Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Kremp: Riesenmeilenstein für Hafenentwicklung

Wismar Kremp: Riesenmeilenstein für Hafenentwicklung

Bund sieht Ausbaggern der Fahrrinne im neuen Verkehrswegeplan bis 2030 vor / Große Frachter und Kreuzliner benötigen tiefere und breitere Zufahrt in Wismarbucht

Voriger Artikel
Riesen Meilenstein für Hafenentwicklung
Nächster Artikel
Niedrigzinsniveau bleibt Herausforderung für Sparkasse

Aufgrund der nicht ausreichenden Tiefe des Fahrwassers in der Wismarbucht konnte der 176 Meter lange Frachter „Kiwi Trader“ am 18. Februar 2014 nicht mehr als 26 000 Tonnen Salz für die USA laden.

Wismar. Große Freude im Wismarer Seehafen. Der Bund will die Fahrrinne in der Wismarbucht ausbaggern. Worauf Wirtschaft und Politik in der Region wie im Land seit Jahren drängen, soll nun endlich geschehen. 79,1 Millionen Euro sind dafür im Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes bis 2030 vorgesehen. Unter Dringlichkeit ist für das Projekt „vordringlicher Bedarf“

OZ-Bild

Bund sieht Ausbaggern der Fahrrinne im neuen Verkehrswegeplan bis 2030 vor / Große Frachter und Kreuzliner benötigen tiefere und breitere Zufahrt in Wismarbucht

Zur Bildergalerie

vermerkt. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat den neuen Plan am Mittwochabend in Berlin vorgestellt.

„Es ist ein Riesenmeilenstein, ein weiterer Etappensieg bis zur Realisierung des Projekts“, erklärte Michael Kremp, Geschäftsführer der Seehafen Wismar GmbH, gestern der OZ. „Natürlich freuen wir uns, wenn der Bund seine Fahrrinne vertieft. Allerdings ist es ein vorläufiger Bundesverkehrswegeplan, der im Sommer noch durch die Anhörung muss. Erst dann wird mit der Verteilung der Gelder begonnen.“

Dennoch ist Michael Kremp zuversichtlich: „Unser Vorteil ist, dass wir einen sehr hohen Planungsgrad haben.“ Die Unterlagen seien quasi planfeststellungsreif. Weil sie aus dem Jahr 2014 stammen, müssten sie lediglich aktualisiert werden, sagt der Hafenchef. Das heißt, die erstellten Fachgutachten unter anderem zum Umwelt- und Naturschutz, die eine gewisse Bestandszeit haben, müssten überprüft werden.

Wann die Bauarbeiten beginnen könnten, kann heute noch nicht gesagt werden. „Mein Wunsch wäre es, dass mit der Fertigstellung unseres zweiten Bauabschnitts Ende 2018 auch die Fahrrinne angepasst ist“, sagt Michael Kremp. Der Seehafen will seinen Umschlagsbereich um 4,2 Hektar erweitern. Dazu wird Wasser- in Landfläche umgewandelt. Zudem soll eine neue, 332 Meter lange Kaianlage entstehen, an der Großraumschiffe be- und entladen werden. Die Kosten betragen rund 36 Millionen Euro. Bund und Land steuern 23,5 Millionen bei.

Damit größere Schiffe den Wismarer Hafen anlaufen können, soll die Fahrrinne von 9,50 auf 11,50 Meter vertieft und die Sohlbreite von 60 auf 70 Meter verbreitert werden. Eine Bundesstudie für die Umschlagsentwicklung der deutschen Häfen bis 2030 sieht laut Kremp für Wismar ein Plus von 2,8 Prozent vor. „Wir wollen die Rohstoffversorgung des Holzclusters durch Großraumschiffe aus Übersee langfristig sicherstellen“, erläutert der Geschäftsführer. Weitere Ziele seien, das Güteraufkommen auf der Bundesautobahn 14, die 2020 fertiggestellt sein soll, aufnehmen zu können sowie die internationalen und überregionalen Verkehre für Industriekunden zu optimieren. Dazu gehöre unter anderem der Umschlag von Kali und Salz auf Schiffe in die USA.

Jetzt können in Wismar wegen der fehlenden Wassertiefe in der Hafenzufahrt Frachter mit maximal 25000 Tonnen beladen werden. Nach der Ausbaggerung des Fahrwassers sollen Großraumschiffe mit 45

000 Tonnen Ladung den Hafen ansteuern beziehungsweise verlassen.

Nicht zuletzt ist die Verbreiterung der Fahrrinne notwendig, um Kreuzfahrtschiffen mehr Sicherheit zu ermöglichen. In der Vergangenheit fuhren bei starkem Wind wiederholt große Pötte am Wismarer Hafen vorbei und legten stattdessen in Travemünde oder in Rostock-Warnemünde an. „Durch die breitere Fahrrinne können die nautischen Bedingungen deutlich verbessert werden“, erläutert Michael Kremp.

Besonders ältere Schiffe haben zu viel Tiefgang und können nicht so schnell gelenkt werden. Gemeinsam mit der Hansestadt will der Hafen seinen Kreuzfahrtterminal ausbauen und den Liegeplatz verlängern.

Von Haike Werfel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Barth
Alle helfen mit: André Grählert (v. l.), David Graf, Marko und Sybille Grählert beim täglichen Heringspuken unter freiem Himmel.

Fischer André Grählert aus Barth freut sich über die vollen Netze / Ruhetage sind bei ihm jetzt selten

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Wirtschaft
Verlagshaus Wismar

Mecklenburger Straße 28
23966 Wismar
Telefon: 0 38 41 / 415 65

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10.00-17.00 Uhr
Freitag 10.00-16.00 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Kerstin Schröder
E-Mail: lokalredaktion.wismar@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.