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Das letzte Wort zum Parkplatz ist noch nicht gesprochen

Wismar Das letzte Wort zum Parkplatz ist noch nicht gesprochen

Im November sind die Bauarbeiten in der Rostocker Straße abgeschlossen / Unklar ist aber immer noch, ob die Mitarbeiter der Kreisverwaltung für die Nutzung bezahlen müssen

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Wismar. Das Streitthema Parkplatz-Neubau steht kurz vor dem Abschluss. In den kommenden Wochen werden die Arbeiten an der Stellfläche in der Rostocker Straße abgeschlossen. 121 Parkplätze gibt es dann auf dem Grundstück neben und hinter Elektro-Dahlke – per Schranke für die Mitarbeiter der Kreisverwaltung reserviert. Die Kosten für die Bauarbeiten wurden auf 940000 Euro kalkuliert. Ob das reicht? „Die genauen Kosten stehen am Ende der Baumaßnahme fest. Ziel ist, den Kostenrahmen einzuhalten“, heißt es dazu von Seiten der Kreisverwaltung.

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Im November sind die Bauarbeiten in der Rostocker Straße abgeschlossen / Unklar ist aber immer noch, ob die Mitarbeiter der Kreisverwaltung für die Nutzung bezahlen müssen

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Der Bau des Parkplatzes hat im Vorfeld für hitzige Diskussionen im Kreistag und den zugehörigen Ausschüssen gesorgt (siehe Infokasten). Und noch ist das letzte Wort nicht gesprochen. Offen ist nämlich immer noch, ob die Mitarbeiter der Kreisverwaltung für das Parken künftig bezahlen sollen. Damit könnte das Bauvorhaben refinanziert werden. Auch über dieses Thema wurde im Kreistag bereits wochenlang diskutiert, jedoch noch ohne Ergebnis. Bereits im April diesen Jahres sprach sich der Bauausschuss des Landkreises für eine monatliche Gebühr aus – und zwar sowohl für Wismar als auch für den Standort Grevesmühlen, an dem seit knapp 20 Jahren der Parkplatz an der Malzfabrik kostenfrei zur Verfügung steht. Im Gespräch war ein Monatsbetrag von zehn Euro. Das wären immerhin 26 000 Euro pro Jahr für die Kreiskasse.

Landrätin Kerstin Weiss (SPD) spricht sich strikt gegen eine Parkgebühr aus: „Der Verwaltungsrat, der aus mir und meinen beiden Stellvertretern besteht, hat sich klar zu einer Gebührenfreiheit für die Verwaltungsmitarbeiter bekannt“, betont die Landrätin. „Ebenso hat sich der Personalrat dafür ausgesprochen. Eine entsprechende Information lag den Kreistagsmitgliedern bereits vor.“ Weiterhin gibt Kerstin Weiss zu bedenken, dass eine Diskussion über Gebühren oder keine Gebühren nicht unbedingt motivierend für die Mitarbeiterschaft sei. Dies sollte vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels, der sich auch in der öffentlichen Verwaltung bemerkbar mache, bedacht werden.

Eine interne Befragung der Mitarbeiter der Kreisverwaltung ergab, dass 71 Prozent gegen eine Gebühr sind, und 75 Prozent der immerhin rund 500 Angestellten sich gegebenenfalls einen alternativen Stellplatz suchen würden. Das dürfte zumindest in Wismar, wo 180 Mitarbeiter nach dem Umzug in das neue Verwaltungsgebäude Ende des Jahres arbeiten werden, schwierig werden. Denn die Hansestadt plant, weitere Parkflächen bezahlpflichtig zu machen. Eine Umfrage unter OZ-Lesern hatte übrigens folgenden Grundtenor: „Zehn Euro sind nicht nur angemessen, sondern eher zu wenig!

Ende März wurde die Fläche, ein einstiger Schandfleck, beräumt. Die Zufahrt zum Parkplatz erfolgt künftig über den Philosophenweg.

Streitthema Parkplatz

Über den Bau des Parkplatzes in der Rostocker Straße wurde lange diskutiert. Monatelang war unklar, wie groß der Stellplatz sein soll und wie viel Geld der Bau kosten darf. Vier Varianten – von klein bis groß, bezahlpflichtig oder kostenfrei – wurden den Kreistagsmitgliedern schließlich Ende vergangenen Jahres zur Abstimmung vorgelegt. Die Verwaltung sprach sich damals für eine Variante mit 97 Stellplätzen plus 20 Parkplätzen am Verwaltungsgebäude aus. Damit wäre die halbe Fläche des Grundstücks ungenutzt geblieben. Dieser Vorschlag wurde besonders von der Fraktion die Linken kritisierte, die Landrätin Kerstin Weiss damals eine Salamitaktik vorwarfen.

Vanessa Kopp

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