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„Der Verein gibt Schönberg, was er kann“

„Der Verein gibt Schönberg, was er kann“

Seit fünf Jahren engagiert sich der Verein „Unternehmen für Schönberg“ für die Stadt

Schönberg Seit fünf Jahren gibt es den Verein Unternehmen für Schönberg (UfS). Das Ziel der Firmen: Sich für Schönberg, deren Bürger und Vereine engagieren. Im Gespräch mit der OSTSEE-ZEITUNG zieht Andreas Lau, der 1. Vorsitzende des Vereins, ein Fazit und spricht über künftige Projekte und die Zusammenarbeit mit der Stadt.

Herr Lau, den Verein Unternehmen für Schönberg gibt es seit fünf Jahren. Wie fällt Ihre Bilanz aus?

Andreas Lau: Der Verein ist gewachsen. Wir sind inzwischen acht Schönberger Firmen, die viel Kraft in die Entwicklung ihrer Heimat investieren. Unser Schmuckstück, die ehemalige Karpfenteichanlage, ist mit viel Aufwand saniert worden und sucht seinesgleichen. Viele Besucher bestätigen uns das oft. Im vergangenen Jahr konnten wir dort unser Schulungszentrum für Vereine fertigstellen und in Betrieb nehmen. Ein Hundeplatz direkt daneben ist schon länger fertig und wird rege genutzt. Und die von unserem Verein veranstalteten Feste wie das Lichterbaumfest, das Maibaumfest und der Lichterlauf nehmen einen festen Platz im kulturellen Leben der Stadt ein. Deshalb komme ich zu einem tadellosen Fazit.

Wie wird das Schulungszentrum von den Vereinen angenommen?

Lau: Sehr gut. Das DRK ist regelmäßig zu Gast. Vor kurzem war auch eine Gruppe des Volkskundemuseums vor Ort, um nur einige Nutzer zu nennen.

Der Verein hat sich bei der Gründung ehrgeizige Ziele auf die Fahne geschrieben. Darunter den Ausbau der Freilichtbühne und einen Trimm-Dich-Pfad. Wie ist der Stand bei diesen Projekten?

Lau: Bevor wir den Trimm-Dich- Pfad fertigstellen, wollen wir zunächst den Naturlehrpfad an den Karpfenteichen neu beleben. Hier wollen wir mehr als 50 neue Schilder mit Grafiken aus Flora und Fauna – je nach Jahreszeit wechselnd – aufstellen. Das gab es so noch nicht in Schönberg.

Wann wird das umgesetzt?

Lau: 2017. Das wird dann sicher zusätzlich Leben in die Anlage an den Karpfenteichen bringen. Ein großer Dank gilt in diesem Zusammenhang Susanne Pelka und ihren Schülern vom Ernst-Barlach-Gymnasium. Sie haben in Zusammenarbeit mit Sven Walther und Pirkko Roinila die Grafiken und die Beschreibung erarbeitet und zur Verfügung gestellt. Dieses Projekt spiegelt genau unsere Philosophie wider: Wir wollen in Schönberg anregen, unterstützen und fördern. Deshalb haben wir als Verein auch den Freilichtbühnenverein unterstützt.

Sind die Interessen der Mitglieder des Vereins noch die gleichen wie bei der Gründung?

Lau: Ja. Die Ansprüche an unsere Arbeit steigen aber auch stetig mit jedem fertiggestellten Projekt. Schließlich muss ja nach Fertigstellung auch alles erhalten und täglich gepflegt werden.

Hier werden wir zum Glück durch Ein-Euro-Jobber unterstützt. Einer von ihnen hat so den Weg in den ersten Arbeitsmarkt gefunden – was wir natürlich super finden.

Welche kurzfristigen Ziele hat der Verein?

Lau: Der Naturlehrpfad soll komplett fertiggestellt werden. An einigen Wegen der Karpfenteichanlage gibt es immer reichlich Arbeit, da das Wasser an manchen Stellen für Erosionen sorgt. Alle Wege sollen für Jogger und Spaziergänger und Hundeliebhaber bestmöglich erhalten werden.

Allein damit sind mittlerweile drei Leute täglich beschäftigt.

Wie beurteilen Sie die Zusammenarbeit mit der Stadt?

Lau: Die Zusammenarbeit mit der Stadt Schönberg ist gut, was aber nicht heißt, dass sie nicht noch besser sein könnte.

Das hört sich nach viel Engagement an. Woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass der Verein eine andere Außendarstellung als noch vor Monaten hat?

Lau: Ich weiß auch nicht, warum diese vielen, zum Teil sehr aufwendigen Projekte relativ wenig Aufmerksamkeit finden. Ein wenig mehr Presseunterstützung wäre da sicher hilfreich. In Gesprächen mit Schönbergern erfahren wir für unsere Arbeit viel Anerkennung. Das macht uns sehr stolz. In Gesprächen mit Leuten aus Selmsdorf und Grevesmühlen wurde mir mitgeteilt, dass dort durchaus neidisch auf Schönberg geschaut wird. Dass es acht Unternehmen schon fünf Jahre gemeinsam und strukturiert schaffen, für ihre Heimatstadt zu arbeiten und etwas zu bewegen.

Der Verein hatte einen Geschäftsführer, der zurückgetreten ist. Angeblich gab es Unstimmigkeiten. Warum findet der Verein seit über einem Jahr keinen neuen Geschäftsführer?

Lau: Richtig ist, dass unser Verein nach einem geeigneten Geschäftsführer sucht. Aber wir sind guter Dinge. Wer Lust hat in Schönberg zusammen mit uns acht starken Partnern etwas zu bewegen, ist herzlich eingeladen. Bis dahin werden wir die Arbeiten weiterhin unter den Mitgliedern verteilen.

Wie viel Geld steht dem Verein jedes Jahr zur Verfügung, um etwas für Schönberg auf die Beine zu stellen?

Lau: Über Geld spricht man nicht. Der Verein UfS engagiert sich gerne für Schönberg – und das aus Überzeugung. Wir leben und arbeiten hier. Unsere Mitarbeiter kommen zum Teil von hier. Mit seiner Arbeit gibt der Verein der Stadt Schönberg, was er kann. Nicht, weil wir mit der Summe angeben wollen, sondern weil uns Taten wichtig sind. Aus diesem Grund wurde der Verein gegründet – und so werden wir sicher noch lange weiter arbeiten.

Interview von Steffen Oldörp

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