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Wirtschaft: Headhunter soll Geschäftsführer für Landkreis aufspüren

Wismar Wirtschaft: Headhunter soll Geschäftsführer für Landkreis aufspüren

Der Landkreis hat jetzt einen Headhunter (Kopfjäger) beauftragt, um nach einem neuen Geschäftsführer für die Wirtschaftsfördergesellschaft (WFG) zu suchen. Aus diesem Grund will der Kreistag am 22.

Wismar. Der Landkreis hat jetzt einen Headhunter (Kopfjäger) beauftragt, um nach einem neuen Geschäftsführer für die Wirtschaftsfördergesellschaft (WFG) zu suchen. Aus diesem Grund will der Kreistag am 22. September einen Beschluss zur Aufhebung einer Finanzsperre im Haushaltsplan fassen und 100 000 Euro freigeben. Dabei handelt es sich um 50 Prozent der für Angelegenheiten der WFG in diesem Jahr gesperrten Mittel.

Headhunter heißen Personalberater beziehungsweise -vermittler, die dafür sorgen, dass Stellen – meistens im leitenden Management – vom passenden Personal besetzt werden.

Dienstleistungen einer Headhunter-Agentur, die in der Regel über ein gut sortiertes Netzwerk und hervorragende Kontakte in der Wirtschafts- und Finanzwelt verfügt, kosten etwas. Genauso wie die Personen, die sie vermitteln. Über die Freigabe dieses Geldes wurde im Finanzausschuss diskutiert. Gestern Abend befasste sich der Ausschuss für Wirtschaft mit dem Thema.

Roland Anderko (CDU), Finanzausschussvorsitzender des Kreistags, fragte angesichts der hohen Summe nach, ob der neue Geschäftsführer „dreimal so viel wie die Landrätin verdienen muss?“

Daraufhin erklärte Roland Finke von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung in der Kreisverwaltung, dass bisher über die Gehaltsvorstellungen des oder der Anzuwerbenden noch keine Klarheit herrsche.

„Dazu können wir erst eine Aussage treffen, wenn die Bewerbungsgespräche laufen. Dann wird man sehen, welche Gehaltsvorstellungen zur Sprache kommen“, so Finke. Jedoch räumte er ein: „Man kann davon ausgehen, dass solche Profis bestimmte Vorstellungen haben.“ Zum anderen müsse laut Finke der Landkreis dem neuen Top-Wirtschaftsfachmann auch „Geld an die Hand geben, um sich ein seiner Tätigkeit entsprechendes Büro einzurichten und Mitarbeiter, die zusätzlich benötigt werden, einzustellen.“

Der Landkreis Nordwestmecklenburg geht beim Honorar des beauftragten Headhunters von Kosten in Höhe von 25 Prozent des Jahresbruttogehaltes des neuen Geschäftsführer aus. Sollte die Stelle bereits – wie geplant – zum Oktober dieses Jahres besetzt werden, werden noch weitere 25 Prozent des Jahresgehaltes des neuen Geschäftsführers hinzukommen.

Die Beschlussvorlage passierte den Finanzausschuss letztlich mit vier Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen.

Annett Meinke

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