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Ehemaliges Hevag-Gelände: Stadt macht Druck

Wismar Ehemaliges Hevag-Gelände: Stadt macht Druck

Eigentümer will das Areal von Altlasten befreien und gewinnbringend verkaufen

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Wächst so langsam zu – das Gelände an der Schweriner Straße, das seit Jahren auf eine Entwicklung wartet.

Quelle: Foto: Nicole Buchmann

Wismar. Stillstand an der Schweriner Straße auf dem Gelände des alten Gaswerkes: Seit dem Abriss eines Gebäudes im August vor zwei Jahren ist auf dem Areal nichts mehr geschehen. Dabei wollte ein Investor das Gebiet entwickeln – neben Einkaufsmöglichkeiten sollten Wohnungen und Parkplätze auf der 56000 Quadratmeter großen Fläche entstehen. Eigentümer des Geländes ist die e.dis AG.

Der Interessent sei abgesprungen, teilt e.dis-Sprecher Michael Elsholtz auf Nachfrage der OZ mit. Die Stadt habe dem Konzept des Investors nicht zugestimmt. Das sei richtig, bestätigt der Pressesprecher der Stadt, Marco Trunk. Jedoch seien sowohl der e.dis als auch dem Interessenten die Bedingungen bekannt gewesen, unter denen das Hevag-Gelände entwickelt werden könne.

Weil das Konzept maßgeblich von den Planungsgrundsätzen abwich, sei noch nicht einmal ein Bebauungsplan erstellt worden. „Aus unserer Sicht hätte schon viel früher über einen Verkauf entschieden werden können“, sagt Trunk. Denn es habe durchaus Interessenten gegeben, die sich an die Vorgaben gehalten hätten. „Wir wollen die Fläche gewinnbringend verkaufen – lieber heute als morgen“, versichert Elsholtz. e.dis habe für das Grundstück keine Verwendung. Ein Spekulationsobjekt sei das Areal aber keinesfalls.

Derzeit gebe es neue Verhandlungen, die aber seien noch im Anfangsstadium. „Wir sind bemüht, eine zeitnahe Vermarktung zu erreichen.“ Die Pläne für die Entwicklung des historischen Energiestandortes sind jedoch schon Jahre alt.

Die Situation sei äußerst unbefriedigend, findet Trunk. Wismar sei eine wachsende Stadt, vermehrt würden Flächen gebraucht. Das Gelände sei zudem auch keine besonders schöne Visitenkarte der Hansestadt. „Wir hoffen, dass sich bald etwas tut – es ist nun wahrlich genug Zeit ins Land gegangen“, sagt Trunk.

Schon im Jahr 2012 ist im Einzelhandelskonzept für Wismar angemerkt, dass sich in einer wichtigen Stadteingangssituation mit dem ehemaligen Hevag-Gelände ein städtebaulicher Missstand in unmittelbarer Zentrumsnähe befindet. Auf einen Nutzer kann die e.dis noch immer setzen. Edeka Nord teilt auf Anfrage der OSTSEE-ZEITUNG mit, dass das Unternehmen nach wie vor Interesse an dem Standort habe.

Eine gute Nachricht aus dem Hause e.dis aber gibt es: Das Unternehmen will das mit Schadstoffen belastete Gelände sanieren – vor dem Verkauf. „Je nach Art der Nutzung werden wir entsprechende Arbeiten durchführen lassen“, kündigt Michael Elsholtz an. Nicole Buchmann

Gaswerk stillgelegt

1865 wurde der Grundstein für das Gaswerk an der Straße nach Schwerin gelegt. Knapp zwei Jahrhunderte später kam das Aus, als Wismar 1962 an die Ferngasleitung aus dem Werk „Schwarze Pumpe“ bei Spremberg in Brandenburg angeschlossen wurde. 1968 wird das Gaswerk komplett stillgelegt, 1984 waren auch die beiden Gasometer verschrottet. Die e.dis AG nutzte die Gebäude vorerst noch für die Meisterschule. Vor zwei Jahren wurde das Gelände dann beräumt.

OZ

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