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25 Jahre Einsatz für Wismars Wirtschaft

Wismar 25 Jahre Einsatz für Wismars Wirtschaft

WWG zeichnet zum Jubiläum verdienstvollen ehemaligen Vorsitzenden aus / Fit für neue Herausforderungen

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Dr. Wieland Kirchner (l.), WWG-Vorsitzender, überreichte Karlheinz Paetow gestern Blumen sowie die Ehrennadel der Wismarer Wirtschaftsgemeinschaft. Manuel Krastel (r.) vom WWG-Vorstand hielt die Laudatio auf den Geehrten.

Quelle: Fotos: Sylvia Kartheuser

Wismar. Seit 25 Jahren haben Handel und Wirtschaft in der Hansestadt einen festen Ansprechpartner: die Wismarer Wirtschaftsgemeinschaft (WWG) mit 230 Mitgliedern. Gestern im Zeughaus war Zeit, sich für Geleistetes einmal auf die Schulter zu klopfen und klopfen zu lassen. Denn was einmal ganz bescheiden angefangen hatte, um Wismar zu einer Weihnachtsbeleuchtung zu verhelfen, hat sich zu einer festen Größe entwickelt. Ob Hafenfest oder Unternehmerball, ob Holzcluster oder Entwicklung der Innenstadt, an allem hat die WWG ihren Anteil. „Mit mehr als 6000 sozialpflichtig Beschäftigten bei unseren Mitgliedern repräsentieren wir mehr als jeder andere Verband die Wirtschaft in der Region Wismar“, sagte der WWG-Vorsitzende Wieland Kirchner bei der Feierstunde zum Jubiläum.

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WWG zeichnet zum Jubiläum verdienstvollen ehemaligen Vorsitzenden aus / Fit für neue Herausforderungen

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Den Erfolg der Wirtschaftsgemeinschaft machte Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) vor allem daran fest, dass die Mitglieder zusammengeblieben sind, trotz unterschiedlicher Anliegen und Interessen in den einzelnen Branchen. Denn immerhin reicht das Spektrum von Industrieunternehmen wie Egger Holzwerkstoffe und Aero-Coating über das Handwerk wie die Bäckerei Tilsen oder Treppenbau Plath bis zu Handel, Gastgewerbe, Banken und Versicherungen. Doch auch die Adler-Schiffe GmbH & Co. KG, der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft, die Norddeutsche Pflanzenzucht und der TÜV Nord, um nur einige zu nennen, zählen zu den Mitgliedern.

Mit 25 Jahren sei die WWG den Kinderschuhen entwachsen, sagte Thomas Beyer. „Die ersten Schritte kommen einem immer lang und mühsam vor. Es gab Rückschläge, aber auch Erfolge.“ Jetzt sei Zeit, die Weichen für die Zukunft, die Karriere zu stellen. „Wie schön, wenn man dazu nicht in die Ferne muss.“ Wismar werde der Wirtschaftsgemeinschaft weiterhin ein reges Betätigungsfeld mit immer neuen Herausforderungen bieten, versicherte der Bürgermeister.

Festredner Torsten Windels, Chefvolkswirt der Norddeutschen Landesbank, sah eine in der Werften-Übernahme durch Genting. Mit dem Bau von Flusskreuzfahrtschiffen hätten weder die Wismarer Werft noch der Eigner Erfahrung. Da müssten Fachleute her. „Die, zum Beispiel Ingenieure, zieht es aber nicht unbedingt in so kleine Städte wie Wismar“, führte er an. Allerdings habe die Hansestadt ein Pfund, mit dem sie wuchern könne. „Wismar hat ein attraktives Stadtbild und reizvolles Umfeld. Außerdem stimmt die Infrastruktur und größere Städte, sogar Hamburg und Berlin, sind schnell zu erreichen.“

Dieses Kapital dürfe nicht unterschätzt werden, so der Volkswirt.

All den Reden, die zum Teil recht lang gerieten, lauschte Karlheinz Paetow aus der ersten Reihe – und dort wäre er auch gern sitzen geblieben. Doch der bescheidene Mann musste auf die Bühne. Von 2006 bis 2011 stand er an der Spitze der WWG und hat sich stark für Bildung und Nachwuchskräfte eingesetzt. Gestern bekam er die Ehrennadel der Gemeinschaft. Auch wenn er in keiner Hansestadt geboren wurde, sei er vom Charakter her doch durch und durch Hanseat, sagte Vorstandsmitglied Manuel Krastel in seiner Laudatio und weiter: „Karlheinz Paetow hat sich immer für das Allgemeinwohl eingesetzt und seine Netzwerke halten ewig.“ Paetow dankte mit knappen Worten und war sichtlich froh, als er die Bühne verlassen konnte.

Aus der Geschichte

1991 Im ehemaligen Clubhaus der MTW-Werft in Fründts Hotel trifft sich am 19. November eine Handvoll engagierter Männer und gründet das „Aktionsbündnis Innenstadt“. Vorrangiges Ziel ist, eine Weihnachtsbeleuchtung für die Wismarer Straßen zu organisieren.

Das Aktionsbündnis wird schnell zur Wismarer Wirtschaftsgemeinschaft. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Götz Weidner, Richard Bennin, Andreas Minks, Reinhard Sieg, Detlef Schmidt, Carl-Michael Wahrmann, Hanjo Volster und Jürgen-Bernhard Kruse. Wichtiger „Geburtshelfer“ war der damalige Karstadt-Geschäftsführer Siegfried Neumann.

In 25 Jahren organisierte die WWG die ersten Hafenfeste und seit 1994 alljährlich die „Automeile“. Zum Jubiläum „1000 Jahre Mecklenburg“ veranstaltete die Gemeinschaft ein Volksfest und die „Fürstenhochzeit“.

Seit Jahren hat die „Mittwochsrunde“ einen festen Platz im Jahreskalender der WWG. Sie bietet der örtlichen Wirtschaft und Politik eine Ebene zu zwanglosen Gesprächen. Die erste fand im Hotel „Stadt Hamburg“ mit Bürgermeisterin Rosemarie Wilcken statt.

2013 gab es im Hotel „Alter Speicher“ den ersten Neujahrstreff der WWG. Zur Gemeinschaft gehören mittlerweile 230 Mitglieder aus den Bereichen Handel, Handwerk und Dienstleistung.

Sylvia Kartheuser

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