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Wismar Willi Sellmann (18) ist der Wismarer Elvis
Mecklenburg Wismar Willi Sellmann (18) ist der Wismarer Elvis
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07:17 06.12.2018
Willi Sellmann (18) macht gerade sein freiwilliges Jahr in der Kultur beim Jauxi-Verein und hat mit den Projekten gut zu tun. Quelle: Nicole Hollatz
Wismar

Sie nutzen ihre Freizeit, um Menschen mit ihrem Gesang und Schauspiel zu unterhalten – die Jugendlichen vom Verein „Jauxi! Entertainment“. Dafür proben 100 Mädchen und Jungen aus Wismar und der Umgebung oft stundenlang. Mit dabei ist Willi Sellmann. „Langweilig wird mir nicht“, lacht er in der Familienküche von Anh Khoa Tran. Der Regisseur übt gerade mit Isabell Ehlers, Esther Ballentin, Fiete Riga und Paul Schulz das „Halleluja“ für die Weihnachtsshow. „In einer halben Stunde hab’ ich Probe“, klappt er den Laptop auf und guckt über den alten Jauxi-Flyer, der dringend aktualisiert werden muss.

Willi Sellmann (18) macht gerade sein freiwilliges Jahr in der Kultur beim Jauxi-Verein und hat mit den Projekten gut zu tun. Quelle: Nicole Hollatz

Willi Sellmann (18) macht gerade sein Freiwilliges Jahr in der Kultur im Jauxi-Verein. Den Verein haben die Jugendlichen um Anh Khoa nach ihrem ersten Musicalerfolg gegründet. Inzwischen arbeiten sie am dritten Musical. Und dazu an der Weihnachtsshow. „Eigentlich sollte das nur ein kleines Konzert im Theater werden, um Geld für das Musical einzuspielen. Aber das ist dann irgendwie eskaliert“, grinst Willi. Auch das ist seine Aufgabe, die Lieder zu einem Stück, zu einer zauberhaften Weihnachtsgeschichte zusammen fassen.

Er ist entsprechend stark in die Jauxi-Organisation eingebunden, verteilt Flyer, schreibt Spendenbescheinigungen, hält viele Fäden in der Hand. Und „nebenbei“ probt er für die Hauptrolle des nächsten Stücks. „All shook up“ - ein US-Amerikanisches Musical mit der Musik von Elvis Presley bringen die Jugendlichen im kommenden Jahr auf die Bühne.

Spenden für zwei Vereine

Die OZ-Weihnachtsaktion in Wismar unterstützt das ehrenamtliche Engagement - das der Rettungsschwimmer und des Vereins „Jauxi!Entertainment“. Die beiden Wismarer Vereine sind auf Spenden angewiesen, um ihre großartige Arbeit fortführen zu können.

„Jauxi“ braucht dringend Geld für weitere Produktionen - für Gesangsprofis, die sie unterrichten, Kostüme und Bühnenbilder.

Die Ortsgruppe der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sorgt nicht nur dafür, dass im Sommer die Strände in der Region gut überwacht werden. Ihre Mitglieder kümmern sich auch um Kinder aus sozial schwachen Familien, Krebspatienten, Erwachsene, die nicht schwimmen können, und helfen in Havarie- und Katastrophenfällen. Die DLRG braucht Geld für Ausbildungskurse und -materialien.

Wenn auch Sie, liebe Leser, die OZ-Weihnachtsaktion unterstützen möchten, können Sie auf folgende Konten spenden – mit dem Kennwort „Helfen bringt Freude“:

Bei der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest: Empfänger DLRG Wismar, IBAN: DE98140510001006025185

Bei der Volks- und Raiffeisenbank: Empfänger Jauxi!Entertainment, IBAN: DE52140613080104132610

Die Namen der Spender werden in der OZ veröffentlicht. Wer das nicht möchte, gibt das bitte bei der Überweisung an.

Willi Sellmann hat sich für seine Rolle extra Koteletten wachsen lassen. „Ich singe und spiele Chad, die Figur, die von Elvis inspiriert wurde“, erzählt er vom Rock'n'Roll-Musical. Bei „Hairspray“ hatte er eine Nebenrolle, nun spielt und singt er die Hauptrolle. „Singen hat mir immer Spaß gemacht, aber ich habe das nie aktiv verfolgt.“ Anh Khoa hat ihn ermutigt, die Rolle zu übernehmen.

Willi Sellmann erzählt, wie es anfing. „Da hat mich so ein weit jüngerer Schüler auf dem Schulflur angesprochen, ob ich bei seinem Musical mitmachen will!“ Das war Anh Khoa. „Der war da Achtklässler! Ich hab nur gelacht und dachte, der erzählt Unsinn.“ Und auf einmal war er als Tänzer auf der Wismarer Theaterbühne.

Willi Sellmann ist begeistert nach seinen eineinhalb Jahren beim Wismarer Jugendmusicalprojekt. „Ich bin um einiges selbstbewusster geworden“, erzählt er von der eigenen Aufregung vor jedem Auftritt. „Mir war kotzübel! Jetzt freu ich mich nur noch und dreh nicht mehr durch!“, lacht er.

Inzwischen geht er sogar weiter. Er überlegt, Schauspiel zu studieren. „Mein Bruder wollte das auch, hat sich nicht getraut und bereut das inzwischen“, erzählt er. Er selbst hatte vor dem Jugendmusicalprojekt keinen Zugang zum Theater. Anh Khoa hat den Stein ins Rollen gebracht. Und auch das machen die beiden „nebenbei“. Die Bewerbung für das Schauspielstudium fertig machen. „Ich muss zwei Monologe vortragen, die üben wir ein“, dankt Willi Sellmann.

Er will sich weiter engagieren, will im Januar ein Projekt für Jugendliche für HipHop und Techno initiieren, live auf einer kleinen Bühne. „Es gibt in Wismar eine Menge Leute, die solche Musik selbst machen“, erzählt er. Die will er ansprechen und ermutigen, aufzutreten. Er ist sich sicher, dass ihm das gelingt, so wie es seinerzeit Anh Khoa mit ihm gelungen ist.

Nicole Hollatz

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