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Wie wird man eigentlich Politiker?

Wismar Wie wird man eigentlich Politiker?

Bundestagsabgeordneter Frank Junge spricht bei der Kinder-Uni über Wahlen, Demokratie und volle Terminkalender

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Nach seinem Vortrag verteilte Bundestagsabgeordneter Frank Junge noch kindgerechte Informationsmaterialien der Bundesregierung an die Nachwuchsstudenten.

Wismar. Müssen Politiker immer einen Anzug tragen? Wie lange gibt es die Politik schon? Was ist stressig an dem Beruf? Frank Junge, Bundestagsabgeordneter der SPD-Fraktion, stellte sich gestern bei der Kinder-Uni an der Wismarer Hochschule den Fragen der Nachwuchsstudenten. „Ist Politiker ein schwerer Job?“, wollte ein Junge wissen. „Ja“, so die Antwort des 49-Jährigen. „Aber der Beruf ist auch sehr vielseitig und wird nie langweilig“ erklärte er weiter. „Man muss sich sehr viel informieren und diskutieren. Viele Menschen sind beispielsweise mit der Politik unzufrieden. Diese Kritik höre ich mir an und nehme sie für meine weitere Arbeit mit.“

OZ-Bild

Bundestagsabgeordneter Frank Junge spricht bei der Kinder-Uni über Wahlen, Demokratie und volle Terminkalender

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Die Demokratie, die wir haben, ist ein ganz hohes Gut, das wir schützen müssen.“Frank Junge, Bundestagsabgeordneter (SPD)

Frank Junge, geboren in Halle an der Saale und seit 1994 in Wismar, erklärte den Kindern die verschiedenen Ebenen der Politik. Er selbst ist Diplom-Sportlehrer, arbeitete dann bei einer Krankenkasse und später in der Stadtverwaltung Wismar. Von Beruf Politiker ist er seit 2013. „Alles, was nicht in eurem Zuhause passiert, das ist eigentlich schon Politik“, erläuterte er den abstrakten Begriff.

Mit einem Bilderrätsel testete der Dozent, welche Politiker seine Zuhörer kennen. Gregor Gysi? Unbekannt. Joschka Fischer? Ebenfalls. Angela Merkel? Die erkannten alle. Ähnliches Spiel auf Landes- und Kommunalebene. Lorenz Caffier? Fehlanzeige. Birgit Hesse? Schweigen im Plenum. Thomas Beyer? Der Wismarer Bürgermeister wurde lautstark erkannt.

Aber was machen Abgeordnete, außer Gesetze zu beschließen? Die Kinder tippten auf viel Papierkram, viel telefonieren und häufige Fahrten in andere Länder. Teilweise richtig. „Um für Termine und Abstimmungen vorbereitet zu sein, müssen wir zudem viel lesen und uns beraten“, erzählte Junge, der seit 1995 politisch aktiv ist, aus seinem Alltag. „Besonders wenn wir uns in Berlin treffen, dann ist der Terminkalender immer sehr voll.“

Und wie wird man Politiker? „Man sollte Spaß daran haben, möglichst einer Partei beitreten und muss sich dann zur Wahl stellen lassen“, erklärte Junge. Er betonte: „Freie Wahlen, wie wir sie in Deutschland haben, kennen viele Länder nicht. Deshalb ist unsere Demokratie ein ganz hohes Gut, das wir schützen müssen.“ Daher sei es so wichtig, wählen zu gehen. „Wer Klassensprecher ist, der hat ähnliche Aufgaben wie ein Politiker“, veranschaulichte Junge seine Arbeit. „Wer also Spaß daran hat, der könnte später auch in die Politik einsteigen. Denn nur so hat man die Chance, etwas zu verändern und nicht nur zu meckern.“

Vanessa Kopp

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