiern, besuchen den Schmetterlingspark. „Für sie bieten wir dann auch ein Bastelprogramm je nach Alter an. Und wir erklären ausführlich, was das besondere an den Schmetterlingen ist“, sagt der Parkbetreiber.

Nicht nur mit tropischen Insekten auch mit heimischen Schmetterlingen beschäftigt sich das sechsköpfige Parkteam. „Wir haben draußen Pflanzen, die heimischen Schmetterlingen als Nahrung dienen. Ich erkläre gerne, dass die Vielfalt der Pflanzenwelt auch die Vielfalt der Schmetterlinge bestimmt“, sagt Stern. Wo nur Monokulturen sind, sei auch nur eine Art von Schmetterlingen zu sehen. „Dabei sind Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Kohlweißling und Zitronenfalter schon jetzt zu sehen, weil sie als Schmetterlinge überwintern“, verrät Stern.

Vorträge können Gruppen mit Voranmeldung auch buchen. Sie werden zudem für Besucher mit Sehschädigungen angeboten. „Wenn die Schmetterlinge gestorben sind, können blinde Gäste sie ertasten“, sagt Julian Stern.

Bis zum 2. November wird der Schmetterlingspark in Klütz in diesem Jahr geöffnet sein. „Insgesamt sind es fast zwei Wochen mehr als bisher“, freut sich Julian Stern.

Fachinformationen
Die Metamorphose (griechisch für Umgestaltung, Verwandlung, Umwandlung) ist die Umwandlung der Larvenform zum Adultstadium, dem geschlechtsreifen, erwachsenen Tier. Der Begriff bezieht sich speziell auf Tiere, deren Jugendstadien in Gestalt und Lebensweise vom Erwachsenenzustand abweichen. Klassische Beispiele von Tiergruppen mit Metamorphose sind die Froschlurche, die sich aus der Kaulquappe entwickeln und die Insekten, die sich zum Beispiel von einer Raupe über die Puppe zum Schmetterling entwickeln.
Seit 135 Millionen Jahren gibt es Schmetterlinge. Sie erwiesen sich
als äußerst erfolgreiche Tiergruppe.

Es gelang ihnen, alle Bereiche des
Festlandes zu erobern.
Der Schmetterlingspark in
Klütz beginnt seine Saison am Sonnabend, 29. März. Dann ist er täglich von 9.30 bis 17.30 Uhr geöffnet.

Der Eintritt kostet 4,50 Euro für
Kinder, 6,50 Euro für Erwachsene und 18 Euro für Familien.

Infos zu Firmentagungen, Vereins- oder Schulausflügen und Kindergeburtstagen gibt es im Internet
auf www.schmetterlingsgarten.de.



Malte Behnk

Oewer dat Wuurt „Heuraden“, ok „Frigen“ nennt, sünd väle Läuschen un Rimels schräben wurn. All üm 1600 schrifft de Rostocker Prediger Nicolaus Gryse: „Dat fryent ys keen Perdekoep noch Kinderspyl“.

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