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Wismar Wieder Feuer in Rüting: Ist ein Brandstifter am Werk?
Mecklenburg Wismar Wieder Feuer in Rüting: Ist ein Brandstifter am Werk?
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00:01 25.05.2016

Einiges deutet darauf hin, dass ein Feuerteufel sein Unwesen in Rüting treibt. Erst in der vergangenen Woche brannten auf dem Gelände der Agrargenossenschaft 600 Strohballen, in der Nacht zu gestern in Richtung Schildberg eine Carportanlage. Verkohlte Stumpen ragen aus den Brandresten hervor. Vom Carport ist nicht mehr viel übrig, ebenso wenig von vier Autos, zwei Anhängern und einem Motorroller, die dort untergestellt waren. Wenige Meter entfernt standen zwei weitere Fahrzeuge. Durch die enorme Hitze sind auch sie in Mitleidenschaft gezogen worden und nicht mehr fahrbereit.

Zur Schadenshöhe kann die Polizei noch keine Angaben machen. Konkret spricht sie auch noch nicht von Brandstiftung. „Aber sie ist nicht auszuschließen“, erklärt Polizeisprecherin Karen Jung. Den ganzen Vormittag war gestern ein Brandursachenermittler vor Ort, der nach Brandherden sucht. „Wir müssen das Gutachten abwarten“, so Karen Jung.

Fakt ist: Gegen 23.20 Uhr ging am Montag ein Notruf bei der Rettungsleitstelle in Schwerin ein. Der Anrufer meldete, dass er einen Feuerschein in der Carportanlage wahrgenommen habe. Eine weitere Zeugin wählte wenig später den Polizeinotruf und sprach von mehreren Knallgeräuschen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brannte der Fahrzeugunterstand in voller Ausdehnung. Die Flammen drohten auf einen weiteren, nur wenige Meter daneben befindlichen Fahrzeugunterstand mit mehreren Autos überzugreifen. Das konnten die 40 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Rüting, Upahl und Grevesmühlen verhindern.

GER setzt erneut Belohnung aus

Der Vorfall in Rüting weckt Erinnerungen bei den Mitarbeitern des Entsorgungsunternehmens GER. Am Nachmittag des 20. Juni 2015 war auf dem Recyclinghof in Neu Degtow ein Feuer ausgebrochen.

Brandstiftung ist nachgewiesen, ein Täter bisher nicht ermittelt. Das Unternehmen gibt die Schadenshöhe mit mehreren Hunderttausend Euro an; vom Imageschaden ganz zu schweigen. Mittlerweile hat GER in zusätzliche Überwachungstechnik und in ein neues Brandschutzkonzept investiert. Im August vergangenen Jahres setzte das Unternehmen zur Ergreifung des Täters eine Belohnung in Höhe von 15000 Euro aus. Diese Summe erhöhte der neue Geschäftsführer Claudius Martinetz jetzt noch einmal um 5000 auf 20000 Euro. „Die Belohnung setzen wir für Hinweise aus, die zur Ergreifung und rechtskräftigen Verurteilung führen“, erläuterte Martinetz. Die Polizeiermittlungen sind ins Stocken geraten, der Fall liegt bei der Staatsanwaltschaft.

Weiterer ungeklärter Fall

Die Kriminalpolizei ermittelt auch noch im Fall der niedergebrannten Scheune der Familie Lohmeyer in Jamel im Sommer 2015. Ins Visier gerieten neben Mitgliedern der rechten Szene auch Lokalpolitiker, Mitglieder des Landtags und Feuerwehrkameraden. In allen Fällen nimmt die Polizei in Grevesmühlen (☎ 0 38 81/72 00) oder jede andere Dienststelle Hinweise entgegen.

Jana Franke

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