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Brückenbau soll mit neuer Firma ab Mai weitergehen

Neukloster Brückenbau soll mit neuer Firma ab Mai weitergehen

Die Bauarbeiten am Hopfenbach, Teil der Landesstraße in Neukloster, ruhen / Das Straßenbauamt musste nach der Insolvenz des alten ein anderes Unternehmen suchen

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Die Baustelle an der Brücke über den Hopfenbach in Neukloster: Seit Anfang März wurde dort nicht mehr gearbeitet. Fotos (4): Sylvia Kartheuser

Neukloster. Ab Mai soll an der Baustelle über den Hopfenbach in Neukloster wieder gearbeitet werden. Ende des Jahres soll die neue Brücke dann fertig sein. „Das hat mir Thomas Taschenbrecker, der Leiter des Straßenbauamts Schwerin, zumindest so gesagt“, erklärte Bürgermeister Frank Meier (parteilos) den Einwohnern, die zahlreich zur Stadtvertretersitzung gekommen waren. Er habe den Eindruck, dass beim Straßenbauamt jetzt der Ernst der Situation erkannt wurde und endlich entsprechend gearbeitet werde, sagte Frank Meier. Das zeige sich auch daran, „dass ich die Zusicherung erhalten habe, dass Löcher in der Umleitungsstrecke vom Straßenbauamt zeitnah beseitigt würden “. Dazu soll die Stadt dem Amt alle 14 Tage über den Straßenzustand berichten. „Das ist eine unserer leichtesten Aufgaben“, sagte Meier.

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Die Bauarbeiten am Hopfenbach, Teil der Landesstraße in Neukloster, ruhen / Das Straßenbauamt musste nach der Insolvenz des alten ein anderes Unternehmen suchen

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Auf der Baustelle geht es nicht weiter, weil die ursprüngliche Baufirma Insolvenz angemeldet hatte — zumindest für die Filiale, die in Neukloster im Einsatz war. „Nach den Worten von Thomas Taschenbrecker hat der Insolvenzverwalter einem Weiterbau durch die alte Firma nicht zugestimmt“, erklärte der Bürgermeister. Die Entscheidung, wer nun zum Zuge kommt, sollte am 5. April fallen. Dass die Arbeiten dennoch erst im Mai weitergehen können, liege daran, dass die neue Firma ihre Planungen erst von einem Baustatiker prüfen lassen muss. „Das ist beim Brückenbau nun mal etwas komplizierter als beim einfachen Straßenbau“, sagte Frank Meier.

Die Baustelle über den Hopfenbach an der Reinstorfer- und der Bahnhofstraße sowie die Umleitung über Goethestraße, Feldstraße, Bergstraße und die schmale Wilhelm-Bauer-Straße sorgen seit Beginn der Bauarbeiten im vergangenen Oktober für Unmut. Anwohnerin Claudia Kieweg klagt über große Lastwagen, die „in guter Geschwindigkeit“ einen halben Meter vor ihrem Haus in der Bergstraße vorbeirasen und wegen Platzmangels auch gern mal über den Gehweg fahren. Anwohner Wilfried Wilken hat ebenfalls beobachtet, dass Lastwagen-, Bus- und Autofahrer auf der alten Betonpiste in der Goethestraße oft zu schnell unterwegs sind.

Mittlerweile sind Tempo-30- Schilder an der Umleitungsstrecke aufgestellt. Nach Ansicht der Anwohner würden sie aber wirkungslos bleiben, wenn nicht kontrolliert würde, ob das Tempolimit denn auch eingehalten wird, erklärten mehrere während der Stadtvertretersitzung. Bereits einen Tag später standen Beamte mit dem Lasergerät an der Kreuzung Goethestraße, Bergstraße, Feldstraße. Alle Autofahrer fuhren deutlich langsamer, sobald sie die Männer in Blau sahen.

Eine weitere Maßnahme, die Umleitungsstrecke für die Anwohner erträglicher zu machen, zeigte am Dienstag nur bedingt Wirkung. Die ohnehin schmale Wilhelm-Bauer-Straße, die zu Beginn der Baumaßnahme am Hopfenbach und der Umleitung, in beide Richtungen befahren werden durfte, ist nun Einbahnstraße von der Bahnhofstraße aus. Für einige Autofahrer scheinen die roten Schilder mit dem weißen Querbalken an der Wilhelm-Bauer-Straße aber nicht auffällig genug. Sie fahren trotzdem von der Goethestraße aus in die Einbahnstraße.

Neuklosters Stadtvertretern sind die Probleme wohl bewusst. Gerade der Kreuzungsbereich Goethe-, Berg- und Feldstraße sei für Lastwagen heutiger Größe unzureichend, sagte Bert Schaffran (CDU). Er sieht zudem keine Notwendigkeit dafür, dass Lkw die Stadt Neukloster als Durchgangsstrecke nutzen. „Schließlich haben wir die Autobahn“, betonte der Stadtvertreter. Und genau dort sollten Hinweisschilder aufgestellt werden, dass Neukloster für Lastwagen ab einer bestimmten Tonnage für die Durchfahrt gesperrt ist.

Frank Meier notierte sich alles. Er wolle schauen, ob entsprechende Schilder aufgestellt werden könnten, versicherte er. Die Entscheidung könne aber nur der Träger Straßenbaulast treffen — also der Bund.

Chronologie einer Baustelle

Im Oktober 2015 wird die Baustelle zum Neubau der 5,10 Meter langen Brücke über den Hopfenbach in Neukloster eingerichtet. Die Baukosten von veranschlagten 560000 Euro übernimmt das Land als Träger der Landesstraße 101, zu der die Brücke gehört.

Im Januar 2016 ist erst einmal Schluss mit den Bauarbeiten. Nach Auskunft des Straßenbauamts Schwerin wegen des Frostes und weil der Hopfenbach vereist war. Geplant war, dass der Abriss der alten Brücke schon voll in Gang sein sollte.

Am 6. Februar berichtet die OSTSEE-ZEITUNG: „Baufirma pleite: Brückenbau stockt. Die Arbeiten an der Bahnhofstraße in Neukloster ruhen. Das Insolvenzverfahren wurde am 26. Januar eröffnet.“

Zwei Wochen später wird an der Baustelle am Hopfenbach wieder gearbeitet. Die Schwarzdecke wurde aufgenommen.

Anfang März kam das endgültige Aus für die ehemalige Baufirma. Ab Mai soll eine neue Firma weiterbauen.

Von Sylvia Kartheuser

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