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250 Bohlen für die neue Spundwand im Hafen

Wismar 250 Bohlen für die neue Spundwand im Hafen

Die Basis der zusätzlichen Kaikante wird mehr als 330 Meter lang / Ab Ende 2018 können dann Schiffe bis zu 294 Meter Länge Wismar anlaufen

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Kurzes Tuten für ein großes Projekt: Bürgermeister Thomas Beyer gibt das Signal für den ersten Rammschlag. Mit dabei sind Ralf Mertz (v. l.), Chef der Ed Züblin AG, Seehafen-Geschäftsführer Michael Kremp und Knut Merz, Projektleiter Züblin. Fotos (3): Hans-Joachim Zeigert

Wismar. Im Seehafen haben die Arbeiten an der Spundwand begonnen. Hintergrund ist die Erweiterung des Hafens um neue Liegeplätze für große Frachtschiffe zu schaffen. Die 332 Meter lange Spundwand soll ab Ende 2018 die Grundlage für eine neue Kaikante bilden. Dann können auch große Schiffe die Hansestadt anlaufen.

OZ-Bild

Die Basis der zusätzlichen Kaikante wird mehr als 330 Meter lang / Ab Ende 2018 können dann Schiffe bis zu 294 Meter Länge Wismar anlaufen

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Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) leitete mit einem langen Tuten aus der Druckluftflasche symbolisch den ersten Rammschlag vor dem neuen Hafenbauplatz ein. Und schon begann der Rammbär sein wuchtiges Werk.

Für die künftige Spundwand werden spezielle Bohlen gesetzt. Sie sind bis zu 28 Meter lang und 1,40 Meter breit. Ihr Gewicht liegt bei acht bis neun Tonnen. Diese stählerne Wand aus 250 bis 260 Elementen wird einmal insgesamt 332 Meter lang sein und die Basis einer neuen Kaikante bilden. „Etwa 80 Meter vom jetzigen Ufer entfernt“, erklärt Projektleiter Knut Mertz vom Unternehmen Züblin.

Ist die Spundwand fertig, beginnt eine Art moderne Landgewinnung. Denn dadurch entsteht eine neue, 41500 Quadratmeter große, multifunktionale Hafenfläche, einschließlich Gleisanschluss und der Verbindung Hafenstraße zum neuen Terminal.

Die Rammarbeiten sollen spätestens nächstes Jahr im März beendet sein. Ab Ende 2018 können dann Großschiffe mit einer Länge bis 294 Meter an den beiden zusätzlich geschaffenen Liegeplätzen festmachen. Damit werde die Erschließung weiterer Märkte nach Übersee möglich, sagte Thomas Beyer.

Dazu bedarf es einer ausreichend tiefen Zufahrt. Daher wurde bereits im Vorfeld gebaggert und gebaut. Diese und weitere Arbeiten wurden und werden weiterhin von der Ed Züblin AG sowie dem Spezialisten für besonderen Wasserbau, der Colcrete von Essen GmbH, durchgeführt.

Insgesamt wird die Hafenerweiterung in Wismar rund 31 Millionen Euro kosten. Ende Juli überreichte der alte und neue Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, Christian Pegel (SPD) den Fördermittelbescheid. Das Land beteiligt sich zu 75 Prozent an den förderfähigen Kosten, also mit rund 21,9 Millionen Euro.

Mit dem Abschluss dieses Projektes will der Seehafen Wismar seinen Standort im Wettbewerb stärken. „Markt- und Wettbewerbslage machen den Bau dieser zusätzlichen Kaianlage und Umschlagfläche erforderlich“, betonte Thomas Beyer. Nur so würde die Hansestadt auf Augenhöhe mit Kunden und Mitbewerbern bleiben und könne die Anforderungen an einen wettbewerbsfähigen Hafenstandort bedienen.

Beyer hofft wegen der Wiederbelebung des Schiffbaus in Wismar auch auf eine Beschleunigung des Vorhabens zur Vertiefung der Bundeswasserstraße.

Die Weichen für eine positive Zukunft des Seehafens wurden am 28. Januar 1998 gestellt. Damals löste Bürgermeisterin Rosemarie Wilcken (SPD) den ersten Rammschlag für die fast 500 Meter lange Kaikante der neuen Massengutpier aus. Die Investition vor fast 20 Jahren: 55 Millionen D-Mark.

Hans-Joachim Zeigert

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