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Lampenfieber: Lehrlinge präsentieren ihre Gesellenstücke

Wismar Lampenfieber: Lehrlinge präsentieren ihre Gesellenstücke

Traditionelle und moderne Handwerkskunst in den Händen junger Tischler. Heute und morgen können Ausstellungsstücke im Berufsschulzentrum bewundert werden.

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Drei der Lehrlinge, die gestern im Berufsschulzentrum unter Herzklopfen ihre tollen Gesellenstücke verteidigten: Tina Begenat von der Tischlerei Fucke, Jörn Marschinkowski von der Firma Satow und Markus Kunas (Mitte) aus Kalkhorst.

Quelle: Ina Schwarz

Wismar. „Geschafft!“ Markus Kunas wirkte nach seinem Vortrag erleichtert. Vor einer vierköpfigen Prüfungskommission verteidigte der 19-jährige Tischlerlehrling gestern sein Gesellenstück. In 90 Arbeitsstunden fertigte der junge Mann aus Kalkhorst einen ausgefallenen Hängeschrank.

Herzklopfen auch bei weiteren sechs Lehrlingen, die gestern ihre handwerkliche Feuertaufe mit selbst gefertigten Kommoden, Truhen und Tischen unbedingt bestehen wollten. Die endgültigen Ergebnisse gibt es für die künftigen Gesellen jedoch erst Ende Juli. „Die hohe Kunst des Tischlerhandwerks ist neben Formgebung und Gestaltung auch die sichere Kenntnis über die verschiedenen Wachstumsrichtungen innerhalb der Hölzer“, so Jan Voß, der als Lehrer zur Prüfungskommission gehörte. „Holz ist inhomogen, arbeitet noch nach der Verarbeitung.“

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Gesellenstücke sind absolute Unikate und immer einzig auf der Welt.“Jan Voß, Lehrer

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„Erst wollte ich Zimmermann werden“, erzählt Markus Kunas. „Doch die Arbeiten dort sind gröber. Ich wollte was Feineres, kenne meine Neigung zu handwerklichem Geschick“, sagt der angehende Tischler.

Die Prüfungskommission, deren Vorsitzende Hendrik Satow ist, bestätigte dem jungen Kandidaten Talent.

„Das beste Gesellenstück nimmt am Landeswettbewerb teil und hat sogar Chancen auf den Bundeswettbewerb“, erläutert Jan Voß, der sich noch gut an seine eigene Meisterprüfung erinnern kann. „Da wird natürlich viel mehr auf noch höherem Niveau gefordert. Das ist schon aufregend!“, weiß der zweifache Familienvater. In der Tischler-Zunft ist das Gesellenstück etwas Besonderes. „Jedes Teil ist ein Unikat und absolut einmalig auf der Welt“, erklärt der erfahrene Berufsschullehrer. Auch zwei Mädchen — Caroline Blohm und Tina Begenat — stellten sich gestern zur Verteidigung ihrer Tischlerarbeiten. Die Präsentation ist das Finale einer dreijährigen Ausbildung. Zur Prüfung gehören ein Theorieteil, eine kleine Arbeitsprobe, die in sieben Stunden Werkstattarbeit gefertigt werden muss, und das Gesellenstück, das mit 80 Stunden veranschlagt ist. Dazu zählen auch ein sogenannter Aufriss, Kalkulationen und Zeichnungen. Viele Tischlereien in der Region freuen sich über engagierte Lehrlinge. Die Ausbildung umfasst Möbel-, Fenster- und Treppenbau.

Heute und morgen von 8 bis 15.30 Uhr können Interessenten die Ausstellung der Gesellenstücke im Berufsschulzentrum Nord (Raum 005 im Erdgeschoss) besuchen.

 

 

Ina Schwarz

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