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Der „Weinberg“ wird bald wieder gesellschaftsfähig

Wismar Der „Weinberg“ wird bald wieder gesellschaftsfähig

Im Juni soll das traditionsreiche Restaurant nach Sanierung und anschließendem Leerstand wieder für Gäste öffnen / Mitarbeiter werden noch gesucht

Wismar. Die große Eingangstür knarzt beim Öffnen, die Kronleuchter funkeln an der eindrucksvoll bemalten Decke, bedächtig steht eine Ritterrüstung in einer Ecke. Wer das Restaurant „Zum Weinberg“ betritt, spürt Geschichte. „Als ich das Objekt zum ersten Mal gesehen habe, bin ich vor Ehrfurcht fast auf die Knie gesunken“, erzählt Jens Ketelhohn. Der 42-Jährige wird gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Marco Pusceddu das Traditionsrestaurant in der Wismarer Innenstadt wieder mit Leben füllen. Ab Juni werden in dem mehr als 600 Jahre alten Gebäude „Steak’s &

OZ-Bild

Im Juni soll das traditionsreiche Restaurant nach Sanierung und anschließendem Leerstand wieder für Gäste öffnen / Mitarbeiter werden noch gesucht

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More“ serviert.

„Wir wollen ein Haus der Begegnung werden“, erklärt Ketelhohn. Neben dem klassischen Restaurantbetrieb wird es von Donnerstag bis Sonnabend loungig, mit Cocktails und entspannter Musik. „Damit wollen wir für die jungen Menschen in Wismar eine neue Plattform bieten“, sagt der Betriebsleiter. „Wenn wir die notwendigen Genehmigungen haben, dann werden wir einmal die Woche im Gewölbekeller zusätzlich noch eine Tanzveranstaltung anbieten.“ Genügend Raum für Ideen gibt es.

150 Sitzplätze im Restaurant plus etwa 20 Stühle auf der Terrasse. „Das ist natürlich viel“, gibt Jens Ketelhohn zu. „Doch wir richten verschiedene Separees ein, die bei Bedarf auch privat gebucht werden können.“ So beispielsweise der künftige Ritterflügel im hinteren Bereich des Erdgeschosses. „In diesem wollen wir ein gemütliches Ambiente mit Ohrensesseln schaffen“, erklärt der Chef. „Die Gäste könnten eventuell bei Kaffee und Kuchen zum Verweilen eingeladen werden“, so die Überlegung. Ein Stockwerk darüber entsteht das Museum. „Das ist natürlich etwas Besonderes. Ein Restaurant mit eigenem Museum!“, sagt Ketelhohn. Gedacht ist die Ausstellung zur Historie des Gebäudes für die Restaurantgäste, um beispielsweise Wartezeiten auf einen Tisch zu überbrücken. „Wir werden niemandem den Zugang in das Museum verwehren. Es liegt an uns, den Interessenten dabei Lust auf unser Restaurant zu machen.“

Für solch ein großes Haus wird auch viel Personal benötigt. Und daran hakt es noch. „Es ist schwer, gutes Personal zu finden“, erklärt Ketelhohn. Besonders im Service. „Jeder, der Lust hat und Erfahrung mitbringt, kann sich bei uns melden. Wir sind komplett offen, was die Altersgrenze angeht.“ Bevor das Restaurant die Türen öffnet, soll das neue Personal im bereits bestehenden „Steak’s &

More“ in Schwerin eingearbeitet werden. „Bei uns lernen auch die Servicekräfte die Küche kennen“, erklärt Ketelhohn. „Denn nur dann können sie unsere Gäste ausreichend beraten.“

Neben zahlreichen Fleischvariationen gibt es Pizza, Pasta und Co. Für die mediterrane Küche ist Francesco Modica, ein gebürtiger Sizilianer, zuständig. „Wir kochen ausschließlich mit frischen und regionalen Produkten“, betont der 26-Jährige. Vor drei Jahren hat er in der Küche in Schwerin angefangen. „Damals konnte er noch kein Deutsch“, erinnert sich Ketelhohn. Doch in der Küche habe er die Sprache schnell gelernt. „Wichtig ist, dass unsere Mitarbeiter fleißig, pünktlich und teamfähig sind“, sagt er. Bewirbt sich ein Wismarer auf eine Stelle, habe dieser immer Vorrecht – egal welcher Nationalität.

Geschichte des Hauses

Das Gebäude , 1355 errichtet, wurde um das Jahr 1575 im Renaissancestil gestaltet und seit 1648 als Weinhandlung genutzt. 1710 wurde das Haus umgebaut und die heute noch sichtbare barocke Fassade zur Straßenseite errichtet. Aus dieser Zeit stammt auch die Figur des Weingottes Bacchus über der Eingangstür. 1751 erhielt das Haus die Bezeichnung „Zum Weinberg“.

Für 3,6 Millionen Euro wurde die städtische Immobilie aufwändig saniert und im April 2014 übergeben.

Vanessa Kopp

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