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Wertstofftonne kann für AWB teurer werden

Grevesmühlen Wertstofftonne kann für AWB teurer werden

Mehrkosten in Höhe von über 90 000 Euro sind bei einer neuen Berechnung im Jahr 2017 möglich

Grevesmühlen. . Wie ist die Situation beim Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) des Landkreises Nordwestmecklenburg? Stimmen die Zahlen und wo gibt es noch offene Fragen?

Antworten dazu hat am Donnerstagabend in der Malzfabrik Grevesmühlen AWB-Leiter Norbert Frenz gegenüber den Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt und Landwirtschaft des Kreistages Nordwestmecklenburg geliefert.

In dem zuerst von Frenz vorgetragenen Jahresabschluss sprach er mit Blick auf das Jahr 2015 von einem Verlust von 350000 Euro. „Das waren 29000 Euro mehr als geplant“, meinte der AWB-Leiter. Die höheren Verluste resultierten nach seiner Darstellung aus den um 36000 Euro gestiegenen Kosten für die Sperrmüllabfuhr, einer Vollzeitbeschäftigung des Betriebsleiters und einer Eingruppierungsanpassung im Kundenservice, die mit zusätzlichen 29000 Euro zu Buche schlagen. Außerdem seien 14000 Euro für Abschreibungen der Software entstanden. Höhere Beratungskosten wegen des Abfallwirtschaftskonzeptes und höhere, administrative Kosten im Zuge der Trennung des Unternehmens Nahbus kamen hinzu. Allein diese beiden Posten bedeuten einen um 108

000 Euro höheren Verlust in den Büchern des AWB.

Demgegenüber standen 2015 um 27000 Euro höhere Gebühreneinnahmen als ursprünglich kalkuliert und bei den sonstigen betrieblichen Erträgen gab es ein Plus von 40000 Euro. „Zudem fiel der Aufwand für die Bio- und Wertstoffsammlung deutlich geringer als angenommen aus“, sagte Frenz. Die Kosten lagen hier um 58000 Euro niedriger als gedacht.

Um die Gebühren stabil zu halten, wird der Wirtschaftsplan nach Darstellung von Frenz immer für drei Jahre erstellt. Den gerade beendeten Zeitraum 2014 bis 2016 habe man zwar mit einem Verlust von etwa 195000 Euro abgeschlossen. Das stelle aber kein größeres Problem dar, da dieser Verlust aus der Gebührenausgleichsrücklage gedeckt werden kann.

Für den neuen Kalkulationszeitraum von 2017 bis 2019 rechnet der AWB im ersten Jahr gegenüber 2016 mit einem Umsatzplus von rund 780000 Euro. Klar ist dagegen schon jetzt, dass die Kosten für die Sperrmüll- und Schadstoffentsorgung weiter steigen werden. Das belegen die Zahlen der gerade abgeschlossenen Ausschreibung. Für 2017 sind die Kosten um etwa 14000 Euro höher als kalkuliert, 2018 dann um etwa 24000 Euro.

Noch keine verlässlichen Berechnungen sind hingegen bei zwei Posten möglich. Der Einsatz der 2015 eingeführten Wertstofftonne könnte im Jahr um 94905,53 Euro höher ausfallen, sollte der Anteil der sogenannten stoffgleichen Nichtverpackung in der Tonne von 15 auf 20,09 Prozent steigen. Und sollte die Deponie Ihlenberg wie angekündigt die Kosten für die Müllabnahme um 10,5 Prozent erhöhen, dann wären das bei 14200 Tonnen im Jahr Mehrausgaben von über 144000 Euro.

Für 2017 plant der Abfallwirtschaftsbetrieb Nordwestmecklenburg Investitionen von insgesamt 44000 Euro. Darin enthalten sind im Zusammenhang mit dem Umzug des Betriebes von Grevesmühlen nach Gadebusch unter anderem Ausgaben für Server- und Speichertechnik in Höhe von 15 000 Euro. Auch neue Abfallbehälter müssen nach Aussage von Frenz im kommen den Jahr angeschafft werden. Der Kostenpunkt liegt hier bei 24000 Euro. Dazu kommen noch Ausgaben für PC und Monitore von jeweils 1000 Euro sowie für Büromöbel von 3000 Euro.

Dirk Hoffmann

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