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Neuer Zugang zu den Bahngleisen

Wismar Neuer Zugang zu den Bahngleisen

Ein Arkadenweg soll die Gebäude verbinden / Arbeiten beginnen Ende des Jahres

Wismar. Der Zugang zu den Bahngleisen und das Umfeld des Wismarer Bahnhofes werden neu gestaltet. Doch bis es soweit ist, werden noch Monate vergehen. Nachdem im vergangenen Jahr die Bahnhofstraße neu gemacht wurde, sollen Ende dieses Jahres die Arbeiten am zweiten Abschnitt beginnen. Nach Angaben der Stadtverwaltung ist mit einer Bauzeit von einem Jahr zu rechnen.

Zum Umfang der Arbeiten zählen eine neue Zufahrt zum Parkplatz, einschließlich der Nebenanlagen wie ein Gehweg, eine überdachte Abstellmöglichkeit für 100 Fahrräder, elf Taxistellplätze, Kurzzeitparkplätze (sogenannte „Kiss and Ride“-Plätze). Und, worauf Wismarer und Besucher der Stadt seit vielen Jahren warten: Zwischen dem denkmalgeschützten Bahnhofsvorgebäude aus dem Jahr 1910 und den Bahnsteigen wird ein barrierefreier und ebenerdiger Zugang geschaffen.

Damit wird der Fußgängertunnel entfallen. Die Bahn gibt ihn auf. Darauf haben sich Stadt und Bahn geeinigt. Die Stadt wird einen Arkadenweg vom Bahnhofsvorgebäude zu den Gleisen bauen. Dazu wird es eine Kostenteilungsvereinbarung zwischen Bahn und Stadt geben.

Bahnsprecher Gisbert Gahler erläutert: „Die DB Station & Service AG wird mit Schließung des Tunnels die beiden Gebäudeteile öffnen, sodass die Reisenden über den von der Stadt geschaffenen überdachten Arkadenübergang unsere beiden Gebäudeteile und die Bahnsteige erreichen können.“

Das Vorempfangsgebäude wird eine verschließbare Automatiktür erhalten. Die Reisenden gelangen dann über den Arkadenweg zum Stationsgebäude.

Die Zufahrt zum Parkplatz entsteht zwischen der Gaststätte „Gleisbett“ und dem Bahnhofsgebäude. Der Parkplatz selbst bietet etwa 140 Stellplätze. Ob sie kostenfrei oder kostenpflichtig sein werden, steht derzeit noch nicht fest. „Wie die Bewirtschaftung aussieht, kann erst nach Einordnung in das Parkraumbewirtschaftungskonzept festgelegt werden“, sagt Marco Trunk, Sprecher der Stadtverwaltung.

Busparkplätze sind nicht vorgesehen.

Nach jahrelangen Verhandlungen sind die Grundstücksfragen zwischen der Stadt und der Bahn so gut wie geklärt. „Es hat bereits ein Grenzfeststellungstermin gegeben“, erklärt Marco Trunk. Bahnsprecher Gisbert Gahler bestätigt: „Wir befinden uns bei der Klärung der Grundstücksfragen mit der Stadt Wismar auf der Zielgeraden. Offen ist nur noch ein Teilstück.“

Die Finanzierung des Vorhabens ist grundsätzlich gesichert. Die baufachliche Prüfung steht noch aus. Wenn diese vorliegt, können die Fördermittel fließen.

Bei der jetzigen Nutzung des Vorempfangsgebäudes mit Reisezentrum und einem Blumenladen sind nach Angaben der Bahn keine Änderungen vorgesehen.

Heiko Hoffmann

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