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Biotonne in Wismar auf dem Vormarsch

Wismar Biotonne in Wismar auf dem Vormarsch

Der Entsorgungsbetrieb will in Müggenburg mit einer zweiten Fahrspur den Service verbessern / Wöchentliche Abfuhr eventuell noch im November

Wismar. 4253 Tonnen für Bioabfälle sind in der Hansestadt im Umlauf. Damit ist in Wismar die braune Tonne deutlich auf dem Vormarsch. Laut Kreislaufwirtschaftsgesetz ist das getrennte Sammeln von Bioabfällen seit Januar 2015 Pflicht.

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Der Entsorgungsbetrieb will in Müggenburg mit einer zweiten Fahrspur den Service verbessern / Wöchentliche Abfuhr eventuell noch im November

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Vor dem Stichtag wurden 2900 Gefäße genutzt, Ende vergangenen Jahres waren es schon 3960. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Udo Wäsch, Werkleiter beim städtischen Entsorgungs- und Verkehrsbetrieb (EVB). „Aber wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen“, fügt der Werkleiter an. Die Reserve liegt bei etwa 20 Prozent.

Mit dem Gebührenbescheid für die Straßenreinigung zum Jahreswechsel will der EVB nochmal die Grundstückseigentümer auf die Biotonne aufmerksam machen. Das gelte auch für die Großwohnanlagen, bei denen die Behälter entsprechend größer sind. Stück für Stück will der EVB die Pflicht mit Nachdruck umsetzen.

Vor allem in den Eigenheimgebieten werden die 120-Liter-Biotonnen gut und sehr gut angenommen. Dafür sind im Jahr 39 Euro fällig. Allerdings lässt die beschlossene Satzung auch Ausnahmen zu: bei Eigenkompostierung und Platzmangel. Letzteres ist vor allem in der Altstadt der Fall. Daher ist die braune Tonne dort am wenigsten verbreitet.

Nach EVB-Angaben haben 337 Grundstückseigentümer keine braune Tonne wegen Platzmangels. 844 Eigentümer haben angegeben, ihre Abfälle selbst zu kompostieren.

Mit der Einführung der Pflicht-Biotonne hat der Entsorgungsbetrieb eine geringere Restabfallmenge erwartet. Das ist auch so eingetreten. Das Gesamtaufkommen, erklärt Udo Wäsch, ist etwa gleich geblieben, der Bioanteil gestiegen: von 2280 Tonnen im Jahr 2014 auf 2600 Tonnen im letzten und voraussichtlich 3000 Tonnen in diesem Jahr. Für Udo Wäsch ist das nicht zwangsläufig eine logische Folge. Denn in anderen Städten geht der Anteil beim Restabfall nach oben. Eine Folge des gestiegenen Anteils an Verpackungsmüll, vermutet der Werkleiter.

Im Oktober, früher ein klassischer Monat zum Verbrennen von Gartenabfällen, was in Wismar aber verboten ist, zeigt sich die Stadt kulant. Ein Kubikmeter kompostierbare Gartenabfälle kann für einen Euro beim Abfallwirtschaftshof in Müggenburg entsorgt werden. Das gilt auch im März.

Allerdings bilden sich gerade im Herbst lange Warteschlangen in Müggenburg. Das soll im nächsten Jahr besser werden. Derzeit läuft die Ausschreibung für bauliche Veränderungen. Geplant ist eine zweite Fahrspur, damit nicht alle Fahrzeuge über nur eine Waage müssen. Mit diesem Schritt werden private und gewerbliche Anlieferer getrennt. Private Anlieferer können nach der Fertigstellung vor dem Kassenhäuschen zum Entsorgen von Sperrmüll und Gartenabfällen abbiegen. Sie zahlen Pauschalbeträge (siehe Infokasten).

Aktuell erwägt der EVB die wöchentliche Leerung der braunen Tonne auch im November durchzuführen. Das hängt mit den milden Temperaturen im September und Oktober zusammen. Grundstückseigentümer werden ihre Gartenabfälle kaum los. Eine endgültige Information, so Udo Wäsch, soll es in der letzten Oktoberwoche geben. Bis Ende Februar wird dann 14-tägig abgefahren, ab März wieder wöchentlich.

Behälter in Wismar und Gebühren in Müggenburg

Durch den städtischen EVB Wismar werden diese Behälter abgefahren:

Restabfall: In der Regel 14-tägig, wöchentliche Abholung bei bestimmten Bedarf möglich.

Braune Biotonne: Von März bis Ende Oktober wöchentlich, ansonsten alle 14 Tage.

Blaue Papiertonne: 14-tägig.

Gelbe Tonne für verwertbare Verkaufsverpackungen: 14-tägig.

Für kompostierbare Gartenabfälle und Sperrmüll, die laut Satzung in haushaltsüblichen Mengen (ein Kubikmeter) zum Abfallwirtschaftshof Müggenburg gebracht werden, sind je angefangene 0,5 Kubikmeter zu zahlen: Sperrmüll 6 Euro, Gartenabfälle 1,50 Euro.

In den Monaten März und Oktober beträgt die Gebühr für Gartenabfälle 1 Euro pro Kubikmeter.

Heiko Hoffmann

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