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Weiterer Widerspruch gegen Amtshaushalt

Zierow Weiterer Widerspruch gegen Amtshaushalt

Nach Damshagen lehnt auch die Gemeinde Zierow die Sanierung des Klützer Verwaltungsgebäudes ab

Zierow. Ein weiterer Paukenschlag für das Amt Klützer Winkel: Nicht nur die Gemeinde Damshagen lehnt den am 19. Dezember vorgelegten Amtshaushalt ab. Auch die Gemeindevertreter von Zierow sprechen sich dagegen aus. Sie stören sich besonders an der vorgesehenen Sanierung des Amtsgebäudes in Klütz. Während einer Dringlichkeitssitzung am Donnerstagabend stimmten Bürgermeister Franz-Josef Boge (Aktive Bürger Zierow/ABZ) sowie Mathias Lau, Nadine van Meeteren, Ulrich Elsholz, Stefan Langer, Roland Hömke und Dagmar Dobbertin für einen Widerspruch gegen den Beschluss des Amtsausschusses.

Die Sanierung des Amtsgebäudes in der Schlossstadt kostet, so die Einschätzung eines Architekten, etwa 2,2 Millionen Euro. Eine Förderung in Höhe von 90 Prozent ist laut Amtsvorsteher Gerhard Rappen (CDU) beantragt. Das Geld könnte Mitte dieses Jahres fließen. „Ich sehe nicht, dass dies für uns in diesem Moment eine vernünftige Investitionsentscheidung ist“, meinte Boge, der am 19. Dezember genauso wie die Bürgermeisterin von Damshagen, Mandy Krüger (parteilos), gegen den Haushalt gestimmt hatte. „Es gibt andere Probleme, um die sich das Amt kümmern muss.“ Außerdem äußerte der Zierower Bürgermeister die Befürchtung, dass Gemeinden nach einem Austritt aus dem Amt Klützer Winkel die Zweckbindungsfrist nicht einhalten würden und dann Fördermittel an das Land zurückzahlen müssten.

„Wir wollen mit dem Widerspruch ein Zeichen setzen. Es ist wichtig, dass wir Zierower Position beziehen“, so Franz-Josef Boge, der damit rechnet, dass die Widersprüche von Zierow und Damshagen während der nächsten Sitzung des Amtsausschusses am 30. Januar von der Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder abgelehnt werden. Bis dahin liegen die Beschlüsse des Amtsausschusses auf Eis.

Vor der Abstimmung hatte Gerhard Rappen noch einmal die Notwendigkeit betont, das Amtsgebäude zu sanieren. „Beim Bau, der Anfang der 90er-Jahre errichtet wurde, gibt es einen erheblichen Investitionsstau. Und auch am nebenstehenden Fachwerkgebäude muss viel getan werden.“ Jetzt bestehe die Möglichkeit, Fördermittel für Investitionen in kommunalen Sanierungsgebieten in Mittelzentren zu erhalten.

Laut Rappen soll die Sanierung in mehreren Abschnitten erfolgen. Zuerst würden der Bereich Wärme und die Fenster im Amtsgebäude an die Reihe kommen. Die meisten Räume im Gebäude an der Schlossstraße sollen barrierefrei werden und unter anderem einen Fahrstuhl erhalten. Rappen versprach: „Alle geplanten Maßnahmen werden mit Augenmaß umgesetzt.“ Und er betonte: „Ich finde es bedauerlich, dass Zierow nun einen anderen Weg beschreiten will.“

Franz-Josef Boge machte darauf aufmerksam, dass bislang nicht klar sei, ob es die Förderung wirklich in dieser Höhe geben werde. Roland Hömke bezweifelte, dass 2,2 Millionen Euro für die Gebäudesanierung reichen. „Die Kosten sind sehr eng gefasst für das, was da geplant ist“, sagte er. Auf den Einwand von Gerhard Rappen, das Amt Klützer Winkel verfüge über „liquide Mittel“ und die Gemeinden müssten keine zusätzlichen Kredite aufnehmen, reagierte Boge schroff: „Das sind alles unsere Amtsbeiträge, es ist unser Geld!“

Andere Bürgermeister im Amtsbereich hoffen, dass die Arbeiten am Amtsgebäude bald beginnen. So hatten zum Beispiel Christian Schmiedeberg (CDU) aus Boltenhagen und Guntram Jung (CDU) aus Klütz die Entscheidung in Damshagen kritisiert. Norbert Wiaterek

OZ

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