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Vortrag über historischen Bootsbau in St. Nikolai

Wismar Vortrag über historischen Bootsbau in St. Nikolai

Sebastian Hollatz präsentiert seinen Nachbau.

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Das Wismarer Wikingerschiff Skidbladnir ist 6,30 Meter lang und der Beweis dafür, dass diese Art von Schiffen kreuzen konnten, wenn natürlich mit einer hohen Abdrift.

Quelle: ow

Wismar. Die Jugendbauhütte Wismar und die Kirchgemeinde St. Nikolai laden heute Abend um 19.30 Uhr zu einem historischen Abend in die Turmkirche von St. Nikolai ein. „Wieso die Wikinger doch kreuzen konnten“ oder „Wikingerbootsbau für Anfänger“ ist der Vortrag überschrieben. Sebastian Hollatz, Bootsbauer aus Wismar, wird über den historischen Bootsbau am Beispiel seines Wikingerbootes sprechen.

„Es geht um die Evolution des Bootsbaus, vom Einbaum bis zur modernen Yacht, das ist bei mir aber der nur 100-jährige Traditionssegler“, so der 34-jährige Referent. „Zuerst konnte nur gerudert werden, dann hat man das Segeln mit erst nur einem Mast entdeckt“, erklärt er. Aus dem einen Mast wurden mehrere mit jeweils einem Segel bis hin zu den großen „Mehrmastern“ von heute mit den mehreren verschiedenen Segeln. Der Fachmann wird zeigen, wie sich die Schiffsformen und die Takelage innerhalb der vielen Jahrzehnte des Segelns entwickelt haben. Aber natürlich wird er auch über sein eigenes Boot sprechen. Vor elf Jahren hat sich der Darsteller für die Zeit der Wikinger ein Wikingerboot nachgebaut. Ein Bootstyp, der den Fachmann besonders fasziniert. Mit viel Fachwissen zeigt er, wie geschickt schon vor über 1000 Jahren Boote gebaut wurden. Nicht nur, um damit Amerika zu entdecken, sondern insbesondere um in den skandinavischen Fjorden zu überleben.

Sebastian Hollatz: „Und um mitunter den Nachbarn selbiges, das Überleben, schwer zu machen.“ 6,30 Meter lang ist seine „Skidbladnir“, mit der er auf der Ostsee segelt. Ganz praktisch hat er ein Urteil vieler Historiker und Archäologen widerlegt: „Wikinger konnten kreuzen, aber mit einer hohen Abdrift.“ Skidbladnir hieß übrigens in der nordischen Mythologie das Boot der Götter. Alle Götter hatten darauf Platz, und bei Nichtgebrauch konnte es so klein zusammen gefaltet werden, dass es in die Hosentasche passt. Daran arbeitet Sebastian Hollatz noch.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei, Spenden sind willkommen.

Ole Winter

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