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Kreisumlage soll sinken

Wismar Kreisumlage soll sinken

Kerstin Weiss, Landrätin von Nordwestmecklenburg, hält im kommenden Jahr eine Abgabe von 40 Prozent für realistisch.

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Für viele Gemeinden in Nordwestmecklenburg zählt jeder Euro.

Quelle: Marijan Murat

Wismar. Wie viel Geld erhält der Kreis von den Gemeinden? Noch vor kurzem hat die Frage für heftige Diskussionen gesorgt. Einige Gemeinden wollten sogar gegen die Umlagemodalitäten klagen. Nun könnten sich die Wogen glätten. Grund: Landrätin Kerstin Weiss (SPD) hat gestern eine Senkung der Kreisumlage für 2018 in Aussicht gestellt – von zurzeit 42 Prozent auf 40 Prozent.

Möglich sei das dank straffer Haushaltsführung, positiver Entwicklung des Haushaltes 2017 und erwarteter Mehreinnahmen im kommenden Jahr. „Noch ist es nur eine Prognose, aber der neue Umlagesatz ist realistisch“, zeigt sich die Landrätin zuversichtlich. Voraussichtlich im Februar soll der Kreistag über die entsprechende Beschlussvorlage beraten. In Nordwestmecklenburg hat die Umlage in den vergangenen Jahren mit jeweils rund 50 Millionen Euro durchschnittlich einem Viertel des gesamten Kreishaushaltes entsprochen.

Die Kreisumlage wird aus der Steuerkraft und den Schlüsselzuweisungen der Gemeinden berechnet. In Nordwestmecklenburg hat sie in den vergangenen Jahren mit jeweils rund 50 Millionen Euro durchschnittlich einem Viertel des gesamten Kreishaushaltes entsprochen. Knapp ein Drittel davon – 15,76 Millionen Euro – zahlt in diesem Jahr die Hansestadt Wismar. Würde die Kreisumlage wie bisher bei 42 Prozent bleiben, wären es im kommenden Jahr 16,65 Millionen Euro. Grund sind steigende Steuereinnahmen, „die auch auf die gute wirtschaftliche Entwicklung in unserer Stadt zurückzuführen sind“, berichtet Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD). Sinkt die Kreisumlage um zwei Prozent würde Wismar in etwa den gleichen Betrag wie im Moment bezahlen und könnte so trotzdem knapp 900 000 Euro mehr im Stadthaushalt behalten. „Das Geld könnten wir für Schulen, Kitas und bessere Infrastruktur ausgeben“, sagt Beyer.

Kerstin Schröder

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