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Fritz Kalf war Motor des Gewerbegebietes

Gägelow Fritz Kalf war Motor des Gewerbegebietes

Ohne die Beharrlichkeit des einstigen Bürgermeisters wäre das Areal in Gägelow vor 25 Jahren nicht entstanden

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In Feierlaune: Unternehmer Jörg Denecke mit Landrätin Kerstin Weiss, dem Gägelower Bürgermeister und Unternehmer Uwe Wandel, Rosemarie Kalf, Witwe von Fritz Kalf, und dem ehemaligen Landrat Udo Drefahl (v. l.). Fotos (2): Norbert Wiaterek

Gägelow. Er galt als unbequemer Sturkopf, der das, was er sich in den Kopf gesetzt hatte, auch gegen Widerstände durchboxte. Aber er wurde auch als couragierter und gradliniger Mitstreiter geschätzt: Fritz Kalf, gestorben 2006 im Alter von 76 Jahren, hat in der Gemeinde Gägelow viele Spuren hinterlassen. Dem langjährigen Bürgermeister ist beispielsweise das Gewerbegebiet zu verdanken, das vor 25 Jahren am Westrand von Wismar aus dem Boden gestampft worden war. Kommunalpolitiker und Unternehmer feierten jetzt gemeinsam mit Gästen den „Geburtstag“ des Areals – und würdigten das Engagement von Fritz Kalf.

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Ohne die Beharrlichkeit des einstigen Bürgermeisters wäre das Areal in Gägelow vor 25 Jahren nicht entstanden

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Das Ge- werbegebiet ist ein Aushänge- schild für un- seren Landkreis.“Kerstin Weiss, Landrätin

Udo Drefahl, der als Landrat des Kreises Wismar begonnen und von 1994 bis 2001 die Verwaltungsspitze in Nordwestmecklenburg übernommen hatte, erinnerte während eines Festempfangs an die acht turbulenten Monate zwischen Mai und Dezember 1990. „Im Sommer 1990 stürmte Fritz in mein Büro. Obwohl wir uns dutzten, knallte er einen dicken Ordner mit den Worten ,Herr Landrat’ auf meinen Schreibtisch. Dann sagte er: ,Hier ist der B-Plan Nummer eins für das Gewerbegebiet Gägelow. Ich erwarte, dass der Kreis eine Stellungnahme abgibt!“ Genauso energisch seien Besuche bei der Bezirksverwaltungsbehörde in Rostock und beim Innenministerium in Schwerin verlaufen. „Eine Zeit, in der Fritz fast jeden Abend bei mir zu Hause anrief, um nach dem aktuellen Stand zu fragen. Meine Frau riet mir damals, den Hörer nicht mehr abzunehmen, denn ich sollte ja auch noch schlafen“, blickte Drefahl schmunzelnd zurück. „Wir wollten das Gewerbegebiet, die Initialzündung für unseren Kreis.“

Die Beharrlichkeit zahlte sich für Gägelow aus. Trotz einiger Widerstände, etwa aus Wismar, begann der Bau des MEZ. Am 1. Februar 1991 wurde der Grundstein für das erste Einkaufszentrum nach westlichem Vorbild in Mecklenburg-Vorpommern gelegt. Am 26. März 1992 folgte die Eröffnung. Und es siedelten sich weitere Unternehmen an den neuen Straßen an. „Fritz Kalf war der Motor des Gewerbegebietes, das Innenministerium und ich waren die Hebamme“, so Drefahl bei der Feier vor dem Küchenstudio, an der auch Fritz Kalfs Witwe Rosemarie (74) teilnahm.

„Fritz Kalf war nicht nur der Bürgermeister, der es sich zum Ziel gesetzt hatte, auf der ,grünen Wiese’ vor den Toren Wismars ein Gewerbegebiet zu bauen. Er hat bürokratische Hürden einfach umgestoßen, ein Nein gab es für ihn nicht“, sagte Kerstin Weiss (SPD). Die Landrätin lobte die Entwicklung der Gemeinde mit guter Infrastruktur. „Das Gewerbegebiet ist ein Aushängeschild für unseren Landkreis.“ Wichtig sei, dass man sich als Region fühle und so auch auftrete. Gägelows Bürgermeister Uwe Wandel (Liste SPD) mahnte, sich nicht auf Lorbeeren auszuruhen: „Wir müssen diesen Standort dauerhaft attraktiv und zukunftsfähig machen! Dazu gehört auch, den einen oder anderen Schandfleck zu beseitigen und neuen Firmen anzusiedeln.“ Gespräche mit Wismar seien vielversprechend. Vertreter der Hansestadt und der Wismarer Wirtschaftsgemeinschaft wurden beim Festempfang allerdings vermisst. Möglich, dass sie im nächsten Jahr nach Gägelow kommen. Dann soll nach dem Umbau des MEZ ein noch größeres Fest auf die Beine gestellt werden. „Jetzt haben wir uns auf das Wichtigste reduziert“, sagte Jörg Denecke von der Interessensgemeinschaft „Wirtschaft im Raum Gägelow“ (WIR).

Norbert Wiaterek

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