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Hüttemann-Mitarbeiter wollen mehr Geld

Wismar Hüttemann-Mitarbeiter wollen mehr Geld

Erster Warnstreik vor vierter Verhandlungsrunde / Produktion in Wismar stand komplett still

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Ob Gewerkschaftsmitglied oder nicht – vor dem Hüttemann-Werk in Wismar standen gestern alle zusammen. FOTO: NICOLE BUCHMANN

Wismar. . Beim Holzverarbeiter Hüttemann beginnt heute die vierte Verhandlungsrunde um höhere Löhne. Bislang konnten sich die Gewerkschaft IG Metall und die Geschäftsleitung nicht einigen. Der bisherige Tarifvertrag war Ende Juli ausgelaufen.

Die meisten Mitarbeiter bei Hüttemann arbeiten derzeit für einen Stundenlohn von 10,30 Euro. Die Gewerkschaft fordert nun einen Anstieg auf 12,50 Euro. „Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern keinen Flächentarifvertrag in der Branche – Vergleiche mit Beschäftigten anderer Unternehmen im Land sind deshalb schwierig“, erklärte Friedhelm Ahrens, Verhandlungsführer aufseiten der Gewerkschaft. Ein Blick auf Sachsen-Anhalt aber zeige, dass die meisten bei Hüttemann selbst nach einer weiteren Lohnerhöhung noch immer weniger verdienten als die unterste Lohngruppe dort. Die Geschäftsleitung stand für eine Stellungnahme nicht zur Verfügung.

Die Mitarbeiter des Unternehmens hatten ihren Forderungen gestern mit einem Warnstreik Nachdruck verliehen. Von 2 Uhr an stand die komplette Produktion still, Lkw wurden weder be- noch entladen.

Selbst das Postauto wurde nicht abgefertigt. Erst vor vier Jahren hatten die Beschäftigten einen Betriebsrat gegründet. Nach einem Jahr Verhandlungen konnte die Gewerkschaft einen Tarifvertrag für die 150 Beschäftigten durchsetzen.nb

OZ

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