Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 14 ° Sprühregen

Navigation:
Bauprojekt Poeler Straße kommt ins Rollen

Wismar Bauprojekt Poeler Straße kommt ins Rollen

Der nächste Schritt für die Eisenbahnüberführung ist gemacht, die Kreuzungsvereinbarung unterschrieben / Vorbereitungen können 2017 beginnen

Voriger Artikel
German Pellets: Insolvenzverfahren im Mai
Nächster Artikel
Westkai nach fast zwei Jahren Bauzeit freigegeben

Dieser Entwurf zeigt, wie die Bahnüberführung nach der Fertigstellung aussehen soll.

Quelle: Fotos: Deutsche Bahn (1), Oz (3)

Wismar. Von der einen Großbaustelle zu nächsten: Die Liste der Bauprojekte, die in den kommenden Jahren in Wismar realisiert werden, ist lang. Mit auf der Agenda: die Bahnüberführung in der Poeler Straße. Nach einer zweijährigen Verzögerung ist der nächste Schritt nun gemacht, die Kreuzungsvereinbarung ist vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur genehmigt worden. „Wir erwarten den finalen Beschluss vom Eisenbahnbundesamt Mitte des Jahres“, sagt Bürgermeister Thomas Beyer (SPD). „Dann ist der Weg für die Bauarbeiten frei.“

OZ-Bild

Der nächste Schritt für die Eisenbahnüberführung ist gemacht, die Kreuzungsvereinbarung unterschrieben / Vorbereitungen können 2017 beginnen

Zur Bildergalerie

Bedingung für ihn ist aber, dass die Stadt Wismar ihre Kosten gefördert bekommt. „Ich habe die Vereinbarung nur unter der Voraussetzung unterschrieben“, betont Beyer.

Ein Drittel der Baukosten muss nämlich die Hansestadt übernehmen, die beiden anderen Drittel bezahlen der Bund und die Deutsche Bahn. Die Gesamtkosten liegen bisher bei rund 24 Millionen Euro. Beyer plant mit einer 75-prozentigen Förderung. „Mit dieser liegt unser Anteil bei zwei Millionen Euro.“ Der Bürgermeister ist zuversichtlich, dass die Stadt den Zuspruch bekommt. Mitte 2017 könnte dann mit den Vorbereitungen begonnen werden, die tatsächlichen Bauarbeiten würden 2018 starten. Zur Vollsperrung in der Poeler Straße würde es frühestens im Frühjahr 2019 kommen. Die Bahn setzt es sich zum Ziel, die Straße Ende 2020 wieder für den Verkehr freizugeben.

Auch für Torsten Habicht von der DB Netz AG ist mit der Kreuzungsvereinbarung ein wesentlicher Schritt gemacht worden. „Somit haben alle Beteiligten eine Planungssicherheit“, erklärt Habicht.

Die Stadt könne sich nun um die Beantragung weiterer Zuschüsse kümmern. „Natürlich ist selbst ein Drittel des Kuchens viel Geld für eine Kommune“, sagt der Leiter des Standortes in Schwerin. „Jede Förderung des Landes reduziert den Eigenanteil der Stadt und ist letztendlich dem Verhandlungsgeschick der Stadt zuzuschreiben.“

13 Jahre ist es her, seit die ersten Überlegungen zur Eisenbahnüberführung gemacht wurden. Der Entwurf steht seit vier Jahren. Ein Grund für die lange Vorbereitungszeit: Das sogenannte Planrechtsverfahren wurde ausgeweitet. „Nach der ersten öffentlichen Anhörung war klar, dass es bei den Anwohnern noch Betroffenheiten gibt“, erklärt Habicht. „Also wurden planerische Nachbesserungen veranlasst.“ Diese Vorlage muss das Eisenbahnbundesamt nun als rechtskräftig freigeben.

Die Baumaßnahme sieht vor, dass die Eisenbahnbrücke mit den neuen Gleisen etwa 75 Zentimeter höher liegt als jetzt. Die Poeler Straße wird abgesenkt und erhält einen einseitigen Fuß- und Radweg. Parken wird vor den Häusern nicht mehr möglich sein, dafür wird extra ein Parkplatz in der Nähe der jetzigen Fläche geschaffen. Zusätzlich zur Eisenbahnüberführung werden die Gleisanlagen des Seehafens angepasst. Diese Kosten von rund zwei Millionen Euro werden von der Bahn, dem Seehafen und den Stadtwerken getragen.

Bausenator Michael Berkhahn (CDU) betont: „Sicher ist, dass die Bauarbeiten in der Poeler Straße nicht parallel zur Sanierung der Hochbrücke stattfinden werden.“ Der Zustand der Brücke sei glücklicherweise nicht so akut.

Zahlen zum Bauprojekt

177Meter lang ist das Bauwerk, davon sind rund 25 Meter Straßenunterführung. Die Fahrbahn ist nach Fertigstellung 8,50 Meter breit, der Fuß- und Radweg 4,85 Meter. Die lichte Durchfahrtshöhe beträgt 4,70 Meter. Die Poeler Straße wird auf einer Länge von 450 Meter ausgebaut. Bisher entstehen durch die Schließzeiten der Schranken erhebliche Rückstaus. Davon ist auch der Ostseeküstenradweg betroffen.

Von Vanessa Kopp

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Ribnitz-Damgarten

Fremdenverkehrsabgabe in Ribnitz-Damgarten: Stadtverwaltung prüft die Anerkennung von Borg, Altheide und Pütnitz

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Wirtschaft
Verlagshaus Wismar

Mecklenburger Straße 28
23966 Wismar

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10.00-17.00 Uhr
Freitag 10.00-16.00 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Kerstin Schröder
E-Mail: wismar@ostsee-zeitung.de
Telefon: 0 38 41 / 415 65

Ticket- und Anzeigenverkauf: 03841 / 41550.

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.