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Egger investiert 15 Millionen Euro

Wismar Egger investiert 15 Millionen Euro

Am Haffeld entsteht zweites Werk / Geforscht und entwickelt wird künftig nur noch in Wismar

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Egger-Geschäftsführer Ralf Lorber hat die riesige Produktionshalle in Gedanken bereits gefüllt. Fotos(2):Nicole Buchmann

Wismar. Der Holzverarbeiter Egger will im November ein weiteres Werk in der Hansestadt eröffnen. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben 15 Millionen Euro in den zweiten Standort. 15 bis 20 zusätzliche Arbeitsplätze sollen entstehen.

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Am Haffeld entsteht zweites Werk / Geforscht und entwickelt wird künftig nur noch in Wismar

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Anfang des Jahres hatte Egger das Gelände des ehemaligen Windkraftanlagenbauers Kenersys gekauft. „Ein fix und fertiges Objekt – geradezu perfekt“, sagt Ralf Lorber, Geschäftsführer Finanzen und Controlling. Eine riesige Produktionshalle und fast noch einmal so viel Freifläche, auf der noch eine Windkraftanlage in Einzelteilen liegt – Ideen für eine Nutzung gibt es bei Egger genug.

In der Halle wird im Juli mit den Bauarbeiten begonnen. Mit der Inbetriebnahme von Werk 2 sollen dort eine Digitaldruckanlage und eine sogenannte Kaschieranlage Platz finden. Fußböden werden dort künftig digital bedruckt, statt im Walzverfahren. Zudem will das Unternehmen die komplette Forschungs- und Entwicklungsabteilung nach Wismar holen. Testanlagen und Mitarbeiter inklusive.

Im Technikum tüfteln Kunststofftechniker, Lackierer und Drucker dann an neuen Holzfaserplatten und Beschichtungen für Holzfußböden aller Art. Gerade auf dem Weg zur Marktreife etwa sei ein Korkfußboden. Extrem feuchtigkeitsbeständig und daher vor allem für Hotels, Restaurants oder Supermärkte geeignet, erklärt Erich Macala. Als technischer Geschäftsführer ist er für Forschung und Entwicklung verantwortlich. Es sei sehr viel effizienter, diesen Bereich an einem Standort zu konzentrieren.

Mit der Eröffnung des zweiten Standortes verlegt Egger auch die Produktion von Fußböden komplett nach Wismar. Damit will das Unternehmen schneller auf Trends am Markt reagieren können. Bislang wurde an verschiedenen Orten teilgefertigt und dann in die Hansestadt geliefert. Eine kleine logistische Herausforderung wird nach Aussage der Geschäftsführer die Verbindung zwischen den beiden Werken auf dem Haffeld. Gut einen Kilometer liegen die Produktionsstandorte auseinander. Zunächst werden die fünf Tonnen schweren Produktpakete auf Lkw zur Endfertigung ins Werk 1 gebracht. Aber die Logistiker denken bereits über andere Lösungen nach. Kommende Woche soll dann auch die verbliebene Windkraftanlage abtransportiert werden vom neuen Egger-Werk 2.

„Egger ist alles andere als eine verlängerte Werkbank. Was kann uns Besseres passieren, als dass ein Unternehmen, das sich hier etabliert hat, auch hier expandiert“, sagte Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD).

Familienunternehmen Egger: Seit 18 Jahren in Wismar

1998 Baubeginn des Europawerkes in der Hansestadt

1999 Beginn der Produktion beziehungsweise Herstellung von mitteldichten Holzfaserplatten (MDF), Fußböden, Beschichtung

2000 Beginn der Produktion von Grobspanplatten (OSB)

2001 Gründung eigener Leimfabrik

2006 Inbetriebnahme eines firmeneigenen Heizkraftwerkes

2016 Erweiterung des Verwaltungsgebäudes um eine Etage

Auf 900 000 Quadratmetern werden jährlich rund eine Million Raummeter Holz verarbeitet. Das Holz kommt zum Großteil aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Niedersachsen (90 Prozent), der Rest aus dem Ostseeraum, Schottland und Frankreich. Egger beschäftigt in Wismar rund 800 Mitarbeiter. Das Familienunternehmen mit Sitz in St. Johann in Tirol/Österreich exportiert 90 Prozent seiner Produkte innerhalb von Europa.

Nicole Buchmann

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