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West I: Stadt ist dem neuen Wohngebiet einen Schritt näher

Grevesmühlen West I: Stadt ist dem neuen Wohngebiet einen Schritt näher

Ceravis verkauft ehemalige Flächen der Nordkorn- bzw. Getreide AG am Börzower Weg / Mit 12,5 Hektar Fläche ist es der größte Ankauf seit der Wende

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Hier könnten bald Wohnhäuser stehen: Die Stadt kaufte das Gelände am Börzower Weg in Grevesmühlen auf.

Quelle: Jana Franke

Grevesmühlen. Einen entscheidenden Schritt weiter ist die Stadt Grevesmühlen beim Vorhaben, am Börzower Weg ein weiteres Wohngebiet zu planen. In der vergangenen Woche ist der Kaufvertrag mit der Ceravis Real Estate aus Rendsburg zum Ankauf der ehemaligen Flächen der Nordkorn- bzw. Getreide AG beurkundet worden (die OZ berichtete am Sonnabend kurz). Grevesmühlens Stadtvertreter hatten dies vorab im Juni in ihrer Sitzung vor der Sommerpause beschlossen.

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Ceravis verkauft ehemalige Flächen der Nordkorn- bzw. Getreide AG am Börzower Weg / Mit 12,5 Hektar Fläche ist es der größte Ankauf seit der Wende

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Etwa 12,5 Hektar groß ist das erworbene Gelände. Flächenmäßig ist das der mit Abstand größte Ankauf der Stadt seit der Wende. Offiziell gibt es keine Kaufsumme über die Fläche. „Vereinbart wurde der Marktpreis, der sich an dem bestehenden Gewerbe auf dem Gelände richtet“, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Nach OZ-Informationen soll es sich um rund 2,3 Millionen Euro handeln. Finanziert werde der Ankauf nach Angaben von Grevesmühlens Bürgermeister Jürgen Ditz (ptl.) teilweise durch Kreditaufnahmen.

„Wir haben in den vergangenen Jahren trotz angespannter Haushaltslage deutlich unser Kreditvolumen reduziert und stehen, was das betrifft, vergleichsweise gut da“, erläutert er und ergänzt: „Zudem werden langfristig Grundstücksverkäufe dazu führen, dass wieder Einnahmen erzielt werden, nicht nur durch Kaufpreise, sondern vor allem durch die Neubürger, die wir damit werben.“ Zudem würde es aktuell ein extrem günstiges Zinsniveau geben, „sodass wir mit verhältnismäßig geringen Belastungen für den kommenden Haushalt rechnen können“, sagt Jürgen Ditz.

Die Stadt verfolgt zwei Ziele mit dem Erwerb der Fläche: Zum einen wird damit die Betriebsverlagerung des Getreidehandels in Richtung Gewerbe- und Industriegebiet Nordwest in Grevesmühlen forciert.

Zum anderen dient die angekaufte Fläche der weiteren städtebaulichen Entwicklung hin zu weiteren Wohnbauflächen.

Bereits vor drei Jahren kaufte die Stadt das angrenzende ehemalige, etwa vier Hektar große ACZ-Gelände von der Raiffeisen Mölln. Insgesamt stehen damit etwa 20 Hektar für die weitere Entwicklung am Börzower Weg zur Verfügung. „Ich war immer davon überzeugt, dass sich eine einvernehmliche Lösung finden wird“, erklärt Bürgermeister Jürgen Ditz. „Zuletzt erbrachte der Unternehmensverkauf von Getreide AG an Agravis/Ceravis den Durchbruch, was mich natürlich für die Anwohner in West II freut. Ansonsten ist zu sagen, dass wir natürlich sehr hart um den Kaufpreis gerungen haben.“

Mit Ceravis sind seinerzeit parallel zum Ankauf Pachtverträge vereinbart worden, die den weiteren Betrieb am jetzigen Standort am Börzower Weg absichern, bis der moderne Betriebsstandort am Baarssee errichtet ist. Die Änderungen des Bebauungsplans, die dafür erforderlich sind, laufen derzeit und werden in der kommenden Stadtvertretersitzung am 12. September (18.30 Uhr, Rathaussaal) erneut diskutiert. Spätestens 2019 sollen die letzten Betriebsteile am Börzower Weg aufgegeben werden.

Viel Zeit ist verstrichen. Zehn Jahre lang setzte die Stadt alles daran, das Areal am Börzower Weg zu kaufen und die ansässigen Betriebe zu einem Umzug an die andere Stadtgrenze zu bewegen. Umso größer ist jetzt die Freude über den entscheidenden Schritt der jüngsten Beurkundung. Beim Planungsgebiet West I handelt es sich laut Stadtverwaltung eher um ein mittelfristiges Vorhaben, das auch von Fördermitteln abhängt. Alle Hoffnung liegt beim Landwirtschaftsministerium Schwerin. Bürgermeister Jürgen Ditz geht davon aus, dass der Bebauungsplan für das neue Wohngebiet 2017 oder 2018 aufgestellt werden kann.

Jana Franke

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