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Wismar Kaum noch Karten für Weihnachtsmärchen
Mecklenburg Wismar Kaum noch Karten für Weihnachtsmärchen
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19:11 29.11.2018
Kaum zu glauben, dass unter dieser Hexenverkleidung ein zehnjähriger Junge steckt! Anton Naab spielt seine Rolle echt gut. Quelle: Nicole Hollatz
Wismar

 Das Weihnachtsmärchen im Wismarer Theater hat Tradition. In diesem Jahr wird es besonders opulent mit gut 90 Akteuren auf und hinter der Bühne. „Erstmals machen alle Sparten der Musikschule mit“, sagt Britta Barth vom Bereich Bildende Kunst und Schauspiel der Kreismusikschule Carl Orff am Wismarer Standort. Zusammen mit Kollegin Marina Pril hat sie Regie geführt. Und erstmals stellen die Kolleginnen und Kollegen der fusionierten Musikschule mit ihren jeweiligen Schülerinnen und Schülern so etwas Großes gemeinsam auf die Beine.

„Eine sehr angenehme Zusammenarbeit“, lobt und dankt Marina Pril. „Wir sind durch das Projekt zusammengewachsen“. Im Januar haben die Vorbereitungen begonnen. Britta Barth hat die Texte geschrieben, Christian Schomers Musik für Chor, Bläser, Klavier, Geigen, Schlagzeug und die Flöten komponiert. Christina Hennigs hat sich die Choreographien ausgedacht und zusammen mit ihren Elevinnen und Eleven erarbeitet.

Russischer Märchenfilm

Das Ergebnis ist wirklich zauberhaft. Den russischen Märchenfilm „Der Hirsch mit dem goldenen Geweih“ bringen die Musiker, Sänger, Tänzer und Schauspieler auf die Wismarer Theaterbühne. „Die Mutter sucht ihre Kinder im Wald, sie wird zur Sonne, zum Mond und zum Wirbelwind geschickt. Keiner kann ihr helfen“, fasst Nele Baetke (17) zusammen. Sie spielt die Mutter und ist aufgeregt vor der Premiere. „Das ist man ja immer, wenn man weiß, dass man vor 300 Leuten spielt!“ Es sind aber mehr als 400 Gäste im Theater. „Oh, noch schlimmer! Aber wenn ich Lampenfieber habe, spiele ich besser!“

Einer Stunde in der Maske

Denn die Kinder sind bei der Hexe, sie hat sie in Tiere verwandelt. Das Kind, das die Hexe spielt, wird kaum einer ungeschminkt erkennen. Anton Naab (10) braucht fast eine Stunde in der Maske vor jedem Auftritt, bis die Nase, das Kinn und die Wangenpartien so aufgeklebt und überschminkt sind. Mit der leuchtenden Perücke ist die Verwandlung dann beeindruckend. „Ich war erst erschrocken, als ich hörte, ich soll die Hexe spielen“, erzählt er. „Aber mittlerweile habe ich mich echt gut in die Rolle reingefunden.“ Und diese Hexe ist echt cool!

Schon bei den Proben zeigt sich das Potenzial des Stücks mit vielen schönen Details, die nicht nur Kinder in ihren Bann ziehen werden. Da schwebt und singt die Sonne (Priska Kleene) in einem riesigen Kleid hoch über den Köpfen des Kinderchores unter der Leitung von Annette Bellmann. Genauso der Mond (Nura Kunz) vor dem Sternenhimmel. Das goldene Geweih für den Hirsch (Emil Pril) hat Marina Pril ihrem Sohn genäht. Mit Nebel, der Livemusik und starken Kostümen (Ellen Lüth), mit dem Gesang der Hauptdarsteller und des Chores und natürlich den Instrumentalisten entführt das Stück in die Märchenwelt. Natürlich befreit die Mutter dank der Hilfe des Hirsches mit dem goldenen Geweih ihre Kinder, das Gute siegt!

„Unsere Musikschule zeigt alles, was wir haben“, lacht Marina Pril. Und der Ruf des guten Wismarer Weihnachtsmärchens eilt dem Stück mit seiner Premiere voraus. Denn vier Vorstellungen im großen Saal sind jetzt schon ausverkauft, inklusive der Premiere am 2. Dezember. Nur noch für die Vorstellungen am 12. Dezember (11 Uhr) und am 16. Dezember (16 Uhr) gibt es Restkarten, beispielsweise in den Servicecentern der Ostsee-Zeitung in Wismar und Grevesmühlen.

Das Wismarer Weihnachtsmärchen als große Produktion der Kreismusikschule Carl Orff wird besonders schön.

Nicole Hollatz

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