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Junge Gesellen wurden feierlich freigesprochen

Grevesmühlen Junge Gesellen wurden feierlich freigesprochen

In der Malzfabrik in Grevesmühlen erhielten 28 Auszubildende im Handwerk während einer Zeremonie ihre Gesellenbriefe / Ratschläge für die Zukunft gab es auch

Grevesmühlen. Dass Auszubildende im Handwerk im Landkreis von allen Seiten umworben werden, wurde gestern Nachmittag während der Freisprechungszeremonie für die insgesamt 28 Auszubildenden aus den verschiedensten Berufen deutlich.

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In der Malzfabrik in Grevesmühlen erhielten 28 Auszubildende im Handwerk während einer Zeremonie ihre Gesellenbriefe / Ratschläge für die Zukunft gab es auch

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Eindringlich beschwor Kreishandwerksmeister Eckard Gauer die anwesenden Bäcker, Tischler, Maler und Lackierer, Bauten- und Objektbeschichter, Friseure, Zimmerer, Elektriker, Anlagenmechaniker, Metallbauer und Kfz-Techniker: „Sie haben wirklich alle Chancen, sich hier, in Ihrem Zuhause beruflich weiterzuentwickeln. Bleiben Sie im Landkreis und knüpfen Sie an die althergebrachten Traditionen im Handwerk an. Vom Lehrling zum Gesellen zum Meister.“

Ob die gestern Freigesprochenen tatsächlich zu Hause bleiben werden, wird die Zukunft dann zeigen. Denn, dass nicht alles Handwerk goldenen Boden besitzt, das weiß Jörg Zecher, Obermeister der Friseur-Innung im Landkreis nur zu gut. „Wir müssen die finanzielle Situation der Friseur-Azubis unbedingt verbessern“, so Zecher. Erschwerend kommt noch hinzu, so Berufsschullehrerin und Prüfungsausschussmitglied Birgit Mohr, „dass die Ausbildung der Friseure leider nicht mehr in Wismar, sondern in Schwerin stattfindet.“

Doch gestern ging es vor allen Dingen um Freude über das Erreichte. Besonders stolz konnten die insgesamt vier Besten des Jahrgangs sein, die ihre Ausbildung mit dem Prädikat „gut“ beendeten. Unter ihnen Manja Klein (36) aus Bad Kleinen, die bei der Tischlerei Eigenstetter in Rehna gelernt hat. Die Mutter von drei Kindern war bereits Technische Zeichnerin und hat jetzt einen zweiten Beruf.

Stolz verkündete Kreishandwerksmeister Gauer: „Sie hat ihre schulische Prüfung mit 1,05 bestanden!“ Manja Klein, die mit ihren Kindern Marc (15) und Finnja (5) zur Freisprechung erschien, wehrte bescheiden ab: „Ich wollte unbedingt Tischlerin werden und noch einmal von vorn beginnen.“

Ebenso stolz waren die anderen drei Jahrgangsbesten, Friseurin Alexandra Öettinghaus (gelernt bei Henriette Lähn in Wismar), Metallbauer Karl Friedrich Räsenhoft (gelernt bei Mebak Schönberg) und Elektrotechniker Henry Glanert (gelernt beim Zweckverband Grevesmühlen) – sowie alle anderen der gestern Freigesprochenen. Dass 90 Prozent der Handwerksbetriebe im Land, wie Arnold Fuchs vom Wirtschaftsministerium in seiner Ansprache mitteilte, von einer mehr als guten Auftragslage sprechen, macht zusätzlich Hoffnung.

Prüfungsstatistik

34 Auszubildende im Handwerk traten zu den Prüfungen im Sommerhalbjahr an. Davon fünf zum zweiten Mal. Bei den Erstprüflingen bestanden von den insgesamt 29 Azubis 25 die Prüfung, vier müssen wiederholen. Zwei der Wiederholer bestanden die Prüfung erneut nicht.

Die am meisten nachgefragte Berufsgruppe waren die Tischler – zehn meldeten sich zur Prüfung an. Ihnen folgten die Friseure – mit insgesamt acht zur Prüfung angemeldeten Azubis.

Maler und Lackierer erschienen fünf zur Prüfung, drei bei den Bäckern.

Mit dem Prädikat „sehr gut“ schloss in diesem Sommerhalbjahr kein Auszubildender ab. Vier Azubis erreichten das Prädikat „gut“, elf erreichten das Prädikat „befriedigend“ und 13 das Prädikat „ausreichend“.

Annett Meinke

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