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Wismar Wenn der Teddy Bauchschmerzen hat

Im Wismarer Hanse-Klinikum kümmern sich Kinder und Ärzte um Kuscheltiere

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Assistenzarzt Mario Danitz behandelt die Patienten in der Teddyklinik. Die Kinder schauen nicht nur gespannt zu, sondern helfen dem Mediziner auch. Im Vordergrund sitzt Dr. Karl, der große Hund. FOTOS (2): NICOLE HOLLATZ

Wismar. Visite bei Dr. Karl, dem Leiter der Teddyklinik und Hüter des Zauberpflasters: „Mein Teddy hat Bauchschmerzen“, klagt die fünfjährige Tessa. 18 Mädchen und Jungen der Kita „Kreatives Spielhaus“ waren jetzt in der Teddyklinik im Sana Hanse-Klinikum Wismar zu Gast.

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Im Wismarer Hanse-Klinikum kümmern sich Kinder und Ärzte um Kuscheltiere

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Jedes Kind hatte sein Lieblingskuscheltier dabei, manch eines davon hatte schon einige Verbände und brauchte dringend die Hilfe von Dr. Karl. Zum Glück hatte das Team um Oberärztin Dr. Meike Holbe aus der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Zeit, sich spielerisch um die plüschigen Patienten zu kümmern und den Kindern so selbst die Angst vor den weißen Kitteln, dem Arztbesuch und dem Krankenhaus zu nehmen. „Hat er denn gespuckt? Hat er heute schon etwas gegessen?“, fragte die Oberärztin bei Teddymama Tessa nach, genauso wie sie sonst bei Tessas Mama nachfragen würde. Gemeinsam kümmerten sie sich um das Kuscheltier. „Wenn man doll spucken muss, tastet der Arzt den Bauch ab“, erklärte Meike Holbe. Das mit dem Stethoskop fand Tessa sehr spannend – beim Teddy war nichts zu hören, aber an ihrem eigenen Oberkörper. Einen Verband und eine Spritze später ging es dem Teddy sichtlich besser. Tessa bekam eine Tapferkeitsurkunde für ihr Kuscheltier, dazu grüne Medizin. Ein großes Gummibärchen: „Das hilft deinem Teddy!“ Das Mädchen staunte: „Aber der kann doch gar nicht den Mund aufmachen.“ Und schwupps landete die süße „Medizin“ in Tessas Mund. Hilft auch!

Regelmäßig kommen Kindergartengruppen aus der Region in die Wismarer Teddyklinik und zu Dr. Karl, der übrigens kein Teddy, sondern ein großer Hund ist. Ganz spielerisch werden die Mädchen und Jungen mit den Stationen eines Krankenhauses von der Aufnahme des Patienten mit seinen Symptomen über die Diagnostik bis hin zur Therapie vertraut gemacht. „Die Kinder sind ja, wenn sie mit ihrem kranken Teddy herkommen, nicht die, die behandelt werden und vielleicht Angst vor einer Spritze haben müssen“, erklärte Assistenzarzt Mario Danitz. Das Konzept funktioniert.

Aus den anfangs ängstlichen Kindergesichtern wurden lachende, die beim Verbinden halfen oder auch mal eine Spritze ins Fell drückten. Die Kinder freuten sich und spielten mit. „Du musst ganz viel mit Pia kuscheln, damit sie schnell wieder gesund wird“, gab Mario Danitz so beispielsweise dem dreijährigen Timo mit auf den Weg. „Und den Verband kannst du morgen wieder abnehmen. Das heilt bei Teddys nämlich viel schneller als bei uns Menschen“, sagte der Assistenzarzt.

13 Fachabteilungen

Das Sana Hanse-Klinikum Wismar zählt zu den großen Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern. In dem Krankenhaus mit 13 medizinischen Fachabteilungen werden im Jahr rund 47000 Patienten behandelt.

Mit 963 Mitarbeitern und einem Umsatz von 71,6 Millionen Euro pro Jahr zählt das Klinikum zu den größten Arbeitgebern in und um Wismar.

Seit März 2012 ist das umfangreich sanierte 470-Betten-Haus Teil der Sana Kliniken AG, die ihren Sitz im bayrischen Ismaning hat.

Nicole Hollatz

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