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Achtung! Die Schweden kommen Varning! Svenskarna kommer

Wismar Achtung! Die Schweden kommen Varning! Svenskarna kommer

Vom 18. bis 21. August wird Wismar wieder blau-gelb / Zum 17. Mal erinnert die Hansestadt mit dem Fest an die Zugehörigkeit zu Schweden

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Auch in diesem Jahr werden wieder schwedische Truppen in Wismar auflaufen.

Quelle: Fotos: Bernd Wüstneck/dpa (1), Jazzarchiv (1), Swen Pförtner/dpa (1), Oz (2)

Wismar. Bald ist es wieder so weit: Für vier Tage wechseln die Farben der Stadt Wismar von weiß-rot zu blau-gelb. Vom 18. bis 21. August ist die Hansestadt in schwedischen Händen, wenn zum 17. Mal mit dem Schwedenfest an die Zeit unter der Flagge des skandinavischen Landes gedacht wird. „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal unserer Stadt“, betont Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) die Bedeutung der Veranstaltung. „So gern wir Wismarer auch einfach nur feiern, ist dieses Event zudem ein Marketinginstrument, um mehr Gäste in unsere Stadt zu locken.“ Über 100

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Vom 18. bis 21. August wird Wismar wieder blau-gelb / Zum 17. Mal erinnert die Hansestadt mit dem Fest an die Zugehörigkeit zu Schweden

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000 Besucher aus ganz Deutschland und überwiegend dem skandinavischen Ausland werden auch in diesem Jahr wieder erwartet. „Unser Ziel ist es, mit unserem Programm alle Generationen anzusprechen“, erklärt Beyer, der nach eigenen Angaben bereits voll im Schwedenfest-Modus ist.

Das Programm an den vier Tagen ist vollgepackt. Musik, Sport, Spiel, Historie – das Spektrum ist breit gefächert. Am Donnerstag wird traditionell das Schwedenlager auf dem Marktplatz aufgebaut. „Rund 70 Darsteller aus Göteborg, Malmö und Stockholm werden ab Freitag dann den Gästen zeigen, wie zur damaligen Zeit gelebt wurde“, erzählt Monika Nareyka, zuständig für das kulturhistorische Programm.

Neu in diesem Jahr: Die norwegischen Truppen werden auf Pferden ins Feldlager einziehen. „Und wie wir wissen, war das Verhältnis zwischen Schweden und Norwegern damals nicht sehr harmonisch“, verrät Monika Nareyka.

Am Samstagabend heißt es dann – ebenfalls schon traditionell – Bühne frei für die NDR-Sommertour. „Es gibt dafür keinen schöneren Marktplatz dieser Größenordnung in Mecklenburg-Vorpommern“, erklärt Monika Muth vom NDR, warum die Hansestadt stets eine beliebter Tourstation ist. „Wir werden in diesem Jahr etwas früher mit dem Programm beginnen, um familienfreundlicher zu sein.“ Los geht es um 18.30 Uhr. Erst wird die Showband „Atomic Playboys“ aus Hamburg die Bühne rocken. Danach steht Sänger Max Mutzke, der im Jahr 2004 den achten Platz für Deutschland beim Eurovision Song Contest belegte, auf der Bühne. Höhepunkt wird dann gegen 22 Uhr der Auftritt von Sänger Sasha. Seit über zehn Jahren gilt der 44-Jährige als einer der erfolgreichsten Künstler der deutschen Musikszene.

Zu seinen großen Hits zählen „I feel lonely“, „Chemical Reaction“ und „Lucky day“.

Höhepunkt am Sonntag wird der Schwedenweg. Um 11.30 Uhr starten die Teilnehmer am Marktplatz und ziehen durch die Altstadt. Mit dabei der Wismarer Schützenverein, das Blasorchester Dorf Mecklenburg und die Neubrandenburger Stadtfanfaren.

„Zurzeit ist jede Woche etwas los in unserer Stadt“, sagt Bürgermeister Beyer. „Und das Schwedenfest ragt dabei besonders heraus.“ In diesem Sinne: Välkommen!

Höhepunkte auf der Bühne

Donnerstag, 18. August: 18 bis 22.30 Uhr, Auftaktprogramm mit „Sabine Fischmarkt“ und „Midnight Smile“.

Freitag, 19. August: 16 bis 17.30 Uhr Eröffnungszeremonie. 20 bis 23 Uhr „48 Stunden“, „Marius Müller-Weitersagen“ und „Sebastian Hämer & Band“. 23 Uhr Höhenfeuerwerk.

Sonnabend, 20. August: ab 19 Uhr NDR-Sommertour

Sonntag, 21. August: 14.30 bis 16 Uhr Programm für Kinder, 16.15 bis 18 Uhr Shantychor „Blänke“, „Jazz ’n Others“.

• Komplettes Programm: www.schwedenfest-wismar.de

Zur Geschichte

1632 wurde die Stadt Wismar durch die schwedischen Truppen eingenommen.

1648 fielen die Stadt und die Herrschaft Wismars durch den Friedensschluss von Osnabrück nach dem Dreißigjährigen Krieg an Schweden.

1803 wurde Wismar in Malmö für hundert Jahre an das Herzogtum Mecklenburg verpfändet.

1903 verzichtete das schwedische Königreich, zu dem Wismar hoheitlich noch immer gehörte (eine Besonderheit der europäischen Geschichte), auf die Einlösung des Pfandes. Wismar wurde endgültig dem Herzogtum Mecklenburg eingegliedert und kam somit zurück nach Deutschland. Die entsprechenden Verträge wurden am 19. August 1903 unterzeichnet.

Noch heute gibt es viele architektonische Zeugnisse aus der Schwedenzeit in der Hansestadt zu sehen. Dazu gehören unter anderem das Kommandantenhaus und der „Alter Schwede“

(Restaurant am Marktplatz), der Wasserturm und das Provianthaus am Lindengarten, die Schwedenköpfe vor dem Baumhaus am Alten Hafen, das Zeughaus in der Ulmenstraße (heute Stadtbibliothek), der Fürstenhof (heute Sitz des Amtsgerichtes Wismar), die Wrangel-Uhr im Kirchturm von St. Marien, der Schwedenstein Am Köppernitztal und das Brauhaus am Lohberg.

Vanessa Kopp

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