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Warme Stuben und viel Auslauf: Grundstein für Hundehaus gelegt

Dorf Mecklenburg Warme Stuben und viel Auslauf: Grundstein für Hundehaus gelegt

Das Gebäude mit einer 400 Quadratmeter großen Nutzfläche entsteht auf dem Gelände des Tierheims in Dorf Mecklenburg / Tierschützer freuen sich über viele Spenden

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Drei vorsichtige Hammerschläge auf den feuchten Beton: Meike Gutzmann (49), Vorsitzende des Tierschutzvereins Wismar und Umgebung, legt den Grundstein für das neue Hundehaus des Tierheims in Dorf Mecklenburg. Das Gebäude soll im Frühjahr 2017 fertig sein. Fotos (3): Norbert Wiaterek

Dorf Mecklenburg. Aus der fertigen Grundplatte schauen Rohre heraus, auch einige Wände sind bereits zu sehen: Auf dem Gelände des Tierheims in Dorf Mecklenburg entsteht ein neues Haus für Hunde. Meike Gutzmann legte gestern im Beisein vieler Gäste den Grundstein. Zunächst versenkte die Vorsitzende des Tierschutzvereins Wismar und Umgebung eine Metalldose im Fundament. Später schaufelten Gutzmann und die Vereinsmitglieder Doris Neumann, Petra Bolbeth, Carsten Gums, Esther Sohn, Jens Riemer, Tim Hempel und Heinz Goldenbow frischen Beton darüber.

 

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Die Liege- plätze für die Hunde werden beheizt.“Brigitte Wagner (63), Leiterin des Tierheims

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Die Tierpfleger Carsten Gums und Maike Guhrke mit den Hunden „Caracho“ (l.), geboren 2010, und „Stella“, geboren 2011.

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„Die Dose ist mit Dingen gefüllt, die uns lieb sind“, erklärte Meike Gutzmann. Die 49-Jährige zählte auf: Katzenspielzeug, Glücksschweine, Flyer des Tierheims, eine Briefmarke und ein Glückspfennig.

„Auch die Kalkulation und viele gute Wünsche fehlen nicht.“ Nach drei Hammerschlägen auf den feuchten Beton war Maurer Kersten Nebel von der Firma Baupartner aus Wittstock für die Restarbeiten zuständig.

Laut Bauüberwacher Wieland Kirchner aus Wismar begannen die Arbeiten am 12. September. Richtfest soll Anfang November gefeiert werden. Ende April oder Anfang Mai 2017 wird mit der Fertigstellung des Hundehauses gerechnet. Am Bau sind Firmen und Ingenieure aus Wismar, Karow, Dorf Mecklenburg und Gägelow beteiligt.

Das eingeschossige Gebäude in L-Form und mit Walmdach entsteht neben dem einstigen Bahnwärterhaus in Richtung Dorf Mecklenburg. Fünf alte Zwinger mussten weichen, zwölf weitere werden im Frühjahr abgerissen. Das Haus hat 400 Quadratmeter Nutzfläche und soll Platz für 20 Hunde bieten. „Jede Stube ist etwa zwölf Quadratmeter groß. Hinzu kommt noch ein Auslauf von etwa zwölf Quadratmetern“, berichtete Meike Gutzmann. „Quasi eine Ein-Zimmer-Wohnung mit Terrasse. Die Liegeplätze in jeder Stube haben Fußbodenheizung.“ Geplant seien außerdem ein Arztzimmer und eine zwölf Quadratmeter große Hundedusche, beides soll auch von außen begehbar sein, eine Futterküche, ein Aufenthaltsraum und Duschen für die Tierheim-Mitarbeiter, zudem Platz für die Haustechnik. Zwei Hundezimmer haben Durchgangstüren, sodass auch eine Hündin mit ihren Welpen ordnungsgemäß untergebracht werden kann.

Das Hundehaus kostet etwa 640000 Euro. Aus dem Leader-Programm der Europäischen Union für den ländlichen Raum fließen 200000 Euro. Vom Land Mecklenburg-Vorpommern gibt es 235000 Euro.

Auch der Deutsche Tierschutzbund fördert. Besonders freuen sich die Tierschützer über die vielen Spenden in Höhe von insgesamt etwa 100000 Euro. „Ich bin erstaunt, wie viele Menschen uns unterstützt haben“, sagte Gutzmann. Freude auch bei Brigitte Wagner, die das Tierheim am Moidentiner Weg – Träger ist der Tierschutzverein Wismar und Umgebung – leitet: „Die Arbeiten gehen zügig voran.“

Und welche Pläne gibt es nach dem Hundehaus? Meike Gutzmann kann sich eine neue Unterkunft für Katzen und eine Sanierung des Bahnwärterhauses vorstellen. „Aber darüber denken wir langfristig nach.“

Weniger Abgabetiere

5Hunde leben momentan im Tierheim in Dorf Mecklenburg: „Molly“, „Frido“, die Schäferhündin „Madonna“, Deutsch Kurzhaar-Labrador-Mischling „Stella“ und Schäferhund-Pointer-Mischling „Caracho“. Außerdem sind dort aktuell 90 Katzen, vier Ratten, fünf Meerschweinchen und zwei Kaninchen zu Hause.

Tierheimleiterin Brigitte Wagner freut sich, dass derzeit kaum Hunde und Katzen abgegeben oder gefunden werden: „Die Menschen scheinen verantwortungsbewusster zu werden.“

250 Mitglieder zählt der Tierschutzverein Wismar und Umgebung. Im Tierheim arbeiten fünf fest angestellte Experten.

Norbert Wiaterek

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