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Hotel und Schwimmbad sind nun vereint

Wismar Hotel und Schwimmbad sind nun vereint

„Hochzeit“ beim Wonnemar in Wismar / Bademantelzugang wurde gestern angebracht / Bau läuft nach Plan

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Zwölf Tonnen schwer ist der Tunnel, der per Kran zwischen den Gebäuden eingesetzt wurde. Im Hintergrund ist die Baustelle des Wonnemar Resort-Hotels zu sehen.

Wismar. Zwölf Tonnen schwer, 18 Meter lang und in acht Meter Höhe angebracht. Gestern Vormittag wurde eine außergewöhnliche „Hochzeit“ auf dem Gelände des Wonnemar in Wismar gefeiert. Das Schwimmbad ist nun mit dem künftigen Hotel-Resort vereint und durch einen sogenannten Bademantelzugang verbunden. Die Hotelgäste können ab November ganz bequem in Bademantel und Hotelpuschen ins benachbarte Schwimmbad spazieren.

OZ-Bild

„Hochzeit“ beim Wonnemar in Wismar / Bademantelzugang wurde gestern angebracht / Bau läuft nach Plan

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Was für die Beobachter spektakulär aussah, ist für Frank Jensen, tätig im Außendienst bei H. N. Krane in Wismar, Alltagsgeschäft. „Nach rund 45 Minuten war die Hubaktion vorbei“, erzählte er. Dem Kranfahrer, dem einige Bäume die Sicht versperrten, wurden die Instruktionen per Funk durchgegeben. Ebenfalls Routine. Nachdem der Tunnel nach circa drei Stunden komplett befestigt und ausgerichtet war, war der Job für den Kranfahrer erledigt.

Länger dauert der Arbeitsauftrag für die Mitarbeiter der Heinrich Lamparter Stahlbau GmbH aus Kassel. In den nächsten Tagen müssen beispielsweise noch die Anschlüsse gelegt werden. „Wir hatten Glück mit dem Wetter“, sagte der technische Leiter Matthias Thiel nach der erfolgreichen „Hochzeit“ von Schwimmbad und Hotel. „Bei stärkerem Wind hätten wir den Einbau verschieben müssen.“

Für ihn und seine Kollegen ist der Bademantelzugang eine vergleichsweise kleine Nummer. „Unsere Firma ist darauf spezialisiert, solche Brücken an einem Stück zu liefern und einzubauen“, sagt Thiel.

Bundesweit werden die Hessen mit solchen Aufgaben beauftragt. „Maximal 40 Meter lang und 200 Tonnen schwer kann so eine Brücke schon sein.“ In der Nacht ist der Bademantelzugang von Kassel an die Ostsee gefahren worden, die Mitarbeiter sind ihm gefolgt. „Um 6 Uhr haben wir mit den Vorbereitungen begonnen, gegen 9 Uhr war der Tunnel angebracht. Das hat alles sehr gut geklappt“, so das Fazit des technischen Leiters.

Zufrieden ist auch Madlen Spiekermann, Marketingleiterin des Wonnemar in Wismar: „Die Bauarbeiten für unser Resort-Hotel schreiten so gut voran, dass wir im November für unsere Gäste öffnen werden.

Der Bademantelzugang ist ein symbolischer Schritt für die Einheit zwischen dem Wonnemar und dem Hotel, das ab sofort im Internet buchbar ist.“ Auch die Trasse für die Wärmeversorgung des Hotels werde über den Bademantelzugang geführt. „Die Wärmeversorgung erfolgt nämlich durch die Blockheizkraftwerke des Bades, dadurch wird der Energieverbrauch optimiert“, erklärt Madlen Spiekermann. „Wir freuen uns darauf, mit der Kombination aus hochwertigem Resort und großem Erlebnisbad unseren Besuchern einen außergewöhnlichen Urlaubsort bieten zu können.“

Bisher läuft beim Hotelbau also alles nach Plan. Der Grundstein wurde vergangenes Jahr im September gelegt, das Richtfest Ende Mai gefeiert. „Wir werden hier in der Hansestadt Wismar etwas Besonderes schaffen. Ein schönes, sehr gutes Vier-Sterne-Hotel. Aber nicht abgehoben“, sagt Gerald Henningsen, der künftige Hotelmanager. „In unserem Restaurant werden wir beispielsweise eine regionale und hochwertige Küche anbieten. Sterne wollen wir aber keine erzielen.“ Nachhaltig und biologisch, das sind die Leitlinien des Hotels. „So stelle ich mir das zumindest vor“, sagt Henningsen mit einem Lachen.

Die Interspa-Gruppe aus Stuttgart betreibt in Deutschland sieben Bäder, Wismar war im Jahr 2000 das erste. An der Ostsee entsteht nun passenderweise auch das erste Hotel der Gruppe. Zwei komplett eingerichtete Musterzimmer können in der Wonnemar-Tennishalle bereits in Augenschein genommen werden. Echtholzparkett, kostenloses WLan und eine digitale Gästemappe in Form eines Tablets werden in den Zimmern Standard sein.

Das Hotel

90 Zimmer werden in dem Hotelneubau in Wismar entstehen. 11,5 Millionen Euro sind für die Investition insgesamt geplant. Im November dieses Jahres soll das Vier-Sterne-Hotel eröffnet werden. 30 Mitarbeiter werden dort beschäftigt sein. Zusätzlich zum Hotelbereich entsteht auf dem mehr als 11 000 Quadratmeter großen Grundstück ein Restaurant mit Lounge und Bar, eine Außenterrasse sowie der direkte Zugang zum Schwimmbad. Die Hotelzimmer werden in unterschiedlichen Größen gebaut – vom einfachen Doppelzimmer, über Superior-Angebot bis hin zum Familienzimmer.

Vanessa Kopp

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