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Neuer Anlauf für großes Gewerbegebiet

Wismar Neuer Anlauf für großes Gewerbegebiet

Wismar und Hornstorf wollen die Entwicklung gemeinsam vorantreiben und sehen das Wirtschaftsministerium und die Landesgrunderwerb GmbH in der Pflicht

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Die Bürgermeister von Hornstorf und Wismar, Andreas Treumann (l.) und Thomas Beyer, unterzeichnen die Kostenvereinbarung für den Ausbau der Kreuzung für das neue Gewerbegebiet.

Quelle: Heiko Hoffmann

Wismar. Großgewerbestandort Wismar-Kritzow: Da war doch was? Richtig! „Der rote Teppich für Investoren ist ausgerollt“, sagte im Jahr 2004 der damalige Minister für Arbeit, Bau und Landesentwicklung in MV, Helmut Holter (Linke).

Die Entwicklung im See- hafen und der Werft geben Anlass zur Hoffnung, dass Bedarf für Flächen entsteht. Ich sehe großes Potenzial.“Andreas Treumann (Wählergemeinschaft), Bürgermeister von Hornstorf

Wir sehen es als gemein- same Aufgabe an, das Gewer- begebiet zu entwickeln und wollen uns gegenseitig unterstützen.“Thomas Beyer (SPD), Bürgermeister

der Hansestadt Wismar

Der Standort gehörte zu den sechs Großgewerbegebieten von mindestens 100 Hektar im nördlichen Bundesland, die das Land im Rahmen einer Standortoffensive unterstützen wollte. „Der Autobahnanschluss an die A 20 und die Nähe zum Wismarer Hafen sind dicke Pluspunkte für die Gutachter“, so Holter damals.

Politiker gingen und kamen, aus den vollmundigen Versprechen für Gewerbeansiedlungen im Bereich Logistik und Produktion wurde – abgesehen vom kleinen Gewerbegebiet in Dargetzow – nichts.

Jetzt wollen Wismar und die Nachbargemeinde Hornstorf neuen Schwung in das Gebiet reinbringen. Gestern unterzeichneten die beiden Bürgermeister eine Vereinbarung zur Kostenteilung. Diese bezieht sich auf den Kreuzungsausbau zu beiden Seiten des Nord-Ost-Zubringers. Denn die potenziellen Gewerbeflächen befinden sich beidseitig der Osttangente. Von 130 Hektar ist die Rede, Hornstorf und Wismar bringen jeweils etwa die Hälfte ein. Die Kosten belaufen sich auf etwa 450000 Euro. 90 Prozent sollen durch das Land gefördert werden, den Rest teilen sich die beiden Kommunen zu jeweils 50 Prozent. Das wurde gestern unterschrieben. Dieser erste Bauabschnitt soll 2017 realisiert werden.

Thomas Beyer (SPD): „Gewerbeflächenpolitik ist Gewerbeflächenbevorratung.“ Potenzielle Investoren bräuchten verlässliche Angaben. Dazu muss das Gebiet entwickelt werden. Das sieht Andreas Treumann (Wählergemeinschaft) nicht anders: „Es gibt positive Entwicklungen im Seehafen und beim Werftstandort. Das gibt Anlass zur Hoffnung, das Bedarf entsteht. Ich sehe großes Potenzial.“

Beide Seiten betonten gestern, dass das Areal gemeinsam entwickelt werden soll. Die Vertreter von Wismar und Hornstorf sehen in der Vertragsunterzeichnung – vornehm ausgedrückt – eine „Motivationshilfe“ für die Landesgrunderwerb (LGE) GmbH, zu deren Gesellschaftern das Land gehört. Mit deren Arbeit sind beide Kommunen nicht zufrieden. Wismar hat einen Vertrag gekündigt, Hannelore Pottberg (Wählergemeinschaft Hornstorf) sagte gestern unmissverständlich, dass die LGE die Pläne nicht ausreichend konsequent vorangetrieben habe. Pottberg: „Es ist schwierig, die LGE zu motivieren.“

Daher wollen Wismar und Hornstorf in Kürze beim CDU-geführten Wirtschaftsministerium vorsprechen, damit nach all den Jahren endlich deutliche Fortschritte erzielt werden. Hornstorf spricht davon, dass 30 bis 40 Hektar so gut überplant sind, dass es zügig losgehen könnte. Auch auf Wismarer Seite hat das Bauamt Vorarbeit geleistet. Senator Michael Berkhahn (CDU) kann sich vorstellen, dass sich mit der Übernahme der Werft durch den Genting-Konzern Subunternehmen in der Nähe ansiedeln wollen. Das Großgewerbegebiet biete sich geradezu an.

Heiko Hoffmann

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