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Wismar Alle Wonnemars bekommen Hotels

Nach Pilotprojekt in Wismar plant das Unternehmen Häuser für sämtliche Standorte bundesweit

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Blick auf das Wismarer Wonnemar mit Hotel (auf der linken Seite) sowie Badewelt, Saunadorf und Sporthalle (rechts).

Quelle: Fotos: Manthey/wonnemar

Wismar. Sechs Wonnemar Bäder gibt es in Deutschland. Nur eins der Erlebnisbäder hat bislang ein Hotel – das in Wismar. Die Hansestadt ist ein Pilotprojekt des Unternehmens. Denn: „Auch die anderen Wonnemars sollen nach und nach ein Hotel bekommen“, berichtet die Wismarer Marketingleiterin Madlen Spiekermann. Sie freut sich über die bundesweite Vorreiter-Rolle. Und die verläuft „sehr gut“.

OZ-Bild

Nach Pilotprojekt in Wismar plant das Unternehmen Häuser für sämtliche Standorte bundesweit

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17 Jahre ist das

Wonnemar Wismar im November 2017 in Betrieb. Rund

24,3 Millionen Euro sind in das Erlebnisbad investiert worden. Eine halbe Million Besucher nutzen jedes Jahr die Bäder und Saunen. Die Wasserfläche beträgt 1445 Quadratmeter.

12,8 Millionen Euro hat die Interspa-Gesellschaft aus Stuttgart in Wismar investiert, um gleich neben dem Schwimmbad ein Wellness-Hotel zu bauen. Über einen 18 Meter langen sogenannten Bademantelgang in acht Metern Höhe gelangen die Gäste ins Spaßbad. Seit sieben Monaten ist das 90-Zimmer-Resort jetzt in Betrieb. „Die Buchungszahlen sind hervorragend“, sagt Gerald Henningsen (55), Hoteldirektor und Chef von 50 Mitarbeitern. Die Gäste würden vor allem aus Deutschland kommen, aber auch überraschend viele Skandinavier checken ein. Außerdem nutzen unter der Woche etliche Geschäftsleute die Hotelzimmer, vor allem aus der Werft- und Holzindustrie.

Die Zahl der Touristen, die im Urlaub aktiv sein und sich entspannen wollen, sind laut Landestourismusverband ein großer Wirtschaftsfaktor. Das hat Interspa erkannt und in ein erstes Hotel investiert – dort, wo vor 17 Jahren das erste Wonnemar eröffnet hat. Die anderen Standorte sollen ebenfalls Übernachtungsmöglichkeiten bekommen: Bad Liebenwerda (Brandenburg), Backnang (Baden-Württemberg) sowie Marktheidenfeld, Ingolstadt und Sonthofen (alle Bayern). Große Spaßbäder mit Hotels gibt es in MV nur zwei: das Wismarer Wonnemar und den Stralsunder Hanse Dom.

„Ein Hotel ist eine vernünftige Idee, um ein Erlebnisbad zukunftsfähig zu machen“, sagt Tobias Woitendorf, Vize-Geschäftsführer vom Landestourismusverband. Auch der Hotelmarkt in Wismar hätte dieses Haus noch gut vertragen. In den 1990er Jahren seien in MV reihenweise Bäder und Thermen eröffnet worden – viele hätten aufgrund hoher Kosten aber schnell wieder aufgegeben. In Wismar und Stralsund werden die Erlebnisbäder von den Städten finanziell unterstützt. Sie sind die beiden größten im Land. „Spaßbäder sind teurer in der Unterhaltung, deshalb braucht man ein zweites Standbein – und das ist auch bei uns das Hotel“, sagt Dirk Höft, Direktor des Hansedom-Hotels in Stralsund. Mit dessen Auslastung sei er zufrieden. Das Hotel fülle sich bei schönem Wetter, das Bad bei schlechtem.

Knapp drei Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet das Gastgewerbe in MV jedes Jahr. Am erfolgreichsten sind Gaststätten und Hotels in Küstennähe. Während die Zahl der Häuser auf dem Land sinkt, kommen entlang der Ostsee weitere Häuser hinzu. „Aber nur einige ausgewählte, denn so viele freie Standorte gibt es nicht mehr“, teilt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband mit. Überdachte Badevergnügen gibt es an vielen Orten – unter anderem in Graal-Müritz, Sellin (Rügen) oder in Ahlbeck auf der Insel Usedom. „Bäder sind sehr Personal- und Energieintensiv“, weiß Tobias Woitendorf.

Der Wasserverbrauch im Wonnemar beträgt in zehn Jahren rund 1,2 Millionen Kubikmeter – das entspricht dem Verbrauch von 9520 Privathaushalten. Um Profit zu erwirtschaften seien deshalb auch Tagesgäste aus MV wichtig.

Nach Wismar fahren viele Menschen aus Nordwestmecklenburg und der Region um Rostock. In den 18 Wasserbecken und diversen Saunen tummeln sich jährlich rund 500 000 Gäste. Wie viele Besucher durch das neue Hotel hinzukommen, wird sich Ende des Jahres zeigen. Entstanden ist das Resort mit Familienzimmern und Suiten auf einem mehr als 11000 Quadratmeter großen Grundstück – inklusive Außenterrasse, Biergarten und Restaurant. Neuer Küchenchef ist Sascha Hamp. Der 33-Jährige ist aus der Eifel an die Küste gekommen. Mit seinem Team will er künftig auch mit Ärzten aus der Region zusammenarbeiten, um den Gästen spezielle Ernährungskurse anbieten zu können, verrät Hotelchef Gerald Henningsen.

Kerstin Schröder

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